Ein Abend in Köln

26. Juni 2010 00:48 in Modern Life

Diesen Abend haben wir mit Steffi und Michi in Köln verbracht. Die beiden hatten Andrea und mich ins Vapiano eingeladen. Ein interessantes Konzept, die italienischen Speisen an einem Tresen “auf Karte” zu bestellen. Das hört sich zwar nach Fastfood an, aber hausgemachte frische Nudeln, Live-Cooking und die betont gehobene Einrichtung passen da gar nicht ins Bild. Meine Dinkel-Fusilli mit grünem Pesto und reichlich Knoblauch haben wirklich gut geschmeckt.

Pünktlich zur Dämmerung saßen wir zwischen Heu- und Neumarkt auf dem Dach des Aral-Parkhauses (BP-Konzern …. pfuiii ;) ) in der urbanen Strandbar “Sky Beach” und genossen bei lauem Lüftchen ein Bierchen und die Aussicht auf den Dom. Zuvor hatten wir die oberste Etage der nebenliegenden Hochgarage erkundet, weil wir nicht ganz genau wussten wo die Bar zu finden war. Der versteckte Aufzug macht die Fahrt auf das Dach fast konspirativ, bis man dann mit den Füßen im Quarzsand steht. Zum vorletzten Deutschlandspiel wollten wir uns dort auch schon treffen, aber das Wetter hat leider nicht mitgespielt.

Sky Beach Köln Dom Sky Beach Köln Sky Beach Köln Bar

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Umweltplakette

28. November 2007 02:43 in Modern Life

Ich habe heute Abend zwischen Tür und Angel das erste Mal von der Umweltplakette gehört. Ab 1.1.2008 erstreckt sich z.B. in Köln eine Umweltzone über die gesamte Innenstadt und auch Teile von Deutz und Mühlheim.

Ausgesperrt werden generell Fahrzeuge, die keinen angemessenen Wert für ihren Feinstaub-Ausstoß haben. Für Polizei überprüfbar wird dies durch die oben genannte Plakette, die das eigene Fahrzeug in eine bestimmte Klasse einteilt. Köln ist damit natürlich nicht alleine im Bundesgebiet – auf www.umwelt-plakette.de gibt es diverses Karten- und Informationsmaterial.

Ich als Bahnfahrer bin davon auch ein wenig betroffen, denn meine Fachhochschule grenzt direkt an die innerste Zone an. Wenn ich mich zu Klausuren und Praktika nicht auf die Bahn verlassen kann bzw. möchte, kurve ich evtl. auf Parkplatzsuche mit meinem 1Liter Corsa in die ungewollte Illegalität. Eine durch Unfall gesperrte A3 würde mich in noch größere Schwierigkeiten in der Wegfindung bringen.

Kurzum: Ich werde mir die Plakette wohl zulegen müssen.

Nach ersten gefundenen Informationen, kostet der Spaß entweder 8,90 € oder sauber bedruckt 18,90 €. Mein Corsa C bekommt dann beispielsweise die gute grüne 4 hinter die Scheibe gepappt. Der ADAC hat eine schöne Liste im Netz, die für jeden Fahrzeugtyp Auskunft gibt.

Laut Presse bin ich in meiner bisherigen Plaketten- und Ahnungslosigkeit nicht alleine. Es wird mit der rechtzeitigen Vergabe wohl zeitlich knapp werden. Die Bürokratie, die hinter diesem Vorhaben steckt, ist bestimmt nicht ohne – drum weiß ich auch noch nicht ganz, was davon zu halten ist.

Demo am 24.11.2007 Review

25. November 2007 12:01 in Weltgeschehen

Am Universitätsplatz fanden sich nach und nach ca. 400 Personen ein. (siehe Eintrag: “Demo am 24.11.2007“) Eine Gruppe die unterschiedlicher nicht sein konnte: Viele Erst-Demonstranten, Angestellte, Rentner, erfahrene Bürgerrechtler, Mitglieder der Piratenpartei und eines Motorrad-Clubs, Schüler, ein paar erfahrene Demobummler, …

Das Wetter war beständig, aber so furchbar eisig, dass die Kälte beim Warten schnell durch T-Shirt, Pulli und wieder T-Shirt kroch. Als der Zug sich schließlich in Bewegung setzte, ging es aber einigermaßen.

