Feststimmung in Monte (Funchal)

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Die Inselhauptstadt Funchal liegt eine halbe Stunde mit dem Bus von Santa Cruz entfernt. Es gibt eine Seilbahn, die einige Kilometer hoch nach Monte fährt. Dort gibt es eine Wallfahrtskirche inkl. Marienerscheinung, deren Fest gerade heute mit großer Prozession und Feierstimmung begangen wurde. Wir hatten uns im Reiseführer verlesen und den Aufstieg zu Fuss nach Monte unterschätzt. Nach einem Drittel wechselten wir in den Bus, der noch die letzten Besucher zum Gelände brachte. Die Statue hatte inzwischen wieder ihren Platz in der Kirche eingenommen und unter buntern Girlanden wurde gesungen, getrunken und vor allem gegessen.

Das madeirische Brot mit Knoblauchbutter gab es an zahlreichen Ständen, dazu Poncha mit allerlei Fruchtsäften (aus Zuckerrohrschnaps), süß-fritiertes Gebäck und traditionelle Fleischspieße aus Lorbeerholz, die man sie selbst am Holzfeuer grillen durfte. Letzte ließen wir aus und genossen einfach das bunte Treiben. Die übrigen Sehenswürdigkeiten gingen im Zuge des Feiertages etwas unter – leider auch der (geschlossene) Bauernmarkt, wo wir uns durch die Früchte der Insel probieren wollten

Den Weg zurück zur Küste bahnten wir uns dann zwischen Gärten, Häusern und Villen abenteuerliche Straßen hinab, die schon zu Fuß nur schwer begehbar waren, von den Anwohnern aber mit dem Auto befahren werden. Diese Erfahrung werden wir mit unserem gemieteten Kleinwagen wahrscheinlich noch in der zweiten Urlaubswoche machen können.

Wir flannierten noch etwas auf der Promenade und in den öffentlichen Parks bis wir uns in der Altstadt ein kleines Lokal für das Abendessen suchten. Der Bus zurück sammelte uns kurz nach der Dämmerung wieder ein.

 

Insel der Eidechsen

wpid-dsc9867.jpgDer trockenste Ort von Madeira, die Halbinsel São Lorenco, liegt im Nordosten hinter der Stadt Canical. Mit dem Bus fährt man bis Baia d’Abra zum Parkplatz und wandert los. Auf den roten Felsen wächst nur wenige Zentimeter hoch dürres Gras, sukkulentes Grün und Disteln. Dazwischen schlängelt sich der staubige Weg über Plateaus, und mit Drahtseilen gesichert an schroffen Klippen entlang. Man wäre selbst als einziger Besucher des Tages nie alleine unterwegs, sondern stets beobachtet von den neugierigen Augen zahlloser Eidechsen, die ihren Teil der Sonnenstrahlen abhaben wollen.

Die erste Hälfte des Hinwegs blies uns ein feiner Nieselregen entgegen, dem wir mit der Wahl unserer Wanderung eigentlich entgehen wollten. 🙂 Dieser hielt aber nicht lange an, so dass die Sicht auf die beeindruckenden Abhänge ins Meer frei war. Bei den Farben sind alle Braun- und Rottöne bis ins Gelbe in Farbverläufen vertreten – wir vermuten, dass dies der alte Meeresboden ist, der nun die Urlaubsinsel bildet. Durchzogen wird er von breiten schwarzen Linien vulkanischen Gesteins, das auch weniger verwittert hervor sticht.

Nach einiger Zeit entdeckt man die Oase aus einem haben Duzend Palmen, Picknicktischen und einem Besucherzentrum hinter dem nächsten Felsgrad. Dahinter kommt der steilste Abschnitt bis zum Aussichtspunkt.
Bei den hohen Temperaturen die sich inzwischen eingestellt hatten, nutzten wir jede Möglichkeit die Aussicht in unserem Rücken zu würdigen.

