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Unschönes Erwachen

Ich bin nicht mehr ganz sicher, wovon ich wach geworden bin: Vom plötzlichen Verstummen sämtlicher (Lüfter-)Geräusche im Zimmer oder vom elektrische Knacken, gefolgt vom beißendem Geruch verschmorter Kabel.

Im dunklen Zimmer suchte ich zunächst nach der Ursache der nächtlichen Störung, konnte aber nichts finden. Im Scheine einer LED-Lampe legte ich im Sicherungskasten wieder die Sicherung ein. Die Quelle des Gestanks konnte ich dann – schnüffelnder Weise – in meinem 19 Zoll Rack ausmachen. Das ausgeschaltete (!) Netzteils eines 1HE Gehäuses hatte wohl kein Interesse mehr an einer guten Zusammenarbeit. 🙁

Lüften um 4:00 mach wiklich keinen Spass. Selbst unter meine Bettdecke schlottern mir hier vor dem Rechner noch immer die Knie. Brrrr.

Nachtrag: Ein Primär-Elko ist geplatzt und hat mit seinem Inhalt die Platine zugekleistert. Da ist nichts zu retten …

Die dunklen Seiten von eBay?

In der letzten Woche hatte ich meinen ersten drohenden Konfliktfall auf eBay. Der Artikel war als neu markiert, kam aber irreversibel beschädigt bei an. Im Auktionstext fand sich ein recht knapper Satz, bei dem die Garantie ausgeschlossen wurde. Nach der ersten Verärgerung hab ich dann im Internet nach den Rechten und Pflichten recherchiert, die sich aus dem „neuen“ Kaufrecht ergeben. Als ich die erste Email an den Verkäufer schickte, hatte ich mir schon alles zurechtgelegt, um den Unterschied zwischen einer freiwilligen Garantie und der gesetzlich festgelegten Gewährleistungspflicht zu erklären. Nach 225 Bewertungen (100% positiv) hatte ich die rote Farbe schon fest vor Augen.

Aber kann natürlich auch Glück mit den Menschen haben, die am anderen Ende der Leitung sitzen. Nach einigen freundlichen Mails hab ich mein Geld + Versandkosten für die Rücksendung wieder auf meinem Konto und die Verkäuferin eine positive Bewertung für die problemlose Rückabwicklung.

Andrea hatte mit meinem Geburtstagsgeschenk leider weniger Glück – zwei Karten für einen Vergnügungspark und das bezahlte Geld sind wohl verloren, der Verkäufer bereits vom Handel ausgeschlossen. Auch hat es einige weitere Kunden des Anbieters getroffen.

Dabei fällt mir grad noch ein, das ich doch einmal übers Ohr gehauen wurde. Für 4€ kam damals ein Via C3 800MHz mit verkohlten Pins bei mir an, der (wie so oft) als „möglicherweise defekt – kenne mich mit dem Kram nicht aus“ ausgezeichnet war. Ich hab es Erlebnis dann als „Lass die Finger vom Glücksspiel“ abgespeichert. 😉

Back on the net

Ich kann wieder ins Netz. Der Fehler lag wohl doch an meinem Ende der Leitung, denn sowohl über mein betagtes DSL-Modem, als auch über meinen neuen Router bekomme ich eine stabile Verbindung aufgebaut. Die behelfsmäßige Konstruktion für einen stabilen Zugang an einem Ort mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt waren zwischenzeitlich recht abenteuerlich.

Vom Splitter ins DSL-Modem, dann über mein längstes Netzwerkkabel in einen 16er Switch, dessen quietschender 4×4 cm Lüfter den Keller beschallte – weiter über mein zweit-längstes Kabel die Kellertreppe hinauf und durch den Hausflur 2 m in die Küche, wo meine Schwester – auf dem Küchenboden sitzend – über PPoE ihre wichtigen Uni-Paper aus dem Netz zog. Zwischenzeitlich gesellte ich mich dazu, um die wichtigsten Email-Konten abzurufen. 🙂

Diese Situation wurde erst am Ostersamstag durch den Kauf einer neuen AVM Fritz Box behoben. Kein schöner Tag, um entspannt durch den örtlichen Elektronikdiscounter zu schlendern. Das Parkhaus war komplett belegt und jeder Remscheider schien sich noch schnell mit der wichtigsten Unterhaltungselektronik eindecken zu wollen.

