Archiv für den Monat: März 2008

The duplex way & Murphy

Am Anfang des Semesters ist immer das große „Scripte-Drucken“ auf der Tagesordnung. Ohne Drucker mit Duplex-Funktion kann man selbige natürlich auch durch Einsatz von „Hand und Hirn“ emulieren.

  1. Drucke alle ungeraden Seitennummern.
  2. Sortiere das Ergebnis um, so dass das Blatt mit Seite 1 auf der Rückseite (also mit der unbedruckten Seite nach oben) liegt. (natürlich gefolgt vom Blatt mit Seite 2 😉 )
  3. Begradige den Stapel so gut wie möglich
  4. Ordne deine Gedanken (nach 8h FH-Aufenthalt helfen 5 Minuten Meditation)
  5. Frage dich: Wie muss das Papier nun für ein sinnvolles Druckergebnis im Papier-Einzugsschacht liegen? Nutze deine räumliche Vorstellungskraft!
  6. Drucke alle geraden Seitennummern (Verändere keine anderen Einstellungen!)
  7. Sortiere das Ergebnis um, so dass Seite 1 nach oben liegt
  8. Begradige den Stapel so gut wie möglich
  9. Loche das Script in kleinen Stapeln gleichmäßig auf der richtigen Seite!
  10. Hefte diese Stapel in sinnvoller Reihen an seinen Bestimmungsort

Ganz nach Murphy, wird der erste Papierstau auf Seite 6 der Druck-Rückrunde erfolgen und dir bei Sichtung des Problems der ganze Salat quer durch den Raum fliegen. Zu diesem Zeitpunkt bitte Schritt 2 und 3 wiederholen, komplette Blätter entfernen, den Druckerspeicher entleeren, sehr gut nachdenken und die richtigen Einstellungen im Druckmenü machen. Tipp: Die Meditation aus Schritt 4 hilft, aufkeimende Suizid-Gedanken zu vertreiben.

Anfänger unterschätzen auch gerne Schritt 10. Die Folge ist unweigerlich die soziale Vereinsamung, wenn man mit den Worten „Ich muss mal kurz meinen Ordner drehen – hab falsch gelocht.“ den Kaffee seiner Kommilitonen großzügig über 3 Bankreihen verteilt.

Mit zwei erwischten Fettnäpfchen bin ich heute noch glimpflich davon gekommen – also seid gewarnt! Seid gewarnt …

Back on the net

Ich kann wieder ins Netz. Der Fehler lag wohl doch an meinem Ende der Leitung, denn sowohl über mein betagtes DSL-Modem, als auch über meinen neuen Router bekomme ich eine stabile Verbindung aufgebaut. Die behelfsmäßige Konstruktion für einen stabilen Zugang an einem Ort mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt waren zwischenzeitlich recht abenteuerlich.

Vom Splitter ins DSL-Modem, dann über mein längstes Netzwerkkabel in einen 16er Switch, dessen quietschender 4×4 cm Lüfter den Keller beschallte – weiter über mein zweit-längstes Kabel die Kellertreppe hinauf und durch den Hausflur 2 m in die Küche, wo meine Schwester – auf dem Küchenboden sitzend – über PPoE ihre wichtigen Uni-Paper aus dem Netz zog. Zwischenzeitlich gesellte ich mich dazu, um die wichtigsten Email-Konten abzurufen. 🙂

Diese Situation wurde erst am Ostersamstag durch den Kauf einer neuen AVM Fritz Box behoben. Kein schöner Tag, um entspannt durch den örtlichen Elektronikdiscounter zu schlendern. Das Parkhaus war komplett belegt und jeder Remscheider schien sich noch schnell mit der wichtigsten Unterhaltungselektronik eindecken zu wollen.

