Paintball

Auf der Rückfahrt war es noch gewöhnliche Müdigkeit, in der Wohnung ein sehr unangenehmer Muskelkater und heute musste ich mich mit viel Überwindung zum Wahllokal schleppen. Ich merke wirklich in jedem Körperteil, dass ich gestern 3,5h auf Knien und in der Hocke über den Platz gerannt bin.

Paintballtreffer

Niko war so nett mich gestern morgen abzuholen. Um 10:00 waren wir auf dem Gelände des FSC Mechernich e.V. und trafen den Rest der Gruppe – immerhin 20 Personen mit 20% Frauenquote. Alte Klamotten sind sehr zu empfehlen, wenngleich man die Schmiere wohl problemlos auswaschen können soll – zumindest hoffe ich das, denn meinen „Maler“-Pulli hatte ich leider zu Hause vergessen. Nach der Einweisung in die Sicherheitsregeln und die Handhabung, wurde für jeden Gesichtsmaske (für Augen, Nase, Mund und Ohren), ein Halsschutz, eine Oberkörperpolsterung, Handschuhe und der Marker ausgeteilt.

Mit einem Schiedsrichter gingen wir auf den hinteren Platz und verteilten uns nach Masken-Farbe auf die beiden Startpositionen.
3-2-1-Go und das erste Spiel begann:

In den günstigen Momenten zur nächste Deckung vorrücken, sofern man denn die Gelegenheit dazu bekommt. Treffer werden nur gezählt, wenn sich die Farbkugel auch beim Aufprall öffnet – „Bouncer“, wie sie bei der billigen Munition wohl besonders häufig vorkommen, gelten nicht – dafür sind auch die gerne mal aus der Deckung hervorragenden Läufe und „Hopper“ (Ballbehälter) Trefferzonen. Alternativ gewinnt die Mannschaft, die es bis zur Startmarkierung der Gegner schafft, wenn die sich z.B. in einer Bunkerposition verschanzt hat und nicht mehr nach Hinten sichern kann.

Immer nach 3-4 Spielen gingen es zurück in den Sicherheitsbereich, um Druckluft und natürlich die Munition nachzufüllen. Das Visier der Maske war dann meist auch gelb verschmiert. Die Gegenmannschaft war, auf den ganzen Tag bezogen, evtl. ein wenig besser – vor allem in der letzten „Camper“-Phase, in der unweigerlich jedes Spiel endete.

PaintballtrefferOb die Treffer weh tuen? In 50% der Fälle schon, denn wenn man getroffen wird, merkt man das schon sehr deutlich. Im geschützten Kopfbereich und am Oberkörper nur leicht – dafür um so mehr, wenn man aus einer unerwarteten Richtung eine Salve an die Innenseite der Oberschenkel bekommt und dazu das Pech hat, dass die Bälle nicht zerplatzen. Von meinen Mitspielern hab ich gehört, dass auch Treffer einige Zentimeter höher nicht gerade angenehm sind. 😉

PaintballtrefferDas Spielareal hatten wir über den Zeitraum für uns alleine, während auf dem vorderen Feld (nach Wettbewerbsnorm) ein Bezirksligaspieltag der DPL ausgetragen wurde. Die 5er-Teams tragen dort alle Ganzkörperanzüge mit Teamlogo und mindestens vier Nachfüllbehälter auf dem Rücken. Deren Marker haben auch eine ganz andere Schussfrequenz, was man schon am dumpfen durchgehenden Surren erkennt, mit dem die Teams nach Rundenstart in die erste Deckung gehen.

Mit nach Hause habe ich mir nicht nur den größten Muskelkater seit der Radtour genommen, sondern auch 6-7 (noch) hell-rote Abdrücke an Bauch, Armen und Oberschenkeln und ein paar Abschürfungen an den Knien vom Herumrobben. Einige andere hat es da mehr erwischt.

Fazit: Eine teure Sache (4 Stunden für 63€ (inkl. 1x nachgekaufter Munition), die ich aber schon gerne einmal wiederholen möchte. Dann mit mehr Stoff an der Hose und mit anderen Bällen, damit man sich nicht über perfekte Treffer ärgern muss, die dann nicht zerplatzen. Knieschoner wären bestimmt auch nicht verkehrt. 🙂

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