Meinen alten Speedport W501V kann ich jetzt als Accesspoint mit eingeschränkt konfigurierbarem DHCP-Server auf eBay einstellen, denn bis auf die Interneteinwahl funktioniert das Gerät einwandfrei. Leider wird auch kein Clientmodus ins WLAN unterstützt, sonst hätte dieser merkwürdige Defekt doch noch seine guten Seiten gehabt – den Zugang über Kupfer hätte ich für meine Basteleien gut gebrauchen können.

Aber immerhin kommen die Datenpaket wieder an meinem Rechner an – da will ich mich nicht weiter beschweren. 😉

Bahngeschichten 1

Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat heute ab 8:00 bis kurz vor Mittag die Streikkeule geschwungen. Trotzdem habe ich mich tollkühn zum Solinger HBF begeben, um dort aber zunächst über eine halbe Stunde Däumchen zu drehen bzw. schlechte Kriminalliteratur zu lesen. 😉 Belohnt wurde ich aber mit einer kostenlosen Fahrt im ICE zum Kölner HBF.

In einem bequeme Sitz (mit Kopfkissen), mit gedämpfter Geräuschkulisse und federnd gelagert – die Chance konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Dabei wäre die RE 7 nur wenige Minuten später abgefahren – aber man gönnt sich ja sonst nichts. Die Zeit saß mir auch nicht im Nacken und einen Umstieg in der Kölner U-Bahn konnte ich auch noch so eben bewältigen.

Eine lustige Begebenheit noch am Solinger HBF:

Auf der Bank saß ein ebenfalls wartender und sichtlich gelangweilter junger Mann mit Gitarren-Koffer. Ein munterer wirkender Herr kam auf den Bahnsteig, schaute sich kurz um und sprach den Gitarristen prompt an. Ob er nicht ein Foto von ihm neben dem Sonderfahrplan machen könne, wollte er gerne wissen und er wurde auch nicht enttäuscht. Nach kurzer Justierung wurde das Foto gemacht. Dabei fiel sinngemäß folgender Satz: „Mit etwas Glück können sie sich morgen in der Zeitung XY unter der Ãœberschrift „Bahnfahrer haben Verständnis und warten gerne“ anschauen. Ruckzuck verschwand der Fotograf wieder im Bahnhofsgebäude und ließ einen schläfrig-verständnislosen Menschen zurück, der nicht ganz wusste, wie ihm soeben widerfahren war. So wird also Zeitung gemacht. 🙂

Auf der Rückfahrt spielte sich im Doppelstock-Wagen des vollkommen planmäßigen Zugs eine weitere merkenswerte Szene ab. Eine Ausstiegs-Tür war wohl defekt und breit mit entsprechenden Warnaufklebern zugepflastert und versiegelt worden. An einem Bahnhof mit entsprechender Ausstiegs-Richtung musste man also als gewöhnlicher Fahrgast eine paar Schritte zur Tür des nächsten Wagons gehen. Diese Möglichkeit bot sich aber nicht für die zweifache Mutter mit extra-breitem Kinderwagen an, die erst kurz vor dem Zielbahnhof ihre missliche Lage erkannte und keinen Weg sah ordnungsgemäß auszusteigen.

Die mitfahrende Oma spurtete kurz nach dem Halt aus dem Zug – auf der Suche nach dem Schafner. Eine Minute später kamen beide wild gestikulierend wieder ins Abteil und begannen genervt den zusammengeklappten Buggy durch die Automatiktüren zu bugsieren. Diese waren von der Aktion wohl weniger begeistert und begannen rhythmisch die beteiligten Personen in die Seiten zu knuffen. Untermalt wurde die Situation durch „Unverschämt“ und „Saftladen“-Rufe der älteren Dame.

Habe ich schon erwähnt, dass letzte Woche das volle Baby-Wickel-Programm neben mir in der Regionalbahn gezeigt wurde. Häufchenwindel inklusive! Ich musste mich wirklich beherrschen nicht das Gesicht zu verziehen. Dabei hat die Mutter mein vollstes Verständnis. Naja, vielleicht nicht bzgl. der Nahrungsauswahl für ihre Tochter. 😉

Bahnfahren ist wirklich interessant.

Alle Jahre wieder … TÃœV

Die HU für meinen Corsa steht mal wieder an – um nicht zu sagen – ich bin mächtig knapp dran.

