Google spricht nach Drausen

Google Talk ist ein Instant Messanger Dienst der auf dem freien Jabber Protokoll basiert. Im August letzten Jahres wurde er für die breite Öffentlichkeit geöffnet, bzw. für alle die sich im Vorfeld bei Google Mail eine Emailadresse gesichert hatten.

Bei allen Vorbehalten gegenüber Google, die ihre Fühler ja in alle Bereiche des Internets strecken, hat es mich natürlich doch gefreut, dass ein freies Protokoll gewählt wurde und man sich so auch mit fremden Clients auf dem Server anmelden kann. Hier sei angemerkt, dass nicht nur Text, sondern auch Sprache (aller Skype) übertragen werden kann.

Das Problem war aber, dass die Kommunikation mit fremden Servern deaktivert war, obwohl das Jabber-Protokoll das vorsieht und so nur Googler untereinander schreiben und sprechen konnten.

Das hat sich aber laut einer Meldung auf Heise.de geändert und ist ab sofort auch möglich. Dazu kommt noch, das die Nutzungsbedingungen zwar nicht ideal, aber immer noch um Klassen besser als die von ICQ (AOL) sind. AOL hat das Recht an sämtlichen Nachrichten, die über ihr Netzwerk verschickt werden und zwar zu jeder beliebigen Verwendung. Da ist Google etwas diskreter und speichert nur die letzten Nachrichten lokal auf der eigenen Platte.

Dies ist jetzt kein Aufruf diese spezielle Software und Server zu verwenden, aber eine große Hürde wurde auf dem Weg überwunden, den großen Anbietern wie AOL, Yahoo und Microsoft ihre Vormachtstellung zu entreißen. Schließlich kann bei Jabber im Prinzip jeder beliebige Nutzer einen Server ins Netz stellen und mit Nutzern anderer Server in Kontakt kommen.

Vielleicht entwickelt sich das Netz, fern ab von Werbung und Monopolen, doch noch in eine gute Richtung. 🙂

Christian

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