Die Touristen haben die Eidechsen auf der Spitze fast zahm gefüttert. Wir brachen Stücke eines zurückgelassenen Schokokekses ab und waren bald umringt von kleinen Dinosauriern, die uns in die Finger zwickten und sich auch auf die Hand nehmen ließen. Irgendwann flitze ein Großteil in Ritze und Spalten davon, da sich ihr Fressfeind, nur einen Meter von uns entfernt, aus den Wolken hinabgelassen hatte und nun seinen Anteil am Festschmaus einforderte.

Der Rückweg war deutlich wärmer und sonniger mit viel knalligeren Farben der Landschaft, so dass wir an den meisten Aussichtspunkten ein weiteres Mal die Kameras zückten.

Der Bus war gerade erst abgefahren, so dass wir die Straße entlang, an einer wieder sehr verlassen wirkenden  Gated Community/Resort im Stile eines mittleren Dorfes, bis zum kleinen Traumstrand „Prainha“ liefen, wo wir aber nur einen Blick von der Straße riskierten, bevor der Bus uns einholte.

Inzwischen haben wir unser endgültiges Zimmer bezogen – mit Blick auf unseren kleinen (und kalten) Pool, an dem wir bestimmt noch einige Bücher verschlingen werden.

Hallo Madeira

Madeirawpid-dscn4576.jpg empfängt uns an einem stürmischen Nachmittag. Die Sonne brach auf dem Weg vom Flughafen bis ins Zentrum von Santa Cruz aus den Wolken. Dann zogen langsam wie angekündigt die Wolken von Norden über die Insel. Der Empfang im Hotel brachte gleich eine Überraschung – Wasserrohrbruch – eine Etage inklusive unserem Zimmer steht unter Wasser und wir müssen für eine Nacht im Ortskern untergebracht werden. Wir sind gespannt, ob es dabei bleibt.

Der Badebereich an der Uferpromenade zeigt die rote Flagge – nur ein paar hartgesottene Portugiesen sind im Wasser, bleiben aber an den Eisenleitern der Betonstege, die einige Meter ins Wasser reichen. Man merkt, das man sich hier mitten im wilden Atlantik befindet, der die kiloschweren schwarzen Vulkansteine zu Kieseln formt und in der Brandung zu Wällen auftürmt.

Irgendetwas ist allerdings in den letzten Jahren hier im Dorf passiert. Sehr viele Leerstände – ein Geistereinkaufszentrum in dem sich laut Tripadvisor die beste Pizzeria befinden sollte. Das Strandbad mit zwei Pools wird scheinbar auch nicht mehr verwendet oder war nur heute verlassen. Entweder fallen hier zum Wochenende die Touris aus den Hotels oder naja …  die Wirtschaftskrise.

Wir werden morgen mit dem Bus nach Norden bis Canical fahren und die Halbinsel São Lourenco erkunden. Diese wird für alle Fälle in allen Reiseführern als Wetterfest bezeichnet.

Schöne Grüße von der Blumeninsel! ☺

Ein Tag in Essen

Andrea hatte mir zum Geburtstag einen Tag in Essen geschenkt, den wir am Samstag bei bestem Wetter angetreten sind. Der Höhepunkt war der Besuch des Weltkulturerbes Zeche Zollverein. Auf meinen Wunsch hin hatten wir sogar beide Führungen über vier Stunden durch Kohleförderung und Kokerei gebucht und dafür in der Planung die Villa Hügel hinten angestellt.

Nach der Bahnfahrt machten wir einen kurzen Zwischenstopp auf der Essener Einkaufsmeile, wo ich wie ein ordentlicher Gutmensch mit festem Schritt und grimmigem Blick am Primark und den davorstehenden Opfern des Fashion-Marketings vorbeimarschierte, während im Rucksack meine dort höchstpersönlich gekaufte Jacke auf den ausbleibenden Kälteinbruch an jenem Tage wartete. Der Sportdiscounter am anderen Ende der Straße hatte auf mich den gleichen Effekt wie die Grabbelecken im Ikea – alle paar Meter wanderte etwas mit fragwürdigem Nutzen für den Urlaub in den Einkaufskorb.

