Archiv für den Monat: Juni 2015

LeVegan – veganes Sommerfest in Leverkusen

Wir wussten nicht so richtig was uns heute erwarten würde, als wir uns durch Regenschauer den Weg durch die Neue Bahnstadt Opladen bahnten. Auf den ersten Blick sah es um die Stände herum recht leer aus, aber das Publikum hatte Schutz unter jedem verfügbaren Dach gesucht und mampfte an veganem Fastfood. Quasi jeder Imbissstand verkauft u.a. eine Variation von Döner-Sandwich – wir entschieden uns für Las Vegans aus Bochum mir ihrer verlockenden Saté-Soße – keine schlechte Wahl.

Veganes Sommerfest Vebu

Ich gestatte mir bei solchen Veranstaltungen immer einen interessierten Blick in die Menge, wen es vor und hinter die Tische gezogen hat. Eine Mischung aus autonomem Zentrum und dem Vegetarierbund als Gastgeber trifft auf Dreads, Anti-Atomkraft, Tierschutz, Kinderschminken und grünem Stromanbieter. Da muss ich mich zunächst mit dem Brötchen in der Hand auf eine Bierzeltgarnitur setzen und alle Eindrücke verarbeiten. Clubmate in der anderen Hand – versteht sich ja von selbst.

Alternative Lebensweise gibt es in der kritischen Masse ja oft nur als Komplettpaket mit interessanter Mischung. Wer kauft Studentenfutter, wenn er die Rosinen aussortiert? Wahrscheinlich diejenigen, die mit einem dankbaren Abnehmer für getrocknete Trauben zusammenwohnen. 🙂

Man muss sich, meiner Meinung nach, nicht zwingend in eine Protest- bzw. Subkultur einkaufen, wenn man sich jenseits der eigenen Küche umschauen möchte, wie andere ohne Tierprodukte durch den Alltag kommen. Hier ist aber Vieles an einem Platz versammelt.

Ich hätte lieber bei neutraler Hintergrundmusik gegessen, als zu den Klängen eines Liebermacher-Aktivisten (für Kinder?), der sein Stück auf eine Wiederholungen des Wortes „vegan“ zum Mitsingen enden lässt. Das war mir etwas sehr platt. Aber ich saß ja auch nur still am Tisch und machte mir meine sarkastischen Gedanken. Ich unreflektierter Konsumist! 😉

Gegen eine Spende bekam ich beim Vebu noch eine Packung Pizza-„Käse“ in die Hand gedrückt, auf die ich schon sehr gespannt bin. Auch zum Thema Grüner Strom habe ich aufmerksam zugehört und eben im Internet nachrecherchiert. Keine schlechte Idee für ein paar wenige Euro mehr.

Sollte es eine Wiederholung im nächsten Jahr geben, schaue ich gerne wieder vorbei.

Wise Guys Unplugged mit Maharaj

WGAn die Karten für das Konzert sind wir zu viert ganz unerwartet am Mittwoch Abend gekommen – einen Tag davor. Die Wise Guys hatte ich schon einige Jahre nicht mehr  gesehen, so dass mir der neue Bassist Andrea noch unbekannt war. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass damals noch immer die Ablösung für Clemens neue vorgestellt wurde. Demnach musste ich mich auch schnell in die neuen Alben reinhören – dank Youtube-Kanal kein Problem.

Das Konzert war auch dank des indischen Gastbeitrags sehr interessant. So einige Variationen bekannter Stücke mit indischer Untermalung wird man nicht so einfach wieder zu hören bekommen. Unsere Plätze waren leider etwas suboptimal, weil wir noch kurz nach den ersten Tönen durch das Portal der Kulturkirche Köln schlüpfen mussten.

Die Lieder von der (aktuell noch) neuesten CD „Achterbahn“ sind schon gut, aber die Klassiker gefallen mir einfach noch immer etwas besser. Da ist einfach mehr Witz und Leichtigkeit drin. Zumindest beim Unplugged Konzert lag der Fokus da auf den leicht melancholischen Balladen – alles Flotte war Altbewährtes, soweit ich das als „Laie“ einschätzen kann. Dän war allerdings mit geschientem Bein motorisch auch stark eingeschränkt. 🙂

A capella Unplugged? Ich habe so einige Mikros und verstärkte Instrumente gesehen. 😉 Der Name darf also eher als Abgrenzung zu ihrem normalen Programm dienen.

Hat Daniel „Dän“ Dickopf eigentlich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem jungen Jeremy Clarkson? Vollkommen verrückter Gedanke, aber … TopGear-Entzug. 😛