Archiv für den Monat: April 2009

Mass Effect

Vor 5 Minuten habe ich mir den Abspann von Mass Effect angesehen. Und es war eines der besten Spiele, die mir in all den Jahren unter gekommen sind. Der kommende zweite Teil ist sowas von gekauft – gleich bei Release. Ich weiß, ich bin fast ein Jahr zu spät dran (erschienen Juni 2008), aber die MMORPGs fressen wirklich eine Menge Zeit, dass einem die Perlen des Solo-RPG-Genres schnell durch die Finger rutschen können.

Ohne jetzt viel spoilern zu wollen, war ich richtig überrascht, welche imensen Folgen einige wenige Entscheidungen haben können. Zwei Teammitglieder habe ich während der Spielzeit entgültig verloren und einige moralisch sehr fragwürdige Entscheidungen getroffen, obwohl ich eigentlich als traumatisierter Soldat einen rechtschaffend-guten Weg einschlagen wollte. So stand ich gegen Ende nur noch an der Spitze einer Crew aus Technikern und Biotikern. Beim nächsten Durchspielen gehe ich von Charakterdesign ins andere Extrem über. Mal schauen welche Verluste wirklich unabwendbar waren.

Von der Spielweise war ich ca. zu 50% mit Dialogen und Spaziergängen/-fahrten auf Planeten und Stationen beschäftigt und lief sonst mit gezogener Waffe durch Laborkomplexe und alte Ruinen. Der Schwierigkeitsgrad war trotz höherer Einstellung eher im mittleren Bereich angesiedelt, so dass sich Mass Effect im Rückblick fast wie eine Art interaktiver Film anfühlt. Und genau so hat es mir gefallen. Die Cutscenes sind extrem gut geschnitten und die Gesichtsanimationen haben eine Qualität, dass ich mir so ganze Spielfilme anschauen könnte.

Eine Kehrseite hat das ganze allerdings auch: Leider hab ich mir zwangsweise den SecuROM Kopierschutz aufs System holen müssen. Drei Aktivierungen über Internet -> Dann Hotline … Ärgerlich. Darüber hinaus gibt es hier und da noch ein paar wenige Bugs (fehlende Lava-Textur -> Aua!), die aber den Spielablauf nicht stören.

Beim zweiten Durchspielen, werde ich auch mehr Wert auf die nicht-story-relevanten Quests legen. Zum Schluss hat mich die Jagd nach „der Röhre“ so mitgerissen, dass ich ein Menge hilfsbedürftiger Menschen im Universum zurücklassen musste. Nach dem Abspann ist der Weg zurück leider versperrt.

Liebe Mit-SciFi-RPG-Freunde – ihr verpasst etwas, wenn ihr dieses Spiel links liegen lasst. Kaufen, kaufen, kaufen. 🙂

Schweinegrippe

Schweinegrippe jetzt oder später?

Zur Zeit wäre man in den deutschen Kliniken noch ein Einzelfall –  eine Besonderheit – und bekäme bestimmt die volle Aufmerksamkeit des Oberarztes, während diesem die Vertreter aller nationalen/internationalen Gesundheitsbehörden auf die Finger schauen. Dafür fehlt noch die Routine und mögliche Probleme im Krankheitsverlauf sind noch nicht bekannt. Sollte es denn dann in einigen Wochen/Monaten so richtig losgehen (Pandemie, PANDEMIE, Aaaah) ist man nur noch einer von unzähligen Patienten, die im Fließbandverfahren mit Medizin versorgt werden.

Da kann man sich ja schon die Frage stellen, ob es nicht Sinn macht gleich zu Beginn in die Pandemie einzusteigen. Mittendrin statt nur dabei!

Den aktuellen Titelseiten der (einschlägigen) Zeitungen nach zu urteilen, rechne ich eh seit Tagen damit, dass mich eine wilde Meute Zombies vom Bahnhof nach Hause verfolgt -> Scheinegrippe proudly presented by Umbrella Corporation. Und als Filmfreund weiß ich: Wenn das Militär erst die Grenzen zu macht, folgt schon bald die erste Notfallbombadierungen einer infizierten Großstadt. Hoffentlich liegen wir da in Opladen weitgenug von Kölner Stadtzentrum entfernt.

Jede Agentur, die wenigstens ein Foto von Reagenzglas-schwenkenden Wissenschaftlern in gelben Bio-Hochsicherheitsanzügen im Portfolio hat, kann bald die Firmenzentrale in die Karibik verlegen.

