Archiv für den Monat: Januar 2009

Das letzte Protokoll

Was hat mich dieses Versuchsprotokoll für Nerven gekostet …

Thema war „Kompensation von Temperaturschwankungen bei der Arbeitspunkteinstellung einer Transistorschaltung“ und nach der ersten Korrektur sah das Titelblatt so rot aus, dass ich es fast komplett neu machen musste. Im zweiten Anlauf – also der Korrektur des Berichts – war es dann nur noch ein einziges falsches Bode-Diagramm in der asymptotischen Variante, das ich heute kurz vor der Abgabe dem Professor vorgelegt habe, um wirklich auf Nummer sicher zu gehen. Den Raum habe ich anschließend sogar mit dem Endtestat verlassen. Jeeeha.

Nach einer kurzen Verschnaufpause folgten 3 Stunden, in denen ich die Spektren von periodischen Signalverläufen abzeichnen durfte. Immerhin tauchten dann in den rück-transformierten Verläufen der aufsummierten ersten X-(Ober-)Schwingungen auch die erwarteten Klassiker auf (Rechteck, Dreieck, Sägezahn).

Das war es also für dieses Semester an Praktika und Versuchen – jetzt stehen mir nur noch diese 8 Klausuren im Weg, von denen mich die Erste gleich am übernächsten Montag erwartet. 😉

Der Verantwortliche aus dem Prüfungsausschuss hat mir Anfang der Woche noch einmal mitgeteilt, dass ich mich noch vor den Klausuren für ein Wahlpflichtfach entscheiden muss, das später offiziell in die Note eingerechnet wird. Diese Entscheidung hätte ich wirklich lieber weiter an das Ende des nächsten Semesters geschoben. Die Übertragungstechnik wird es wohl werden, weil ich dort immerhin mit der Masse des Jahrgangs schwimmen kann, sollte es doch schief gehen –  außerdem macht die geballte Ladung Hardcore-Theorie-Nachrichtentechnik bestimmt Eindruck in der Bewerbungsmappe. 😛

Bedeutet allerdings auch, dass  ich mich auf jeden Fall durch die Grundlagen der Telekommunikation kämpfen muss. Da können mir Elektronik 2 oder Regelungtechnik noch so gut gefallen: Sie stehen im Abschnitt „Ferner liefen“. Mögen mir die Götter des SoSe-Stundenplans wohl gesonnen sein.

Sellerie

Wenn ich diese Tage einkaufen gehe, stehe ich immer in der Gemüseabteilung und finde einfach nichts, was mich spontan anspricht. Alles Grüne und Bunte ist um den halben Globus gereist und kostet ein Vielfaches des normalen Preises. Kohl und eingelagertes Wurzelgemüse wie Sellerie hat wohl gerade Saison und das mag ich (Andrea stimmt mir da voll zu) nicht allzu gerne.

Trotzdem lag gestern abend eine Sellerieknolle auf meinem Hackbrett und musste irgendwie zubereitet werden. Die eine Hälfte wurde in Stäbchen geschnitten, vorgekocht und zusammen mit einigen Kartoffelscheiben als Gratin im Backofen mit Käse überbacken. Den Rest in Form 1cm dicker Scheiben (auch vorgekocht) habe ich in einem herzhaften Teig aus Eiern, Mehl, Milch und Gewürzen in der Pfanne angebraten.

Davon abgesehen, dass ich das Gratin mal wieder zu hoch gestapelt habe und die Kartoffeln entsprechen hart waren, waren leider beide Varianten nicht der große Bringen.

Hat vielleicht jemand eine Idee, wie ich so eine Knolle doch noch in etwas Leckeres verwandeln kann.

Eve – Still alive

Im neuen Jahr musste ich meine Aktivitäten für Random Industries durch zahlreiche Praktika etwas einschränken. Inzwischen habe ich die 3 Millionen Skillpunkte durchbrochen und bewege mich recht sicher im Battlecruiser. Mit ein bissle Planung und Jenna an meiner Seite sind die Level 3 Missionen gar nicht mehr so das Problem. Wenn ich mal wieder abends mit einem Protokoll beschäftigt bin, parke ich meine Mining-Exequror einfach im nächsten Scordite-Feld und mache ohne großen Aufwand ca. 1,5 Millionen in der Stunde. Das bringt zwar keinen Spielspaß, mich aber der Dominix ein gutes Stück näher. Aus diesem Grund stehen auch die erweiterten Drohnenskills ganz oben auf meiner Liste.

Pünktlich zum Ende meiner 2. Klausurphase wird dann die neue Eve-Erweiterung im Laden stehen, die ich mich aber noch nicht vorzubestellen getraut habe, da Amazon noch keine Inhaltsangabe der Box veröffentlich hat. Eine überteuerte Gamecard im Bundle mit einem nutzlosen Datenträger für 40€ brauche ich nicht unbedingt. Für eine große Sternenkarte als Poster würde ich allerdings schon ein paar Euro springen lassen.