Die anfänglich in großer Zahl angerückten Polizeikräfte ließen sich – wohl nach Sichtkontrolle der Teilnehmer – nur noch als kleine Grüppchen stiller Beobachter und Verkehrsordner blicken. Die Route war sehr gut gewählt – nach den ersten Metern im relativ verlassenen Universitätsgebiet, waren immer mehr Menschen auf den Strassen zu sehen, die sich auch gerne ein Flugblatt in die Hände drücken ließen. Der Einzug auf den Bahnhofsvorplatz erregte erwartungsgemäß große Aufmerksamkeit und Interesse.

Dort folgte eine kleine Kundgebung, auf der durch ein Megaphon die Kritik an den fragwürdigen Gesetzen bzw. Entwürfen detailliert für alle Zuschauer auf den Punkt gebracht wurde. Alle Kölner und Besucher, die der Demo gestern begegnet sind, haben also auf jeden Fall ein Minimum an Information bekommen, um aufmerksam zu werden und sich ggf. weiter informieren zu können.

Kritik:

Der Mann am Megaphon hatte nicht das beste Händchen für Rhetorik und das rechte Wort zur rechten Zeit. So waren mir die Rufe zu den zunächst anrückende Polizei ein bisschen sehr platt und unangebracht. In einer so heterogenen Gruppe ist man ja etwas toleranter, aber der Sinn und Zweck an das Gewissen der Polizisten zu appellieren (“Befehlsverweigerung”, …) war mir nicht ganz ersichtlich. Vielleicht hatte sich da die Vorstellung vom “Polizeistaat” schon zu festgesetzt. Die Sprecher bei der Kundgebung machten das aber wieder wett. :)

Die Rufgesänge waren zum Teil auch etwas “seicht” – erfüllten aber ihren Zweck, die Aufmerksamkeit der umliegenden Bewohner zu bekommen. Wahrscheinlich muss das einfach so sein.

Einige Eindrücke der Demo:

Weitere Fotos, Berichte und Meinungen im Netz:

michael-stuff.de (Fotos), freiheitblog.wordpress.com (Rede) & (Impressionen), tomswochenschau.wordpress.com (Bericht), heise.de (Meldung mit Fotos), blogger-for-freedom.org(Bericht), dauerfeuerverarsche.de (Bericht), flickr.com (Fotos), ra-blog.de (Bericht),

Streikvorteil

14. November 2007 18:11 in Unterwegs

Auch wenn es so langsam langweilig wird – morgen wird mal wieder gestreikt. ;)

Meine beiden möglichen Linien kommen im überaus sinnigen Abstand von ein paar Minuten im Stundentakt. Der Ersatzfahrplan der Linie RB 48 enthüllt aber auch ein paar Informationen, die AFAIK so nicht in den normalen Fahrplänen stehen. Nämlich Kilometerangaben zu jedem einzelnen Bahnhof!

Nun weiß ich, dass auf meiner Fahrt von Solingen nach Köln Messe rund 27 km Schiene unter mir hinwegsaust. Wenn ich das nächste Mal Langweile habe, rechne ich die Durchschnittsgeschwindigkeit auf den Teilstrecken aus – ganz ohne GPS.

Der zweite Vorteil ist das Dateiformat- ein Excel-Sheet, das ich ganz einfach zu meinem neuen persönlichen Fahrplan ausbauen kann, weil die ausfallenden Bahnen einfach nur durchgestrichen wurden.

Sehr praktisch. Aktualisiert schnell eure Datenbestände!

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Lange Nacht der Kölner Museen 2007

3. November 2007 15:27 in Modern Life

Heute Abend gegen 19:00 machen wir uns mit der Bahn in Richtung Köln auf, um bis 3:00 einige der Museen anzuschauen, die uns entweder bisher entgangen sind oder die wir unbedingt noch einmal besuchen wollen. 13,50€ kostet das Ticket, das auch als Fahrausweis im Kölner Stadtgebiet gültig ist.

