Archiv für den Monat: Juni 2009

Canon Eos 300

Eine SMS von der Packstation ist natürlich immer schön. Vor allem, wenn sich in dem abgeholten Schuhkarton eine Canon Eos 300 verbirgt. Meine erste Spiegelreflexkamera und natürlich gebraucht in einer Auktion erstanden. Im Lieferumfang war auch ein Canon 28-80 mm Objektiv und ein passender UV-Filter. Von den mitgelieferten Batterien (Typ CR2) ist eine leider tot und die andere leer (1mV und 2V Leerlaufspannung). Darum werde ich mir morgen entsprechenden Ersatz und dazu meinen ersten 35 mm Film seit mehreren Jahren besorgen. Sofern der Groschen noch nicht gefallen ist: Ja, die Kamera ist natürlich analog. 😉

Bis morgen muss ich also „auf dem Trockenen“ mit Brennweiteneinstellung und manuellem Focus herumspielen. Ein gutes Buch suche ich auch noch, damit ich mich bei der Belichtungszeit abseits der Automatik bewegen kann. Mit Trial & Error komme ich nicht weit – dafür fehlt das direkte Feedback. Den ersten Film werde ich inkl. Papierabzüge im Drogeriemarkt entwickeln lassen. Danach hab ich eher daran gedacht, die Negative zu digitalisieren, damit sich hier nicht meine Experimente stapeln. Das wird natürlich eh nicht passieren, da die 36 Motive pro Film ja gut ausgewählt sein wollen. Ob das nun als Vor- oder als Nachteil anzusehen ist, muss sich jeder selber beantworten.

Das Handbuch zu Kamera (sofern nicht vorhanden) findet man übrigens unter der amerikanischen Modell-Bezeichnung Eos Rebel 2000 u.a. direkt auf der amerikanischen Canon-Seite.

Nachtrag:

Diese CR2 Batterien sind ja wirklich mehr als teuer. 5€ pro Stück war das günstigste, was ich in Opladen finden konnte – heruntergesetzt bei Woolworth. Nun bin ich etwas irritiert, dass die Kamera auch ausgeschaltet (bzw. im Lock-Modus) die restlichen Bilder auf dem Display anzeigt. Hoffentlich halten die Batterien trotzdem so lange wie im Handbuch beschrieben.

Stapelrechner Milestone 3

Heute war der letzte Präsentationstermin für unseren Stapelrechner-Simulator. Schon nächsten Donnerstag geben wir das fertige Programm, den Code und die Dokumentation beim betreuenden Professor ab. Damit ist dann unser Softwareprojekt für dieses Semester abgeschlossen. Alle Kann- und Soll-Anforderungen sich erfüllt – was will man mehr. 🙂 Na hoffentlich ist auch im nächsten Semester etwas Interessantes mit dabei.

Für mich kann ich auf jeden Fall abschließend sagen, dass ich in den letzten Monaten unglaublich viel über SWING, Java-Threads, Exceptions und das Event-Konzept gelernt habe, was mir in Zukunft sicher helfen wird. Am einfachsten wäre natürlich, auch im nächsten Jahr wieder eine GUI-Applikation zu entwickeln. Solange das Zielsystem nicht Matlab heißt, bin ich natürlich auch für alles Andere offen, immerhin habe ich noch die „freie Wahl“ (der Sprache). C oder C++ würden mich z.B. auch freuen, da Pointer dieses Semester etwas kurz gekommen sind und uns die Vorlesung „Betriebssysteme und verteilte Systeme“ eigentlich alle Werkzeuge in die Hand gegeben hat, um auch auf primitivsten C-Umgebungen mit mehreren Prozessen zu jonglieren.

Jaja, Softwareentwicklung ist schon ne feine Sache – vielleicht sollte ich überlegen, das später mal beruflich zu machen. 😉

Michael Jackson ist tot

Gestern gegen Mitternacht ist er an einem Herzinfarkt gestorben. Inzwischen hat wohl wirklich jedes Newsportal den vorbereiteten Nachruf in der Schublade wiedergefunden und veröffentlicht. Auf Google News hab ich mir mal die ersten 50 Einträge überflogen und Schlusssätze gesammelt:

„Er sammelte und spendete Millionen von Dollar für wohltätige Zwecke.“
focus.de

„Doch niemand hatte sich wirklich vorstellen können, wie der Peter Pan des Pop würdig altern könnte.“
SZ

„Von vierhundert Millionen Dollar Schulden war da die Rede und auch von einer Ãœberdosis Tabletten, die den Tod verursacht haben könnte.“
FAZ

„“Er sagte mir, wie glücklich er sei und dass die Dinge sich endlich so entwickelten, wie er es sich wünschte“, sagte DiLeo der „Times“.“
Spiegel Online

“ Er wurde freigesprochen, führte aber fortan ein Nomadenleben und kämpfte zuletzt auch gegen finanzielle Schwierigkeiten.“
RP Online