Grüner Filzstift

Mir ist gestern auf dem Nachhauseweg ein ca. 8/9 Jahre altes Mädchen entgegengekommen, das im Gesicht Schnurrbart und riesige Augenbrauen mit grünem Filzstift aufgemalt hatte. Frisch waren die Striche nicht mehr, als hätte sich bereits eine entsetzte Lehrerin mit viel Wasser und Seife daran zu schaffen gemacht. Irgendjemand (nennen wir ihn „den Verursacher“) hat gestern bestimmt eine Menge Ärger bekommen. 😉

Spreu und Weizen

Heute ist auf Golem.de ein Artikel erschienen, der die einbrechenden Auflagezahlen der großen deutschen Spiele-Zeitschriften zum Thema hat.

Noch Anfang dieser Woche habe ich mich selber nach einem Papier-Abo der Gamestar umgesehen, weil ich mit dem Angebot der Onlineseiten nicht so recht zufrieden bin. Jeden Tag quillt mein Feedreader über vor News aus dem Spiele-Sektor. Nach 1-2 Tagen Pause suche ich nur noch in der Masse gezielt nach bekannten Titeln und werfe den Rest in den Papierkorb. Aus Zeitmangel. Was dabei fehlt, ist das „zufällige Stolpern“ über Spiele, die nicht wie Starcraft, GTA oder Diablo viral beworben werden.

Wenn ich mir selber aussuchen kann bzw. muss, was lesenswert scheint, bekomme ich einfach keine Übersicht, was der Markt so zu bieten hat. Artikel über grottenschlechte Spiele waren eigentlich immer recht amüsant, als ich die Gamestar noch (zuletzt) im DVD-FSK18-Abo hatte (schon eine ganze Weile her).

Nun ist mir am Kiosk aber die datenträgerlose Gamestar für 3,50€ in die Hände gefallen – was soll ich auch mit einer DVD, die zu 99% nutzloses Zeug enthält. (Patches für Spiele, die ich nicht besitze, veraltete Software, …). Nur leider gibt es sie nicht im Abo, um durch Treue noch ein paar Cent zu sparen. 🙁 Macht mir ein Angebot für 12 x 2,90€ Jahresabo und schon bald würde der Stapel (3 oder 4 Jahrgänge ab der 2. *verdammt* Ausgabe) unter dem Bett wieder wachsen. Das kleinste erhältliche Abo kostet übrigens 4,50€ pro Ausgabe, wenn ich mich nicht verlesen habe.

Ehrlich gesagt fällt mir gerade beim tippen erst auf, was am Einzel-Kauf so störend ist:

Es zieht mir nämlich das wenige Bargeld aus dem Portmonee, das ich als Notgroschen noch so mit mir herum trage, wenn es nicht schon zuvor durch einen Berliner Ballen (jaja, die langen Wartezeiten in Deutz) dezimiert wurde. Essen, Einkaufen, Fahrkarten … alles mit Plastik – nur das Bahnhofskiosk und die Bäckerei wehren sich noch, während nebenan der einzige Kartenautomat für Bargeld seit Monaten regelmäßig streikt. 😛

Interessant wäre mal ein Online-Magazin, das am Ende jeder Woche (jeden Monats) die Spreu vom Weizen trennt und die Zusammenfassung in einem Block ansprechend präsentiert! Sollte es so etwas schon geben -> Link her, sofort! Ansonsten hab ich dafür leider keine Zeit – wer mags machen?

Mit dem Rad nach Norden

Start der Fahrradwoche bei einem großen deutschen Lebensmittel-Discounter. Um kurz nach 8 stand ich mit Andrea und einigen anderen Verrückten an den Wühltischen und habe den Einkaufswagen voll gepackt. Zwei Radhosen, Jacke, Regenhose, Helm, Erste-Hilfe-Set, Rad-Tacho, Handschuhe, Shirt und Gepäcktaschen – über 70€ hab ich dort gelassen.  Puuh.

Zwei Teile gehen noch zurück, weil sie nicht passen – aber auch beim Rest will ich mir lieber nicht ausrechnen, was sie im Fachgeschäft gekostet hätten. Bei meinem neuen Trekkingrad bin ich inzwischen zu 95% sicher, dass es das Giant Freerider RS Lite GTS wird. Der Markt ist zwar noch immer undurchschaubar, aber an einem örtlichen Händler komme ich einfach nicht vorbei. Auch wenn ich immer wieder höre, dass die echten Schnäppchen irgendwo im Netz zu finden sind, finde ich sie wohl einfach nicht. Und eine ordentliche Probefahrt ist mir schon mehr als wenige Euro Ersparnis wert.