Es wird also noch ein Februar in semi-AFK folgen.

Ob sich die Piraten-Corps schon neue Sprüche für ihne Stations-Container ausdenken, um die Neueinsteiger wie am Fließband zerlegen zu können? -> „Velator PVP fitting inside!!!

Heiz- und Wasserkosten

In ein paar Minuten werden bei uns die Wasseruhren und Heizungkostenmesser abgelesen. Seit unserem Einzug wäre dies das erste Mal, dass die Hausverwaltung wieder die Räumlichkeiten betritt. Diesen Herbst haben wir sehr spät mit dem Heizen begonnen und sind entsprechend gespannt, wie das Feedback aussehen wird. Unser Stromanbieter hat uns vor einem Monat bereits die Abschlagszahlung erhöht, weil wir diese bis auf 1-2 Euro exakt verbraucht haben – da wäre es doch schön, wenn sich hier ein postiver Cashflow einstellen würde. 😉 Allerdings haben wir darüber ja noch keine Abrechnung bekommen und erwarten lieber zunächst das Schlimmste.

Mit den kryptischen Anzeigen an den Heizkörpern kann ich nichts anfangen – vermute aber, dass wir im Wohnzimmer 5x mehr heizt haben, als im Schlafzimmer. Den Badezimmerthermostat haben wir nicht angefassen müssen und das Messgerät zeigt trotz Erwärmung durch das Duschwasser (Wasser -> Luft -> Heizung) nur 0 an. Würd mich interessieren, wie das umgesetzt wird.

Zwei Personen auf 52m² haben übrigens diese Mengen an Wasser über ein halbes Jahr verbraucht:

4 m³ Warmwasser
10,2 m³ Kaltwasser

Davon etwa 60% im Badezimmer und den Rest in der Küche (die Uhr im Keller für die Waschmaschine noch nicht eingerechnet). Das würde grob gerundet einem Tagesverbrauch von 85 Litern (bzw. 42,5 Liter pro Kopf) entsprechen. Bei Spon hab ich eine ältere Vergleichstabelle gefunden, die von durchschnittlich 250l in einem 2-Personen-Haushalt ausgeht. Danach wären wir ja ganz gut dabei. 🙂

Den Aufschlag für das zentrale Warmwasser, Abwassergebühr und die Fixkosten hab ich allerdings nicht im Blick, so dass es doch auf eine kleine Überraschung hinausläuft. Bei der Heizung das gleiche Spiele: Dort hängen wir mit 30% auf die Wohnfläche auch vom Kälteempfinden unserer Nachbarn ab.

Semesterabschluss

Irgendwie bin ich heute morgen nicht in der Lage, ordentlichen Fließtext zu schreiben. Dabei handelt es sich doch nur um eine knappe Seite Erklärungen, warum unsere Ausgleichgerade so abenteuerlich im Graphen der Stromverstärkung hängt und die Schaltung trotzdem den Arbeitspunkt stabilisieren kann. Wäre da nur nicht der Sichtvermerk und das stimmige Endergebnis – dann könnte ich wenigstens nach Ausreden für unsere verschmorten Transistoren suchen und müsste mir keine Theorien über gleichmäßige Fehlerverteilung überlegen. 🙂

Aber ich will mich mal nicht beschweren – es steht nur noch diese eine Seite zwischen mir und der Zulasung zur Elektronik-Klausur. Auch sonst treffen bald die letzten Protokolle ein: Diesen Mittwoch und nächste Woche noch je ein unproblematisches Praktikum (UML und stochastische Signale) und das Semester läuft still und leise aus.

Die Prüfungen sind zwar mit je 4 pro Klausurphase/-woche dicht gepackt, aber zumindest so fair aufgeteilt, dass die richtig anspruchsvollen Fächer erst Anfang März im Kalender stehen. Ich glaube nicht, dass ich im Sommersemster dann auch mit allen Wahlfächern in die zweite Runde gehe – immerhin gilt es in einer kleinen Gruppe ein Softwareprojekt (als eine Art Über-Praktikum) zu entwickeln, in das man wahrscheinlich extrem viel Zeit investieren kann. Ich würde mir zumindest wünschen, dass das Ergebnis anschließend auch einem echten Zweck dient und das Thema nicht nur nach dem Kriterium vergeben wird, jede Facette der objekt-orientierten Programmierung zu beinhalten.

Seagate Firmware

Heute schon die Festplatten gecheckt? Ich schon.