Meinen alten Speedport W501V kann ich jetzt als Accesspoint mit eingeschränkt konfigurierbarem DHCP-Server auf eBay einstellen, denn bis auf die Interneteinwahl funktioniert das Gerät einwandfrei. Leider wird auch kein Clientmodus ins WLAN unterstützt, sonst hätte dieser merkwürdige Defekt doch noch seine guten Seiten gehabt – den Zugang über Kupfer hätte ich für meine Basteleien gut gebrauchen können.

Aber immerhin kommen die Datenpaket wieder an meinem Rechner an – da will ich mich nicht weiter beschweren. 😉

Living without you

Seit zwei Tagen lebe ich nun ohne Internet, weil mein DSL Anschluss gestört ist. Ständige Verbindungsabbrüche und Neueinwahlen bei bestehender Synchronisierung. 🙁

Die Störstelle der Telekom hat heute einen „großen Leitungs-check“ in Auftrag gegeben. Eine Stunde später kamen 2 SMS auf meinen (!) Festnetzanschluss:

„Es konnte keine Störung ihres Anschlusses festgestellt werden“

30 Sekunden später

2. „Ihre Störung wurde behoben“

Den Kommentar, dass natürlich gar nix behoben wurde, könnte ich mir an dieser Stelle auch sparen …

Morgen wander ich mal mit meinem alten DSL Modem in den Keller, um ein Problem auf meiner Seite der Leitung auszuschließen und versuche anschließend einen Techniker zu überreden, doch mal bei mir vorbei zu schauen.

Da keimt auch gleich wieder diese Angst im mir auf:

Der Techniker misst im Keller die Leitung durch und 2 Tage später bekomme ich dann folgenden Brief:

Aufgrund veränderter Netztopologie [blablabla] können wir ihnen T-DSL leider nicht mehr in der gewohnten Qualität zur Verfügung stellen. Wir sehen uns deshalb gezwungen diesen Service mit sofortiger Wirkung einzustellen. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und schreiben ihnen 60 Gesprächsminuten (***) auf ihrer nächsten Telekomrechnung gut.

Hochachtungsvoll, ihre T-COM

AAAAAARGH. Ja, von so etwas wache ich in der Nacht schweißgebadet auf. 😉

Did I save the Easter Bunny?

Eine Begegnung der dritten Art hatten wir gestern abend auf der Fahrt nach Hause. Im Hünger sprang uns eine kleine pelzige Kugel vor das Auto und machte nach der ersten Bremsung keinerlei Anstalten sich wieder aus dem Lichtkegel zu entfernen. Ganz im Gegenteil: Das Tierchen sprang ziemlich schwach kreuz und quer über die Fahrbahn.

Warnblinker an. Ich stieg aus und musste ein wenig Hakenschlagen bis ich das strampelnde Paket endlich eingefangen hatte. Andrea rutschte auf den Fahrersitz und parkte das Auto ein paar Meter weiter am Straßenrand, während ich in ihre Richtung ging – mit einem ziemlich schnellen Herzklopfen zwischen meinen Händen.

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Zeroshell auf CF in Alu

Gestern Nachmittag habe ich wieder mit meiner Boser HS-6252 CPU-Karte herum gespielt. Die soll nämlich – ohne Backplane – aber mit Netzteil in ein großes Aluminium-Gehäuse wandern, damit ich es einfach in den Keller neben den Router werfen kann, ohne es je wieder anfassen zu müssen. Soweit zumindest der Plan.

Das Gehäuse habe (bzw. drei davon) liegen schon länger im Schrank, ein OpenFrame Schaltnetzteil liefert saubere 5V und der „2x CompactFlash auf IDE“- Adapter kam gestern an. Wahrscheinlich vollkommen unnötig zu erklären, dass alle Teile (ich meine sogar die CF-Karten) eBay-Schnäppchen waren. 😉

Als ich auf die Schnelle testen wollte, wie stabil das Board ohne Lüfter an der frischen Luft arbeitet, bin ich über die Linux-Distribution Zeroshell gestolpert, die nicht nur in etwa den gewünschten Funktionsumfang hat, sondern auch gleich ein 512MB CF-Image anbietet.

