Archiv für den Monat: März 2007

Fremdschämen

Die Tage wurde mir ein Wort für eines meiner großen Probleme geschenkt: Fremdschämen.

Jetzt kann ich mit einem Wort erklären, warum ich mich manchmal in nicht zu gewinnende Kämpfe um Fernbedienungen und „Ich-möchte-das-nicht-sehen“-Kissen stürze, wenn Casting-, Containershows, Realitysoaps und nachmittagliche Talkrunden über die Mattscheibe flimmern. Das derzeitige Programmangebot der Mainstreamsender geht wohl zur Gänze an den Fremdschämern dieser Welt vorbei.

Ich kann das einfach nicht anschauen!

Bin ich alleine?

Neue Fahrradlampen

Da mir über die Winterpause meine Lampen abhanden gekommen sind, habe ich mir heute schöne Neue vom Fachhändler zugelegt. Zwar scheinen Vorder- und Rückleuchte keine Zulassung nach StVZ0 zu haben, aber das juckt mich nur wenig, da nach Aussage des Verkäufers für Räder über einem bestimmten Gewicht eh keine batteriebetriebenen Lampen benutzt werden dürfen.

Da ich mein Rad aber nicht mit einem Dynamo verschandeln möchte, kann ich auch gleich zur sparsamen LED Technik greifen. Darum sind es Sigma TRILED und CUBERIDER II geworden.

Beim Rücklicht kann man ja wenig falsch machen – das Vorderlicht ist aber schon etwas schwächer, als ich es gewohnt bin. Das mag aber auch an den alten Batterien liegen, die ich irgendwo in einer Schachtel gefunden habe.

Aua, die Gartensaison hat begonnen

Wenn sich nach dem Beschneiden eines störrischen Busches vier Kubikmeter Dornengestrüpp aufeinandertürmen, ist das nur natürlich.

Wenn der Komposthaufen auf der anderen Seite des Hauses bzw. des Grundstückes liegt, ist das unschön.

Wenn der Reifen der Schubkarre den Winter nicht heil überstanden hat, ist das ärgerlich.

Wenn sich während des Transport auch noch alle paar Meter Äste in Zaun und Bepflanzung verhaken, ist das äußerst Kräfte zehrend.

Nun bin gezwungen für einige Tage bei schönstem Frühlingswetter langärmlige Kleidung zu tragen, um meine besorgten Mitmenschen davon abzuhalten, mich auf meine Gemütsverfassung anzusprechen. Denn meine geschundenen Unterarme lassen eigentlich nur einen Schluss zu: akute Suizidgefahr.

Schwarze Quadrate

Auf 3Sat waren gerade unterschiedliche Kommentare zu einem Bild eines russischen Künstlers zu hören, das nichts weiter zeigt, als ein schwarzes Quadrat. Ich bekomme echt Kopfschmerzen, wenn sich die Experten die großen Worte aus den Fingern saugen, ohne überhaupt irgendwas dabei auszusagen. Selbst wenn das Geblubber für sie selber eine Bedeutung hat, frag ich mich doch, warum das wiederum für den Zuschauer eine Bedeutung haben soll.

Diese ganze minimale Kunst hat doch als Ausstellungsobjekt gar keine andere Funktion , als den Blick des Betrachters auf eine simple Form zu lenken. Für den selben Effekt könnte man schweigend der Flamme einer brennenden Kerze mit den Augen folgen. Und das funktioniert sogar ohne den „Sachverstand“ und man läuft nicht Gefahr Beschreibungen abgeben zu müssen, die dem von Weinkennern in nichts nachstehen.

Vollmundig minzig – nussig im Abgang. Und ich dachte es wäre Wein.

Vorsicht bei Hotplug bei aktuellen Intel 965 Mainboards

Viele Mainboard-Hersteller drucken auf ihre Kartons zwei inkompatible Einträge in die Featureliste.

Hotplug Support“ + „6x SATA II

Als bisher glücklicher Besitzer einer 4x SATA Backplane musste ich leider feststellen, dass bei meinem Board (Gigabyte GA-965G-DS3) nur zwei SATA Ports die Funktion unterstützen, Festplatten im laufenden Betrieb an- und abzustöpseln, ohne das das Betriebssystem sie aus den Augen verliert. Diese waren nämlich über einen externen Chip angebunden. Nun muss ich mir doch einen entsprechenden (und bestimmt nicht preiswerten) Controller anschaffen, um die Backplane voll bestücken zu können.

Eine kleine Frage am Rande: Wie verhält sich eigentlich Windows Vista beim einbinden der Festplatten? Das sekundenlange Einfrieren von Windows XP (das sich durch meinen angesteckten USB DVB-T Stick per Bluescreen auch beliebig verlängern lässt) ist doch mit Sicherheit abgelöst worden. Auch Windows 2003 müsste doch schon anders reagieren.

Hat da jemand Erfahrung?

Geburtstagsgeschenke

Eine kleine Auswahl der Sachen, die ich vorgestern zum Geburtstag geschenkt bekommen habe:

Karten für „We will rock you„, ein Kinogutschein, die neue CD von Norah Jones und ein Miniatur Zen Garten.

