Fehlersuche

Bis zum Beginn des Praktikums „Praktische Informatik“ durfte ich heute stundenlang im Rechner-Pool die Zeit totschlagen. Das vorzuzeigende Java-Programm wurde mit „Exception-Behandlung“ gepimpt – kleine Spielereien mit PHP in einer schnell installierten WAMP-Umgebung und ein ganz klein wenig heimliches Siedler 2 in einer virtuellen FreeDOS-Maschine brachten die Stunden auch irgendwie rum.

Bei der Besprechung waren die Erläuterungen zu Java-Code auch kein Problem. Bei der Übersetzung des Java-Codes in C(++) habe ich mich allerdings etwas schwer getan. Das schnell hingeschriebene Programm kompilierte, lieferte aber konsequent das Wertepaar (0,0) als Ergebnis zweier simpler Rechentherme. Ich probierte diverse Zahlenkombinationen der Eingabeparameter aus und konnte mir das Ganze einfach nicht erklären. Auch der zur Hilfe gerufene Mitarbeiter suchte den kurzen Quellcode nach Fehlern ab und schien ebenso ratlos. Sogar der Debugger wurde für den 6-Zeiler gestartet und der Ablauf in Einzelschritten abgegangen. Kein Fehler.

Erst als ich mein Programm dem meines Nachbarn angeglichen und auch exakt die selben Schritte wie er ausgeführt hatte, um ein Fehlverhalten meiner IDE oder des Compilers auszuschließen, wurde mir klar, dass ich in der vergangenen halben Stunde wohl sämtliche Kombinationen von Parametern als Test eingegeben hatte, die als absolut richtiges Ergebnis eben jene (0,0) ergaben.

Manches muss man wohl einfach auf die harte Tour lernen. *kopfschüttel*

Merke:
1. Wenn es keine Fehler gibt, sie diese besonders schwer zu finden.
2. Die richtige Auswahl geeigneter Testvektoren bedarf einer gewissen Sorgfalt.

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