In Gedanken

Als ich gestern Vormittag in Richtung Opladener Bahnhof unterwegs war, stand ein Polizeiauto am oberen Ende der Fußgängerzone. Die Polizisten beobachteten über die Rückspiegel kritisch die wartenden Fußgänger an der Kreuzung und was sich sonst in der Nähe abspielte. Neben mir lief ein Gruppe Schulkinder, die Scherze darüber machten, ob „an die Seitenscheibe klopfen und wegrennen“ eine gute Idee für eine Mutprobe wäre.

Die Ampel wurde beim ersten Schritt auf die Fahrbahn rot und da ich als gutes Vorbild nicht noch über die Straße sprinten wollte, vertrieb mir die Zeit damit einen vertrockneten harzige Blütenstand mit den Schuhen zu zerflücken, der am Bordstein lag. Erst in der Regionalbahn wurde mir klar, dass ich da wohl eine Portion Cannabis auseinander genommen hatte. Wäre ich nicht so sehr in Gedanken gewesen, dann wäre es mir bestimmt gleich aufgefallen.

Wie verhalten sich Polizisten, wenn ihnen durch die Autoscheibe Drogen angeboten werden?

Im Angesicht der argwöhnischen Polizisten hat ein Käufer bestimmt das große Flattern bekommen und seinen Einkauf unauffällig aus der Jackentasche geschubst.  Auf dem Rückweg einige Stunden später war nichts mehr davon zu sehen. Entweder die Polizei hat sauber gemacht oder jemand hat sich mit den Überresten einen schönen Nachmittag gemacht.

Der nächste Polizeihund, der mir begegnet, beißt mir mit Sicherheit den rechten Fuß ab.

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