Der Stand aller Flüssigkeiten schien mir zu gefallen. Profiltiefe der Sommerreifen war vollkommen akzeptabel. Ich wollte nur noch schnell die Lampen testen und mit dem Wagen zum Prüfer fahren. Da fiel mir auf, dass mir an meinem Heck nur eine Nebelschlussleuchte entgegen leuchtete. Ohne Handbuch („vor kurzem lag das doch noch irgendwo“) und nach 1h Internetrecherche war mir klar: Serienmäßig hat der Corsa nur eine solche Leuchte.

Auf dem Weg zum ATU – mir fehlte noch ein neuer Satz Scheibenwischer – schien mir das rechte Abblendlicht ungewöhnlich dunkel zu sein. Wahrscheinlich wieder der alte Wackelkontakt, 1x Rütteln und es funktioniert wieder.

Angekommen, sah ich gleich, dass sich der verschmorte Teil einer Birnenfassung (Problem war mir schon seit einer Polizeikontrolle bekannt) als trüber Belag an der Scheinwerfer-Innenseite und am Reflektor abgelagert hatte.

„So kommen sie auf jeden Fall nicht durch den TÃœV“, gab mir schließlich auch der ATU-Mitarbeiter recht.

Nun muss der gesamte rechte Scheinwerfer ausgetauscht werden … Argh.

188 km/h

Bei der Heimfahrt konnte ich gerade eindrucksvoll feststellen, dass die neue Geschwindigkeitsanzeige vor unserem Haus ihren regulären Betrieb eingestellt hat. Ob Auto, Fahrrad, Fußgänger oder nur Luft die Strasse hinab fahren, das Ding zeigt konstante 188 km/h an. Eine Zahl die ich mit meinem 1l Corsa wohl nie auf dem Tacho sehen werde oder überhaupt sehen möchte. 🙂

Kaputte Anzeige

Interessanterweise blinkt die Anzeige darauf so spektakulär auf, als hätte man die Tages-Bestwertung erzielt. Ob das so noch als Verkehrserziehung taugt? 😉

Meine erste Polizei-Kontrolle

Vor nicht 10 Minuten sind Andrea und ich das erste Mal von der Polizei angehalten worden. Grund war eine komplett defekte Beleuchtung vorne rechts. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich vielleicht schon einige Tage mit den defekten Leuchtmitteln unterwegs war – ein veränderte Ausleuchtung ist mir nämlich nicht aufgefallen. Nach ein paar Minuten Verfolgungsjagd – das „Bitte folgen“ Schild war uns entgangen – und eine freundliche Belehrung später, hatte ich eine fiese graue Mängel-Karte in meiner Hand, die ich morgen (nach dem Austausch) bei der nächsten Polizeidienststelle abgeben darf.

Naja, das hat schon alles seinen Sinn – selbst wenn es mir nach über 6 Jahren unauffälligem Führerschein-Besitz selbst passiert. 😉

Hoffentlich wird es nicht so teuer …

Das Zischen

Heute Nachmittag war ich mit meiner Oma in Wermelskirchen einkaufen. Nach der letzten Station – Drogeriemarkt – packte ich die Tüten schnell ins Auto, da die kostenlose Stunde Parkzeit allmählich ablief. Doch direkt nach dem Start des Wagens hörte ich ein unangenehmes Zischen durch den Wagen tönen. Soweit ich sehen konnte, war weit und breit weder eine Straßenreinigung noch etwas anderes in der Nähe, das für das Geräusch verantwortlich sein konnte.

Verdammt. Du hast dir mit Sicherheit einen Platten eingefangen – und das nur, weil du die Sommerreifen zwecks Benzinsparen etwas über den Richtwert aufgepumpt hast!

Ich stieg also wieder aus dem Wagen und irritierte damit sehr den hinter mir ungeduldig wartenden Parkplatzsucher. Zu meiner Verwunderung ließ ich das Geräusch aber im Wagen zurück. Als ich verwirrt die Tür wieder hinter mir schloss, nahm ich auch einen ungewohnten Geruch im Innenraum wahr. Einen starken, verblüffend blumigen Geruch … WTF?

Nach dem folgenden Geistesblitz und einem flotten Handgriff unter mich, hatte ich dann die eingeklemmte Haarspray-Dose in der Tüte hinter dem Sitz befreit und konnte die Heimfahrt ungestört antreten.

Geruch des Tages: Penetranter Rosengarten