Die Meldungen der letzten Woche über spontane Ausfälle einiger Seagate-Baureihen habe ich zwar überflogen, aber erst heute ist mir wirklich klar geworden, dass auch ich davon betroffen sein könnte. Als ich die Platten in der Backplane angeschaltete gleich ein Schock: Meine Große fehlte gleich komplett im Gerätemanager – aber nur ein Fehlalarm, weil sich Vista an den vier neuen SATA Platten innerhalb weniger Sekunden verschluckt hatte. Puuh.

Meine drei HDDs konnte ich dann zum Glück nicht in der offiziellen Liste finden – allerdings liege ich zum Teil nur eine einzige Ziffer (wahrscheinlich Revision) neben den Problemserien. Hoffe wir mal, dass Seagate jetzt nicht nach und nach weitere Seriennummern hinzufügt, denn Festplatten gehören schließlich nicht zu den Geräten, bei denen ich alle paar Monate nach neuen Treibern und Firmware gucke bzw. gucken möchte.

Das sind diese Momente, an denen man an die eigenen veralteten Backups erinnert wird. Dank Key hab ich dieses Jahr doch einen schönen großen Wandkalender, in dem ich mir die regelmäßigen Backups eigentlich dick rot neben den Klausuren anstreichen könnte.

Nur welches Intervall und an welchem Tag der Woche? 2x im Monat (1x intern, 1x extern)?

Basic Thinking

Gestern Abend ist die eBay-Auktion abgelaufen, in der das Blog von Robert Basic Basic Thinking den Besitzer gewechselt hat. Der Käufer ist natürlich eine IT-Firma, die im ersten Posting verkündet, am bewährten Konzept festzuhalten.

In  der kurzen Vorlaufzeit hat mich sehr gewundert, dass sich die Flamepostings in den Kommentaren und auch in den Blog-Reaktion sehr in Grenzen gehalten haben. Normalerweise sind beim Verkauf von so einem personen-bezogenen Projekt die „Materialist!“-Schreie nicht fern. Vielleicht liegt es daran, dass sich gefühlte 50% des Blog-Inhalts eh mit der Beziehung Web2.0 <-> Geld beschäftigt haben, weshalb ich Anfangs auch meine größten Schwierigkeiten damit hatte. Aber irgendwie gehört Basic Thinking ja zum Inventar jedes Feedreaders – sonst könnte man ja den neuesten Hype verpassen, den man doch aktiv anstatt passiv ignorieren möchte. 😉

Der Kaufpreis entspricht nach Roberts Angaben etwa anderthalb Jahren Werbeeinkünften. Mit dem richtigen Folgekonzept könnte sich der Kauf also durchaus für die Nachfolger lohnen – abgesehen von der Verlinkungen in der Presse, die sich aus dem Verkauf ergeben.

Ein weiterer Aspekt: Robert hört ja nicht mit der Bloggerei auf, sondern wird große Teile seiner Leserschaft auf sein neues Blog mitnehmen können, welches er bestimmt im alten Stil wieder mit Inhalten füllen wird. Ob das Blog seinen Wunschpreis erzieht hat, sein mal dahin gestellt – auf jeden Fall ein geschickter Zug, die alten Inhalte jetzt zu verkaufen, denen in ein paar Monaten kein Hahn mehr nachkräht. Wen interessiert ein subjektives Statement zu veralteter Hardware oder die Zugriffsstatistik einer geplatzten Web-Blase? Eben.

Wirklich relevant dürften nur der Inhalt der letzten 2-3 Monate sein und die lassen sich ja in den nächsten 2-3 Monaten an anderer Stelle wieder erschaffen. Wenn man schon nach ein paar Jahren den Ruf als Urgestein im Netz weg hat, kann die Abstoßung der Altlasten schon gut tuen.

Nachtrag: buzzriders.de dürfte zur Zeit wohl das einzige Blindtext-Blog der Welt sein, das über 50 Kommentare verzeichnen kann. ^^

Methan auf dem Mars

Ich sitze gerade vor dem Stream der NASA-Pressekonferenz, die sich mit dem Methan-Fund auf dem Mars beschäftigt.

Die verstehen es, die Öffentlichkeit heiß auf das Thema zu machen. Fünf Leute sitzen hinter einem SpaceAge-Tisch und vor einer Faltwand-Kulisse – das hat den Charme von einer Microsoft-Produktvorstellung aus den 80ern.

Aber Mikroorganismen in der Marskruste wäre schon ein tolles Ding – vielleicht komplett anders aufgebaut, als unsere eigenen Vorfahren/Mit-Erdbewohner.

Beim Schlagwort „Sub-Surface-Life“ muss ich automatisch an die Theorie der hohlen Erde denken – mit Pflanzen und Viehzeug, das auf der Innenseite der Kugel lebt. 😛

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