Hard- & Software Nostalgie

Meine persönliche Hall-of-Fame der PCs zu denen ich im Laufe Jahre Zugang hatte wollte ich schon immer niederschreiben. Auch, um meinen Grafikkarten-Konsum zeitlich zu erfassen.

1. Personal-Computer:

Der Intel 486 meines Vaters mit 66MHz in einem schicken Desktop-Gehäuse machte den Anfang. Die Festplatte in nicht mehr bekannter Größe wurde mit 3,5 Zoll Disketten gefüttert. Das Laufwerk für die großen Scheiben war aber auch nicht drin. Commander Keen, Indiana Jones 4, X-Wing, T-Fighter und der erste Monkey Island Teil habe ich es zu verdanken, dass mir heute die Elektronik aus den Schränken quillt.

Ein paar Jahre später wurde der Familien-PC durch einen Pentium 133 ersetzt (beinahe wäre es dieser hochgezüchtete 486 mit 100MHz geworden, der zeitgleich vermarktet wurde). Mein Vater fuhr mit mir zu MSI Computer und ich durfte zumindest theoretisch meinen Senf dazu geben. Als Soundkarte war eine Hercules ISA Karte dabei und das Paket hat ein Schweinegeld gekostet. (Das Optimum waren derzeit 166 MHz)

Das CD-ROM Laufwerk (2x) gab es erst auf einer der nächsten Hobbytronik-Messen in Dortmund zusammen mit meinem ersten eigenen Spiel „Rebel-Assault“. Auf dem Parkplatz war jemandem ein 2x SCSI-Laufwerk in eine Pfütze gefallen. Obwohl ich es sorgfältig getrocknet habe, durfte ich es nie anschließen. Da bin ich nach heutigen Maßstäben auch langsam vom rechten Pfad abgekommen: Duke Nukem 3D und versteckt Castle Wolfenstein 🙂

Als Ansporn meine Latein-Note nicht komplett aus den Augen zu verlieren, gab es in der Unterstufe meinen ersten eigenen Rechner, mit dem ich mich in meinem Zimmer verziehen konnte. Die Slot CPU von AMD war mit 350 Mhz getaktet und eröffnete mir neue technische Möglichkeiten. Mein erstes 14.4er Modem sollte aus der selben Zeit stammen. Das Kabel musste ich durch die halbe Wohnung ziehen, bevor man „drin“ war. Ein paar Stunden IRC und HTTP in der Woche waren da schon drin.

In der Zeit habe ich den Rechner (BigTower) unermüdlich von Lan-Party zu Lan-Party geschleppt. In einem der Elektronikgeschäfte hatten wir uns noch kurz vor dem Durchbruch der 10BASE-T Technik das große Paket für 10BASE2 (Bus mit End-Terminatoren) aufschwatzen lassen. IPX zu konfigurieren hat meist die Hälfte der Zeit gekostet, bis wir endlich Command&Conquer, Dune und wie sie nicht alle hießen spielen konnten. Meine RTS-Phase. Viel Schlaf habe ich in den Ferien nicht bekommen. Sieben Tage am Stück würde ich das heute gar nicht mehr schaffen. Mancher Transport Tycoon-Marathon (bei einer Klassenfahrt aus GB importiert) endete in komatösen Zuständen. 😉 Die Erweiterung zu C&C RedAlert 2 war inkompatibel zu deutschen Version – was hab ich mich da geärgert.

Dann wird es in meiner Erinnerung zwischenzeitlich etwas nebulöser.

AMD Athlon 700 MHz
AMD Athlon 1000 MHz
AMD Athlon XP 2600+
Intel Core2Duo E6300 (1.86GHz)
Intel Core2Duo E8400 (3 GHz)

2. Grafikkarten

Es begann zu Zeiten, als noch der Grafikspeicher das einzige Kriterium war: Erst 1, dann 2 und schließlich 4 Megabyte.
Per Loop-Kabel am Grafikausgang hing dann plötzlich die erste Beschleunigerkarte:
Eine Miro Highscore 3D (6MB) (3DFX Voodoo 1)
3DFX Voodoo 3 2000 ?
Nvidia Riva TNT 1
Nvidia Riva TNT 2 Ultra

Beim Umtausch der TNT2 wurde mir beim Kauf einer Geforce 2 GTS kurz vor Ende der Garantie fälschlicherweise der komplette Kaufpreis angerechnet. 🙂

Nvidia Geforce 4 4200
ATI Radeon 9600 (Saphire Radeon 9600XT Fireblade)
GeForce 6600 (Asus Extreme N6600TOP Silent 256MB PCIe DVI/VGA/TV)
Radeon X1650
Radeon HD 3?
Radeon HD 4650

3. Betriebssysteme

Die Betriebssysteme kamen und gingen:
DRDOS und MSDOS auf 8 Disketten bei denen immer die Letzte bei der Installation defekt war.

Auf der Windows-Seite habe ich von 3.11 über 95, NT4, ME, 2000, XP, Vista und inzwischen 7 alles auf der Platte gehabt.
OS2 war nur kurz Interessant – BeOS etwas länger.
Mein Interesse an Linux begann mit einer vergessenen Distribution die auf dem 2.2 kernel basierte.
RedHat, Suse dann längere Zeit Mandrake (heute Mandriva) und schließlich Debian, weil mir die Installation von Gentoo zu lange dauerte. Als mir unter Debian Woody die Software zu alt wurde und der Release von Debian Sarge nicht abzusehen war, ließ ich mich von Ubuntu abwerben. Inzwischen ist es meine erste Wahl und Windows dient nur noch zum Spielen.

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