Um das RAW-Image unter Windows über meinen externen USB-Cardreader auf die Karte zu ziehen, musste ich schon ein wenig suchen, bis mir das passende Programm entgegen sprang. rawwritewin war mein erster Gedanke, ist aber leider (zumindest im GUI) auf Diskettenlaufwerke beschränkt und so leider unbrauchbar.

physdiskwrite dagegen, ist als Teil des m0n0wall Projektes genau für diesen Einsatzfall gedacht. Vorsicht: Auf der Kommandozeile reichen ein/zwei unüberlegte Tastenanschläge aus, um versehentlich eine andere Partition in den Tod zu reißen. 😉

Fünf Minuten später konnte ich dann schon über Netzwerk auf die die Konfiguration zugreifen und dabei prüfend den Finger auf dem CPU Kühler legen. Bei humaner Umgebungstemperatur wird es unter Volllast schon äußerst brenzlig, auch wenn die Logs noch keinen Absturz verzeichnet haben.

Darum werde ich einen weiteren meiner Winterm Thinclients auseinander nehmen, um dem eingebauten Heatpipekühler einer neuen Bestimmung zuzuführen. So kann ich hoffentlich die zulässige Betriebstemperatur dauerhaft einhalten.

Burger nach Vollsperrung

Heute Nacht wollten wir eigentlich im Leverkusener Cineplex sitzen, um „No country für old men“ anzuschauen. Das nächste Mal sollte ich aber auf die Menschen hören, die mir so nebenbei von einer Vollsperrung der A1 erzählen – auch dann, wenn die Fahrbahn von der Bollinghausener Brücke aus noch so frei aussieht.

Mehr als 1:30h haben wir von Wermelskirchen bis zur Ausfahrt Burscheid gebraucht – das sind knapp 7 km. Um kurz nach Mitternacht waren wir wieder auf dem Rückweg und über einen Remscheider BurgerKing mit gutmütigen Öffnungszeiten höchst erfreut. Morgen früh wird mir der Bauch schmerzen, aber das MaxiMenü hatte ich mir nach der Fahrt einfach verdient. 😉

Gute Nacht.

Star Trek XI 11

Es ist ja wahrscheinlich jedem Fan des Universums bekannt, dass ein neuer Star Trek Film in der Mache ist. Erst vor 2 Monaten wurde der Starttermin von Weihnachten 2008 auf den 8. Mai 2009 verschoben. Ein erster Trailer ohne viel Informationen ist auch im Netz verfügbar, macht aber bereits einen guten Eindruck:

Die Cast-Liste ist inzwischen weitgehend bekannt und voller Gesichtern, die ich bisher eher mit … wie kann ich das am besten ausdrücken … dem „0815“ Hollywood verbinde. Star Trek hat sich da im Laufe der Jahre irgendwie einen eigenen Platz gesichert. Als Schauspieler muss man wohl entweder sein Leben lang auf eine solchen Rolle gewartet haben oder der Gedanke daran führt zu nervösen Zuckungen.

Immerhin ist mit dem Engagement eine große Verantwortung verbunden. Wenn man keine gute Arbeit abliefert, hat man es sich nicht nur mit einer riesigen Fangemeinde – mit zum Teil fanatischen Zügen – verscherzt, sondern wohlmöglich einem gewachsenen und komplexen Universum eine empfindliche Wunde zugefügt. Ich hoffe sehr, dass in den Schauspielern eine ehrliche Beurteilung der eigenen Fähigkeiten zum tragen kommt und niemand mit den Gedanken an die Arbeit geht: „Ich kann das evtl. (noch) nicht, aber diese Chance, kann ich unmöglich verstreichen lassen.“

Ich wünschte wirklich Jonathan Archer und seine Besatzung hätten ihre Chance auf großes Kino bekommen – dabei wäre mir deutlich wohler ums Herz.