Auf unserer vorläufigen Liste stehen:

  • Schokoladenmuseum ;)
  • Deutsches Sport & Olympia Museum
  • Duftmuseum im Farina-Haus
  • Museum für Angewandte Kunst
  • GeoMuseum der Universität
  • Domschatzkammer

Viel Stoff für die wenigen Stunden, zumal die ausgeguckten Museen etwas auf die 4 Routen verteilt sind. Der ideale Zeitpunkt das Kölner Straßenbahn-Netz auswendig zu lernen. :)

Solltest du noch den ultimativen Tipp haben, den wir auf gar keinen Fall verpassen dürfen: Nur heraus damit!

www.museumsnacht-koeln.de

Nachtrag 4.11:

Es war eine lange Nacht, dabei konnten wir die Zeit bis 3:00 gar nicht voll auskosten. Der letzte Zug nach Solingen wollte uns schon um kurz vor zwei in Richtung Heimat fahren – 5:52 war uns etwas zu krass. ;) Trotzdem haben wir unser Programm bis auf ein/zwei Ausnahme absolviert:

Im Farina Duft-Museum wurde uns mitgeteilt, dass alle Führungen am Abend ausgebucht sind und wir höchstens den Verkaufsraum mit unzähligen gleich-verpackten Fläschchen anschauen könnten. Die Nacht schien dort also bereits um kurz nach 8 beendet zu sein. In Sichtweite war aber das Wallraf-Richartz-Museum, wo wir uns im Keller die Sonderausstellung “Hotel California” angeschaut haben – u.a. Fotos und eine Videoinstallation über Selbstgeißelungen – Aua.

Im Schokomuseum standen leider die Produktions-Straßen am Schokobrunnen still – eigentlich für mich eines der interessantesten Teile der Ausstellung. Die “Public Worker” haben wahrscheinlich einfach keinen Vertrag für Nachtarbeit – trotzdem Schade, wenn das Museum vor Menschen fast überquillt.

Zum GeoMuseum haben wir es aber wirklich aus eigenem Verschulden nicht geschafft. Das lag einfach zu weit von allem Anderen entfernt.

Zusammenfassend waren die Straßen und Sonderbusse auch zur späten Stunde absolut voll und wir konnten einige abgelegene Ausstellungen sehen, die wir sonst nie besucht hätten z.B. Z8 Kunst Literatur Fotografie.

Sollten wir uns nächstes Jahr auch auf den Weg machen, folgen wir lieber den angedachten (Bus-)Routen – das macht die Sache deutlich einfacher und bequemer. :)

Standortfrage

31. Oktober 2007 10:07 in Internet

Auf der Startseite des Browserspiels “Die Stämme” gefunden:

Das 4. Köln-Treffen findet dieses Jahr am 3.11. in Düsseldorf statt.

Muss da noch jemand drüber schmunzeln?

Bahngeschichten 2

11. Oktober 2007 23:31 in Unterwegs

Morgen wird wieder gestreikt. Dieses Mal ohne Ersatz-Fahrplan und ohne echte Einschränkung der Streikdauer. Da wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als mal wieder meinen Zweiachser über die Autobahn zu quälen. Für große Experimente mit dem ÖPNV habe ich morgens um 6:00 einfach keine Lust. ;)

Mitte dieser Woche bin ich zum ersten Mal in den Genuss einer Notfallbremsung der U-Bahn gekommen. Kurz nach Abfahrt hat sich wohl im hinteren Segment ein Trunkenbold :) an der Notbremse festgehalten. Der Fahrer musste so einiges an Anschuldigungen ertragen, bevor der Grund für den abrupten Halt in der hintersten Ecke des voll besetzten Abteils angekommen war und sich auch die herumkugelnden älteren Damen vom ersten Schock erholt hatten. Mir fehlt natürlich die Erfahrung, ob so etwas in der normalen Kölner Hektik öfter vorkommt – schön war es auf jeden Fall weniger. Mehr als eine Ermahnung hatte der Vorfall für den Auslöser offensichtlich auch nicht.