Zeche Zollverein

Mit dem Schienenersatzverkehr kamen wir am Gelände der Zeche an, klebten uns einen Sticker mit lila Streifen an die Brust und wanderten mit einer kleinen Gruppe durch den Gebäudekomplex, wo wir gelegentlich der zweiten zeitgleich gestarteten Führung begegneten. Die Anlage macht trotz des großen Besucherandrangs einen sehr authentischen und unangetasteten Eindruck. Der Kohledreck hängt in jeder Ecke und Spalte. Ich bin mir sicher, das bei jeder Instandhaltung und notwendigen Renovierung genau darauf geachtet wird, das der Patina nicht das selbe Schicksal wie Beuys Fettecke ereilt. Wir hatten leider nicht das Glück einen Kumpel von damals als Begleitung zu bekommen, aber die Erklärungen (auch auf Nachfragen) waren kompetent und von der Sprache dem Pott deutlich zugeordnet.

Für ordentliche Fotos blieb kaum Zeit, obwohl eine tolle Szene an der nächsten klebte. Die Sonne fällt durch die dreckigen Fenster an der Decke auf Metallkonstruktionen, Schienen und Förderbänder – alles liegt noch so gerade eben im Zwielicht. Der Führer wusste aber seine Gruppe zu lenken, so dass niemand zurückblieb. Ich musste also auch mit den Schnappschüssen leben, die ich während der Erklärungen machen konnte. 😉

Die Kokerei hatte bei der Technik noch eine ganze Menge mehr zu bieten, von dem ich keine Ahnung hatte. Die Bauweise (wie sie auch heute noch in Sichtweite im Betrieb ist) wirkt auf der einen Seite so metallisch grob und mechanisch, während in jede anderen Branche die Elektronik aus jeder Oberfläche quillt, und ist dabei doch unfassbar zerbrechlich, weil die ganze Konstruktion bei Lieferproblemen des Ausgangsmaterials, falschem Timing oder größeren mechanischen Problemen in einer Kaskade auseinanderbröckelt. Nach Monaten des langsamen Hochfahrens brennt quasi ein Großteil der Anlage bei über 1000 Grad bis zu ihrem Lebensende.

Danach rostet sie vor sich hin und wird zum Veranstaltungsort umgebaut. Unsere Führung hatten wir z.B. durchgängig mit elektronischen Musikuntermalung und Partystimmung im Werkspool. Da treffen Gegenwart und Vergangenheit aufeinander.

Am späten Nachmittag machten wir uns dann doch nicht mehr zum Baldeneysee auf, sondern blieben in der Essener Innenstadt auf einige vegane Köstlichkeiten. 🙂

Dies beinhaltet einen Becher Lupineneis der Marke Madewithluve in der Sorte Schokolade. Inzwischen kann ich den Vergleich zum Milcheis nicht mehr ziehen, sondern nur noch meine Meinung dazu abgeben, ob es schmeckt. Den Preis völlig außer acht gelassen: Ja, das tut es! Der nächste Real-Markt bei uns ist für den sicheren Eistransport leider etwas zu weit entfernt – so bleibt es ein ganz besonderer Leckerbissen.

Die Pizzaria Zodiac in Essen Rüttenscheid backt grundsätzlich vegetarisch und auf Wunsch vegan mit einem Pizzakäse auf Sonnenblumen-Basis. Die esoterische Speisekarte muss man dabei in Kauf nehmen. Aber hinter der Pizza Jungfrau – die man auch als Widder bestellen darf – verstecken sich nur Champions, Sesam, grüner Pfeffer und Räuchertofu. Sehr lecker fettig knoblauchig, wenn man sie im nahe gelegenen Park im Schneidersitz auf dem Rasen verspeist.

Ein toller Tag. 🙂

LeVegan – veganes Sommerfest in Leverkusen

Wir wussten nicht so richtig was uns heute erwarten würde, als wir uns durch Regenschauer den Weg durch die Neue Bahnstadt Opladen bahnten. Auf den ersten Blick sah es um die Stände herum recht leer aus, aber das Publikum hatte Schutz unter jedem verfügbaren Dach gesucht und mampfte an veganem Fastfood. Quasi jeder Imbissstand verkauft u.a. eine Variation von Döner-Sandwich – wir entschieden uns für Las Vegans aus Bochum mir ihrer verlockenden Saté-Soße – keine schlechte Wahl.

