Archiv für den Monat: März 2011

Ausgeräumt

Mein Herz blutet. Wir haben letzten Freitag den Keller ausgemistet und so manches PC-Gehäuse dem Recycling zugeführt. Unter anderem habe ich meine Sammlung an 19 Zoll Gehäusen geopfert, die scheinbar noch aus der Zeit vor diesem Blog stammen. Nur was unmittelbar in meinen Serverschrank passt durfte bleiben. Auch das Monstergehäuse mit Dual-Netzteil ist Geschichte, der inzwischen kontaminierte Wasserspender, unser altes Bett.

Einen ganzen Kombi voll mit erstklassigem Metall. Die parasitären Elemente vor dem Verwertungshof sind auch nach meiner ablehnenden Geste noch mit großen Augen und fluchend um den Kofferraum geschlichen. Ich mag die einfach nicht. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich mir nur zu gut vorstellen kann wie die restliche Familie mit ihren Sammel-LKWs im Schritttempo jede Straße mit lauter Dudelmusik abfährt und mir der Mist hier im Viertel für eine halbe Stunde in den Ohren liegt. Ist das Wetter gut, kommt eine Stunde später gleich der Nächste. Ätz.

Trotzdem viel Platz im Keller, der nun wieder gefüllt werden kann. 🙂

Dungeons & Dragons

Bisher hatte ich noch keine Zeit etwas darüber zu schreiben. Zwei Abende haben wir uns inzwischen getroffen und Dungeons & Dragons in der 4. Edition gespielt. Mein letzter Kontakt zu Pen&Paper-Rollenspielen liegt einige Jahre zurück (damals die bereits veraltete 2. Edition D&D) und in der Mittelstufe war ich mal an einem Shadowrun-Spielleiterhandbuch beteiligt. Im Grunde musste ich wieder bei Null anfangen –  hatte aber wenigstens noch ein komplettes Würfelset inkl. d20 in der Schublade.

Dungeons & Dragons Spielfeld

Wir spielen die Scales of Wars Kampagne und sind nicht gerade die Schnellsten. Level 2 sollte nach dem nächsten Abend aber drin sein. Ich spiele einen Halbelfen Defensivkämpfer und stoppe die Hiebe der Hobgoblins an meiner dicken Platte, solange mich nicht irgendwelche Eidechsenschwärme zu Boden reißen (siehe das traurige Häufchen im hinteren Teil des Feldes). Außerdem besteht die Gruppe noch aus einem Frostmagier (Feuerwehr), einem schuppigen Paladin (Heiler in letzter Sekunde), einem stichelnden Halbling, einem gütigen Kleriker (Krankenschwester) und einem ungestümen Zwerg mit mächtigem Kampfhammer.

Telaradan

An die statistische Gleichverteilung meiner Würfel möchte ich noch nicht ganz glauben. Eher daran, dass die Würfe auf sehr unangenehme Art und Weise mit der jeweils aktuellen Notlage korrelieren. 🙂

Niko hat mir zum Geburtstag einen würdigen Repräsentanten für mein Alterego aus den Staaten importiert den ich über das Spielgitter bewegen kann. Noch wartet er in Silber auf seinen finalen Anstrich. Sobald wir uns auf einige Farben geeinigt haben und die Restbestände im Freundeskreis erkundschaftet haben schwingen wir die Pinsel.

Gnade und Hilfe für diejenigen die es verdienen – der Rest ergreift besser die Flucht oder wird von mir gerichtet. Ein Urteil, welches bereits feststeht

Harharhar *hack*

– Telardan –

Philosophie und Informatik

Dieses Semester habe ich mich kurzfristig für ein allgemeinwissenschaftliches Modul eingeschrieben, das im IWZ (Ingenieurwissenschaftliches Zentrum der Fachhochschule Köln) seines Gleichen sucht. Der Titel: „Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie“

Hört sich reichlich philosophisch an oder? Und genau das ist es auch. Anhand von Kants „Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik“ bekomme ich Einblick in eine Welt, die sich extrem von allem abhebt, was ich sonst so im Studium belege. Mag sein, dass ich in wenigen Wochen die Hände über dem Kopf zusammen schlage – immerhin weiß ich dann wovon ich rede, falls ich mich mal mit einem Kommilitonen von der anderen Rheinseite duellieren muss. 😉

Ein wenig Selbstmitleid und Kopfschmerzen nach den ersten Seiten kann ich nicht leugnen – dabei hänge ich noch mitten in der Vorrede. Bei jedem Satz macht mein Gehirn das Äquivalent zum herzhaften Biss in eine saure Zitrone. *eeek*

Die Verlockung in meinem Studium eine Klausur mit echtem Fließtext zu schreiben war einfach zu verlockend.