„Egal, wie skurril und nicht von dieser Welt der Sänger erschien, die Öffentlichkeit trauert um einen ganz Großen der Popgeschichte. R.I.P., Michael!“
laut.de

„Ich weiß nicht genau, in welchem Umfang er die Medikamente genommen hat, aber nach dem, was der Familie berichtet wurde, war der Umfang erheblich.“
gala.de

“ Es war eines der besten Konzerte, die ich jemals gesehen habe. wird fortgesetzt.“
Kölner Stadtanzeiger

Der „King of Pop“ ist tot. Drücken Sie hier Ihre Trauer und Ihr Mitgefühl zum Tode von Michael Jackson aus!“
Bild.de

„Wie so viele Idole des Pop ist Michael Jackson nun vor der Zeit gestorben; wie Jimmy Hendrix, Jim Morrison, Janis Joplin, Elvis Presley oder Freddy Mercury, den seine Band Queen nach seinem frühen Tod so besang: „One by one, only the Good die young“.“
Welt.de

„Durch den Tod des ehemaligen King of Pop ist fraglich, ob das geplante Spiel von MJJ Productions (Michael Jacksons Produktionsfirma) für PS3, PS2 und Nintendo Wii noch erscheinen wird.“
Pc Games (2. Satz)

Bis auf 200m

Hatte ich gestern Abend nicht für 2 Stunden stechende Kopfschmerzen? Längst vergessen. Dafür bekomme ich gerade irgendwie Lust, mit Leverkusener Stadtplan und rotem Filzstift eine kleine Stopp-Motion-Animation zu machen, um die (unausweichliche) örtliche Schweinegrippe-Epidemie zu visualisieren.

Denn gerade musste ich lesen, dass ein Kölner Polizist daran erkrankt ist. Schüler der Marienschule Opladen haben diesen Polizisten bei einer Besichtigung wohl nur um Minuten verpasst und sind nun eine Woche vom Unterricht befreit. Die Schule liegt quasi direkt an meinem allmorgendlichen Weg zum Bahnhof. Und bestimmt hat auch ein Schüler Freunde im Landrat-Lucas-Gymnasium, auf dessen Schulhof ich bei einem Blick aus dem Hausflur-Fenster schaue. 😉

Merkzettel: Kindern mit fiebrigen Augen und nasaler Sprechweise dringend aus dem Weg gehen!

Augen zu

Schönes Wetter draußen. Da geht es mir prima und dem deutschen Rechtsstaat leider schlecht. Dies meine ich natürlich vor allem in Bezug auf das jüngst verabschiedete „Internetsperren“-Gesetz, das eine Liste Domains („Kinderpornographie“) durch einen Eingriff in die DNS-Server der deutschen Internet-Provider „sperrt“. Die Benutzung dieser DNS-Server ist natürlich (noch) optional, so dass sich die „Sperre“ durch die Eingabe einer einzigen IP Adresse – also max. 12 Ziffern plus 3 Punkte – aushebeln lässt. Dafür hat das BKA immerhin ein schönes Mittel in der Hand, beliebige Domains auf einer geheimgehaltene Liste gleich beim Provider auf spezielle Server „umzubiegen“.

Die Worte „nur zum Schutze der Kinder“ sind noch nicht verklungen, da melden sich schon die ersten Trittbrettfahrer, um das neu gewonnene Instrument der Volkserziehung weiter auszulasten. CDU-Politiker Thomas Strobl hätte gerne den Zugang zu jugendgefährdenden Inhalten gesperrt und auch Online-Casinos und das Filesharing stehen längst in der Warteschlange.

Ist das erst alles durch gewunken, bekommt bestimmt eine „Expertenkommission“ ein Buch über das OSI-Modell in die Hände und verkündet voller Elan, dass man ja seit Monaten an den falschen Schrauben gedreht hat. Doch nicht auf Schicht 6 (DNS), sondern erst mit Sperren auf Schicht 3/4 (TCP/IP) ist das Internet endlich sicher. Und schwuppdiwupp … schon schauen die Server in jedes Paket und damit jede abgerufene Webseite, jedes Bild, jedes Musikstück, jedes Video, jede Email, jedes VoIP-Telefonat, jede IM, … Hab ich das nicht alles schon irgendwann mal geschrieben. Stimmt, die Infrastruktur kann ja auch gleich für die Vorratsdatenspeicherung verwendet werden kann. Praktisch.

Das hab ich heute in der RB48 auch der Frau im 4er Sitz nebenan erklärt, die mich auf mein „Zensursula“-Short angesprochen hatte. Nach der, mit zahlreichen Analogien gespickten, Erläuterung  (jaja ich weiß: Äpfel <-> Birnen) wirkte sie zumindest nicht gelangweilter als zuvor und auch meine anderen Mitfahrer schienen heimlich die MP3-Player etwas leiser gestellt zu haben.