Für das Queen Musical muss ich mich noch einige einige Zeit gedulden und auch der Gutschein wird erst gegen einen richtigen Topfilm eingetauscht – und da fehlt mir zur Zeit komplett die Ãœbersicht. Aber zu Norahs Stimme immer wieder aufs Neue Sand zu harken, aufzuschütten und glatt zuziehen, kann ich auch jetzt schon und ist in dieser Kombination äußerst entspannend. Allerdings hat sich – durch unzählige Sandkörnchen auf meinem Schreibtisch – der Reibungswiderstand doch merklich verringert. 😉

Energieverschwendung am PC

Ich habe gerade das Stromkostenmessgerät meines Vaters gemopst und meine Computer-Hardware durchgetestet. Die Medien sind zur Zeit ja voller „Energiesparen“ und Weltuntergangs-Szenarien. Da kann es nicht schaden mal vor seiner eigenen Haustür bzw. unter dem eigenen Schreibtisch zu kehren. Hier also meine Ergebnisse:

Computer

Beide: Core 2 Duo E6300, 2GB DDR2-800, Geforce 6600 256MB
Rechner 1: 320GB SATA HDD, Netzteil Arctic Cooling, Windows Vista
Rechner 2: 160GB SATA HDD, Wireless-LAN PCI, USB DVB-T Stick, Windows XP, Netzteil Cooler Master iGreen 500W

Rechner 1 Rechner 2 Athlon 1GHz
Im ausgeschalteten Zustand 22W 27W 13W
Bootvorgang 106W – 110W 78W – 95W 113W – 129W
Leerlauf (Windows) 99W – 114W 71W – 76W 112W (GRUB)
Belastet (Farcry Menü) 113W – 122W 87W – 94W
Belastet (Farcry kompexe Szene) 125W – 142W 106W – 116W
Belastet (MemTest86+) 115W

Unglaubliche 25W Verlust im „Standby“, ohne eine wirkliche Funktion zu erfüllen. Wahrscheinlich nur, um die Aufwachfähigkeiten wie zum Beispiel WOL (WakeOnLan) etc. sicherzustellen. Der ATX Standard hat wohl nicht nur postive Effekte.

Der gravierende Unterschied im Betrieb der neuen Rechner liegt auch nicht an den unterschiedlichen Festplattengrößen – beide haben nach Datenblatt 9,5W maximale Leistungsaufnahme. Auch das Betriebsystem scheint mir für den großen Abstand nicht in Frage zu kommen. Trotz mehr Hardware hat sich bei Rechner 2 der Kauf des besseren Netzteils wohl sehr gelohnt. Schade das bei abgeschaltetem PC Abstriche gemacht werden müssen.
Der Vergleich zum alten Rechner fällt für diesen nicht sehr positiv aus. Ohne Stromsparfunktion der Hardware ergibt sich im Betrieb ein gleichbleibend hoher Wert – und das ohne 3D-Grafikkarte und Festplatten! Der geringe Standby-Verlust hat mich aber beim verbauten Billig-Netzteil sehr überrascht.

Flachbildschirme

Beide Modelle aus dem untersten Preissegment.

Modino F17 (17“) Yakumo 19 XPT (19“)
Standby 11W <4W
Betrieb 41W 31W

Größerer Bildschirm und trotzdem sparsamer. Das wird wohl die technologische Weiterentwicklung in den letzten 3-4 Jahren erreicht haben. Der immer noch merkbare (hohe) Standby-Verbrauch war wohl leider zu erwarten.

Fazit

Steckerleiste mit echtem AN-AUS Schalter sehr empfehlenswert!

Halflife 2: Episode 1

Dank neuem Rechner und neuer Grafikkarte musste einfach ein relativ aktuelles Spiel her, um die Hardware etwas zu belasten. Das erste Addon für Halflife 2 „Episode 1“ hatte ich schon öfters in den Händen, also fiel meine Wahl auf die 20€ teure DVD-Box.

Die Handlung aus Halflife 2 wird ohne Zeitsprung vorgesetzt, ohne die mysteriösen Hintergründe (z.B. der G-Man) weiter aufzuklären. Als Gordon Freeman hat man die Aufgabe aus dem gefährdeten Bereich rund um die (kurz vor der Explosion stehende) Zitadelle zu entkommen. Alyx mit ihrem mechanischen Haustier ist als Unterstützung zu jeden Zeit an deiner Seite. Teils als Beschützerin – Teils als Schutz-Bedürftige.

Die Gravitygun (in beiden Versionen) ist in vielen Situationen das Mittel der Wahl um die bereits bekannten Gegner umzuwerfen und einfache Rätsel zu lösen. Der Schwierigkeitsgrad ist gleichgeblieben – leider ebenso auch Gegner und Waffen. Erst die kommende „Episode 2“ scheint da – den Trailern nach – mehr Neues zu bringen. Auch die Spiellänge hat mich etwas enttäuscht – weniger als ein 5 Stunden habe ich in gemütlichem Gang gebraucht. Zwanzig Euro sind für diesen Umfang schon eine ganze Stange Geld.

Tja, Valve hat die Spieler einfach in der Hand. Mit dem Ende der Story in der gegenwärtigen Situation wird sich wohl niemand zufrieden geben. Hoffentlich bringt die nächste Episode mehr Spiel fürs Geld.