Kontaktlos

Die Wupsi – der örtliche Verkehrsbetrieb – hat seit einigen Monaten ein neues Kind: Dauerfahrkarten in Visitenkartenform, die mit einer kontaktlosen Nahfunktechnik ausgestattet sind. Betritt man einen Bus muss man sein Kärtchen über ein Lesegerät auf der Fahrerkasse ziehen. Wobei „ziehen“ meiner Beobachtung nach nicht reicht, weil erst nach einer kurzen Verweildauer die grüne Bestätigungs-LED aufleuchtet.

Das System hat allerdings zwei Probleme:

Das alte System „rechts Barzahler, links Dauerfahrscheine“ funktioniert nicht mehr richtig. Während abkassiert wird, greifen unzählige Hände zwischen Fahrer und Bezahler hindurch, um ihre Chipkarten auf die Kasse zu legen. Zwei kreuzende Vorgänge – wer hat sich das nur ausgedacht.

Darüber hinaus hat der Fahrer gerade in der Anfangszeit ein besonderes Auge auf alle Fahrgäste, die nach altem Schema links vorbeimogeln und den Fahrschein dabei nur hochhalten. Mehr als ein „Hier drauf legen!“ kann man eben nicht erwarten, wenn zeitgleich kassiert werden muss. Leider bin ich mit meinem Studentenausweis vollkommen inkompatibel zu dem System und muss mich jedes zweite Mal erklären. Das dauert manchmal nur 2 Sekunden in denen der Fahrer einen weiteren Blick auf die Karte wirft, aber manchmal (Vermutung: Kurzsichtigkeit bei älteren Fahrern) halte ich den ganzen Betrieb auf, während ich das technische Naturell meines Fahrscheines erkläre. („Gleiche Form, ähnliche Farbe – klappt trotzdem nicht“)

Und gestern in einem Bus in Köln Hürth gesehen: Die RVK stellt ihr System auch bald um. Ächz.

 

Zweieinhalb Männer

Aller Dramatik um die Selbstzerstörung von Charlie Sheen zum Trotz läuft die Sendung ja noch immer prominent platziert im deutschen Fernsehen. Als Lückenfüller war sie schon immer halbwegs brauchbar – aber ganz sicher kein Kandidat um davon DVD-Boxen zu sammeln. Inzwischen macht es deutlich mehr Freude weil man sich in jeder Szene fragen muss, ob Mr. Sheen bei Sinnen war oder nur von der Crew mit einer Tasse Schnaps ins Set gestellt wurde. Manche seiner Einzeiler sind dermaßen merkwürdig reingeschnitten – ich schaue die Serie mit ganz anderen Augen.

Das macht es nicht wirklich lustiger. Dafür interessant und somit unterhaltsamer.

Der Tag danach

Was für ein Wochenende. Drei Vorstellungen ohne Katastrophe und sogar den Zuschauern scheint es gefallen zu haben. In ein paar Tagen habe ich mir auch die wenigen schiefen Töne und Textpatzer verziehen, die ich immer mal wieder eingestreut habe. 😉 Die Ohrwürmer werden uns wohl noch sehr viel länger erhalten bleiben.

Vielleicht ist es ganz gut, dass heute gleich die Vorlesungen für das Sommersemester starten. Für die Zeit nach Joseph hab ich nämlich kaum Pläne gemacht – die lag nämlich selbst vor wenigen Tagen noch in weiter Ferne.

Lampenfieber um 7:08

Joseph ProbeUm 7:08 aufgewacht. In den Semesterferien. Mit dem altbekannten Gefühl der letzten Tage: Leichte Panik, Herzklopfen – Lampenfieber. Gestern Nachmittag war die Generalprobe für Joseph. Ein Musical frei nach dem eines bekannten britischen Komponisten, aufgeführt vom Chor MiCaDo St. Michael Wermelskirchen & Band und dem Schulchor Dhünn. An diesem Wochenende sind die drei ausverkauften Vorstellungen. Die Premiere ist also heute Abend um 19:00.

Ich habe also den lieben langen Tag Zeit mich der Nervosität hinzugeben. Argh.

Ursprünglich wollte ich die Vormittage nutzen, um mich auf meine mündliche Prüfung in „Next Generation Networks“ vorzubereiten, aber gegenwärtig brauche ich eher ein paar Stunden Minecraft, um den Kopf frei zu bekommen.

Wird schon schief gehen. 😉