Eine andere Art von Hektik gab es morgens am Solinger Bahnhof. Die Regionalbahn nach Köln bzw. Bonn ließ auf sich warten und wurde auch bald mit 15 minütiger Verspätung ausgerufen. Die Gesichter der Wartenden – ich lasse bei Durchsagen gerne mal neugierig meinen Blick schweifen – wurden zunächst lang, bis die Ersten einen Zug am anderen Ende der Gleisreihen einfahren sahen. Man sah förmlich, wie plötzlich Augen verwirrt zwischen Bahnhofanzeige und Aufschrift des Zuges hin und her huschten, Stirne gerunzelt wurden.

Der Zug fuhr nämlich auf die Minute pünktlich, aber auf dem falschen Gleis ein.

Plötzlich beobachteten Menschen aus den Augenwinkeln nervös ihre Umgebung, um ja nicht den Moment zu verpassen, in dem sich die Herde in Bewegung setzten würde. Erst die Durchsage zerstörte diese Sekunden der Unsicherheit:

“Aufgrund einer Fehlinformation fährt der Zug nach Bonn Mehlem ab Gleis X …”

Ein Leittier im Anzug und mit langen Beinen setzte sich an die Spitze der entstehenden Bewegung. Selbst die vertieftesten Bücherwürmer bemerkten nun die veränderte Situation, versuchten sich in ihrer Umgebung zu orientieren bzw. schlossen sich – dem inneren Panikreflex gehorchend – einfach der Masse an. Ältere und mit Koffern beladene Reisende wurden überholt und verloren schnell den Anschluss an die flüchtende Gruppe.

Leider ist mir nicht bekannt, ob in solchen Fällen Schaffner, Ausrufer und das Reinigungspersonal zurückbleibende schwächelnde Tiere Mitmenschen in die Enge treiben und verspeisen. Man hört ja so einiges. ;)

Ich hatte es immer als Übertreibung abgetan, aber Bahnfahren scheint offensichtlich wirklich die tägliche Portion Abenteuer zu sein. Wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie ….

Schock am Nachmittag

7. August 2007 22:55 in Studium

Ich warte schon sehnsüchtig auf ein Antwortschreiben meiner neuen Hochschule. Das Semester beginnt nämlich am 1. September und so langsam wurde ich etwas unruhig.

In der StudiVZ Gruppe meines Studienganges durfte ich auf meine vorsichtige Frage, ob denn schon jemand Bescheid habe, lesen, dass sich ein MitErsti bereits heute vor Ort eingeschrieben hatte.

Mir wurde erst heiß, dann kalt und das “Worst Case”-Szenario lief mir durch den Kopf:

Die verdammte Post hat deine Bewerbung irgendwo zwischen Solingen und Köln verschlampt. Du hast also die Ausschluss-Frist verpasst. Nichts mit “Information Engineering” zum WS 07/08 -> Panik!

Vielleicht ist auch nur die Antwort in den Reißwolf geraten. War heute der letzte Einschreibetermin? Verdammt schon nach 16:00 – die Studienberatung der Fachhochschule ist offiziell schon zu.

Eine Email an die Studienberatung, die mich schon vor einigen Tagen mit “Abwarten” vertröstet hatte, wurde prompt beantwortet. Die Dringlichkeit wurde also erkannt. Darin kurz und knapp die Kontaktdaten eines kompetenten Ansprechpartners. Ohje.

Mit dem Gedanken, morgen die gesamte Bürokratie in Köln abklappern zu müssen, um nachträglich zugelassen zu werden, wählte ich angegebene Telefonnummer.

Das Ende vom Lied:
Die Fachhochschule arbeitet die Bewerbungen in mindestens zwei Stapeln ab. In einer Woche geht eine weitere Kiste Briefe auf die Reise – darunter, offensichtlich auch meine Wenigkeit.

Weiteres Fazit:
Schneller Informationsaustausch in Zeit der sozialen Netzwerke ist nicht immer ein Segen.
[An dieser Stelle sollte ein Zwinkersmily stehen - der würde aber das gute Ende vorweg nehmen - einfach dazu denken]

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