Und was hab ich mit dem ganzen Zeug vor?

Kurz: Ich fahre im August mit dem Rad von Deutschland nach Finnland. 🙂

Lang: Andrea macht an der Universität von Helsinki ein dreimonatiges Praktikum, das auch in meine gesamten Semesterferien fällt. Also hab ich mir in den Kopf gesetzt, sie dort nicht nur zu besuchen, sondern auch den Hinweg aus „eigenem Antrieb“ zu schaffen. Von Leverkusen an die deutsche Küste, durch Dänemark, Schweden und ein kleine Ecke Finnland – mit dem Routenplaner etwa 1800km für die ich einen Monat Zeit habe, bis mich ein Flugzeug zurück bringt. Da der Flug bereits gebucht ist, kann ich jetzt auch keine kalten Füße mehr bekommen. 😛

Die Tatsache, dass Niko mir auf der Deutschland-Etappe Gesellschaft leistet, freut mich besonders. Er wäre sogar bis Helsinki mitgefahren, würde meine Klausurphase nicht die 3. und 4. Woche der Schulferien blockieren. So erfolgt die Flucht aus der Zivilisation immerhin in Etappen:

Von deutschen Zeltplätzen und Jugendherbergen in netter Gesellschaft, zu dänischen Zeltplätzen, bis ich dann in Schweden und Finnland – dem Jedermannsrecht sei Dank – in der Wildnis mein Lager aufschlage und mich dort in der Hochsaison gegen Insektenschwärme verteidige bzw. gegen die größere Variante: den Bären.

Die genaue Route steht noch nicht fest – dafür trage ich so langsam das Material zusammen und lege in Zukunft jede Wegstrecke, die ich bewältigen kann, mit dem Rad zurück.

Soweit so gut. Ihr seht, es werden noch zahlreiche Einträge über die Vorbereitungen folgen müssen. 🙂

Projektarbeit

Vor ein paar Monaten habe ich in der FH-Bibliotek einen Kommilitionen aus Gummersbach kennengelernt, der gerade an seiner Master- oder Diplomarbeit (bin nicht mehr ganz sicher)  saß und in diesem Rahmen einen Instant-Messenger für die mobile Plattform „Openmoko“ entwickelte. Da hoffte er noch auf die Anschaffung eines DevKit-Smartphones durch seine Fakultät, um die Anwendung auch mal außerhalb seines Emulators zu testen zu können – Googles Android war grade erst durch die Presse gegangen.

Hm, das OpenMoko nun wohl neben Android auf der Strecke bleibt hat ihn bestimmt nicht allzu erfreut. Vor allem, wenn sich der „Plan B“ als Oberfläche für ein Navigationsgerät oder ähnliches entpuppt. Da arbeitet man über Monate an einer Software, die nun mit ein wenig Pech nie von jemanden benutzt werden wird – hoffentlich bleibt mir sowas erspart.

Themawechsel:

Seit Anfang der Woche kennen wir mit Sicherheit unser Projekt des Softwarepraktikums in diesem Semester: Es soll ein Simulator für einen Stapelrechner werden, der später in den Vorlesungen Digitaltechnik, rechnernahe Hardware-Programmierung oder Rechnerarchitektur eingesetzt werden kann, um die Funktionsweise einer registerlosen Rechenmaschine zu visualisieren. Diese soll dann Anweisungen (Addition, Multiplikation, Sprünge,  Funktionsaufrufe, …) in einer Assembler-ähnlichen Sprache verarbeiten können.  Ich würde behaupten, das auch leichtere Projekte zu Wahl standen. Ganz gemäß dem Motto: Jetzt auswählen – später fluchen! 😉

Nächsten Dienstag haben wir die erste Besprechung mit unserem „Auftraggeber“, um die Funktionalität abzustecken. Java als Programmiersprache steht aufgrund der gewünschten Plattform-Unabhängigkeit und Verzicht auf proprietäre Technologien eigentlich schon fest.

Am liebsten wäre es mir, wenn ich gleich hier und jetzt anfangen könnte zu programmieren, aber nach den Grundregeln des Software Engineering wäre das wohl mehr als nur falsch. 😉

Planung, Analyse, Entwurf, Programmierung, …