Wann kommen wohl die ersten Angebote für verschlüsselte VPN-Endpunkte im freien Ausland, die auf den deutschen Markt zugeschnitten sind. Oder wird daraus eine Bewegung von „Circles of Trust„, die sich zusammen einen Root-Server für diese Aufgabe leisten. Verschlüsselung ist ja noch keine Straftat.

Nachtrag: Ein „lustiges“ Detail über Herrn Strobl.

Lev РK̦ln РWk

Die Radwege von Leverkusen nach Köln sind wirklich kein Zuckerschlecken – da wird man schon ziemlich durchgeschüttelt, wenn man nicht gerade an einer der zahlreichen Kreuzungen steht, bei den die Ampeln ganz klar auf die Bedürfnisse der Vierräder abgestimmt sind. Gestern ist mir erst in Mülheim aufgefallen, dass ich ein ausgeliehenes Altera FPGA Board zu Hause liegen gelassen hatte. Endlich an der FH angekommen hatte ich also schon die ersten 40km hinter mir.

Die Rückfahrt führte mich dann mit kurzem Zwischenstop in Opladen weiter nach Wermelskirchen – weitere 40km.  Dieses Mal aus der Rheinsenke hinauf ins Bergische. Das erste Stück bis rauf nach Hilgen hatte ich mir bisher (auch aus Zeitmangel) immer mit dem Bus gespart. Ein knappe Stunde brauche ich immer für den Rückweg, also hab ich grob 1:30h für die Strecke eingeplant.

Am Besten wäre es wohl gar nicht erst davon zu schreiben, aber fast 1:50h haben ich mir auf den letzten 20km Zeit genommen.  Das ist auf jeden Fall deutlich ausbaufähig, auch wenn man bedenkt, dass ich mir extra die Hinterradtaschen vollgestopft hatte.

Von Wermelskirchen nach Burg konnte ich dann meine Regenausrüstung testen. Regenjacke und -hose sind dicht, die Taschen mit Schutzhülle auch und mein Rad bremst auch unter diesen Umständen ordentlich.

Mein Rad ist da!

Die vollen drei Wochen musste ich warten, wie es meinen Händler prophezeit hat: Eben vor Geschäftsschluss hab ich es abgeholt und die erste Spritztour nach Hause gemacht.

Das Fahrgefühl und besonders die Sitzposition sind schon anders als bei meinem Mountainbike – der Rücken ist deutlich aufrechter und die Straßenreifen machen keinen Mucks, obwohl die Laufflächen beim MTB inzwischen auch vom Modell „Slick“ sind. Den Kaufpreis konnte ich leider kein Bisschen herunterhandeln (wie auch bei allen anderen Händlern in der Nähe), nur ein zweiter Getränkehalter war noch drin.

Zuhause angekommen kam es mir falsch vor, das neue Rad nach nur 2km Fahrt gleich in den Keller zu stellen, also hab ich es hochkant in den Fahrstuhl buchsiert.  Jetzt steht es so lange dekorativ im Wohnzimmer, bis Andrea es am Wochenende vor die Tür setzt. Der Traum von der  „Garagenwerkstattwohnung“ scheint ein rein männliches Phänomen zu sein.

Am letzten Wochende hab ich auch den neuen Schlafsack ausprobiert, der mich auf der Fahrt nach Finnland begleiten soll. Die 800 Gramm auf vergleichsweise kleinem Raum hatten schon Schwierigkeiten mich in der ersten Nacht bei 6-7°C warm zu halten. Erfroren bin ich natürlich nicht – trotzdem hoffe ich auf einen (nicht zu) warmen August. Das Trekkingzelt für 2 Personen ist (leider) trocken geblieben. Es wäre natürlich interessanter gewesen, die Dichtigkeit in Feldeinsatz überprüfen zu können, bevor später das böse Erwachen kommt. Der Zeltboden hat nämlich die gleich (dünne) Stärke, wie das Obermaterial.

Bei der Schlafsacksuche bin ich im Internet auch über den Begriff Biwaksack gestolpert. Ab Hamburg bin ich ja alleine unterwegs und könnte bei der Unterkunft noch spartanischer werden. In diesem Säcke packt man sich mit Schlafsack wasserdicht ein und kann ohne Zeltaufbau einfach unter dem nächsten Baum campieren – nur ein kleines Netz am Kopfende für die Atemluft und als Mücken schutz. Allerdings scheinen die Biwaksäcke im unteren Preissegment ein Problem mit der Entlüftung (Kondenswasser) zu haben. Sollte ich in der nächsten Woche mal einen Nachmittag nichts Wichtigeres zu tuen haben, wollte ich dem Kölner Globetrotter einen Besuch abstatten und mich beraten lassen. Mir graut es schon vor den Preisen. Im Outdoorbereich ist irgendwie alles schrecklich teuer …