Der Fall der Pylone

In OberBurg wird die Hauptstrasse neu geteert. Vom schönen Schloss, an meiner Haustür vorbei, bis zum Ortsausgangsschild kommt soeben die letzte Schicht auf den Asphalt. Aus diesem Grund wird der Verkehr – wie halt üblich – immer schön abwechselnd auf eine Spur umgelenkt. Die Mitte der Fahrbahn wird zudem auch noch durch weiß-orangene Pylone abgegrenzt.

Den ganzen Schloss-Berg hinauf, wurde ich schon zwischen einem extrem drängelndem BMW 3er und einem stöhnenden und ächzenden Wohnmobil aus der Zeit des letzten Wirtschaftswunders eingequetscht. Die Verschnaufpause vor der Baustelle kam mir also eigentlich gelegen. Immerhin schien sich mein Hintermann ordentlich über die weitere Verzögerung zu ärgern. 😉

Der Autostrom versiegte und der Fahnenschwinger der Baustelle gab dem Wohnwagen an erster Stelle ein Zeichen. Der fuhr an und versuchte sich in der verbliebenen schmalen Spur zurechtzufinden. Leider ohne viel Erfolg … 😉

Mit seinem rechten hinteren Blinker – wohl aus flexiblem Gummi – der aus der Seite des Wohnwagens ragte, begann der Fahrer einen Pylon nach dem anderen umzuwerfen. Beim ersten Stupser kam mir sogar noch der Gedanke das Ding hilfsbereit wieder aufzurichten, aber nachdem die ersten 50m Absperrung ohne Ausnahme lustig umher kullerten, genoss ich lieber den Domino-Day.

Bis zu meiner Einfahrt hatte es nur eine verschwindend geringe Zahl torkelnd in seiner angedachten Position überstanden und der Weg bis zum Ende der Strecke war noch nicht in Sicht.

Welcher Azubi wohl im Eiltempo die Serpentine hinauf oder hinunter hetzen musste, um das Chaos zu beseitigen?

Die Fahrer des Wohnwagens dürfte jedenfalls seine gemütliche Fahrt ohne Störung fortgesetzt haben. 🙂

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