Veganes Sommerfest Vebu

Ich gestatte mir bei solchen Veranstaltungen immer einen interessierten Blick in die Menge, wen es vor und hinter die Tische gezogen hat. Eine Mischung aus autonomem Zentrum und dem Vegetarierbund als Gastgeber trifft auf Dreads, Anti-Atomkraft, Tierschutz, Kinderschminken und grünem Stromanbieter. Da muss ich mich zunächst mit dem Brötchen in der Hand auf eine Bierzeltgarnitur setzen und alle Eindrücke verarbeiten. Clubmate in der anderen Hand – versteht sich ja von selbst.

Alternative Lebensweise gibt es in der kritischen Masse ja oft nur als Komplettpaket mit interessanter Mischung. Wer kauft Studentenfutter, wenn er die Rosinen aussortiert? Wahrscheinlich diejenigen, die mit einem dankbaren Abnehmer für getrocknete Trauben zusammenwohnen. 🙂

Man muss sich, meiner Meinung nach, nicht zwingend in eine Protest- bzw. Subkultur einkaufen, wenn man sich jenseits der eigenen Küche umschauen möchte, wie andere ohne Tierprodukte durch den Alltag kommen. Hier ist aber Vieles an einem Platz versammelt.

Ich hätte lieber bei neutraler Hintergrundmusik gegessen, als zu den Klängen eines Liebermacher-Aktivisten (für Kinder?), der sein Stück auf eine Wiederholungen des Wortes „vegan“ zum Mitsingen enden lässt. Das war mir etwas sehr platt. Aber ich saß ja auch nur still am Tisch und machte mir meine sarkastischen Gedanken. Ich unreflektierter Konsumist! 😉

Gegen eine Spende bekam ich beim Vebu noch eine Packung Pizza-„Käse“ in die Hand gedrückt, auf die ich schon sehr gespannt bin. Auch zum Thema Grüner Strom habe ich aufmerksam zugehört und eben im Internet nachrecherchiert. Keine schlechte Idee für ein paar wenige Euro mehr.

Sollte es eine Wiederholung im nächsten Jahr geben, schaue ich gerne wieder vorbei.

Wise Guys Unplugged mit Maharaj

WGAn die Karten für das Konzert sind wir zu viert ganz unerwartet am Mittwoch Abend gekommen – einen Tag davor. Die Wise Guys hatte ich schon einige Jahre nicht mehr  gesehen, so dass mir der neue Bassist Andrea noch unbekannt war. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass damals noch immer die Ablösung für Clemens neue vorgestellt wurde. Demnach musste ich mich auch schnell in die neuen Alben reinhören – dank Youtube-Kanal kein Problem.

Das Konzert war auch dank des indischen Gastbeitrags sehr interessant. So einige Variationen bekannter Stücke mit indischer Untermalung wird man nicht so einfach wieder zu hören bekommen. Unsere Plätze waren leider etwas suboptimal, weil wir noch kurz nach den ersten Tönen durch das Portal der Kulturkirche Köln schlüpfen mussten.

Die Lieder von der (aktuell noch) neuesten CD „Achterbahn“ sind schon gut, aber die Klassiker gefallen mir einfach noch immer etwas besser. Da ist einfach mehr Witz und Leichtigkeit drin. Zumindest beim Unplugged Konzert lag der Fokus da auf den leicht melancholischen Balladen – alles Flotte war Altbewährtes, soweit ich das als „Laie“ einschätzen kann. Dän war allerdings mit geschientem Bein motorisch auch stark eingeschränkt. 🙂

A capella Unplugged? Ich habe so einige Mikros und verstärkte Instrumente gesehen. 😉 Der Name darf also eher als Abgrenzung zu ihrem normalen Programm dienen.

Hat Daniel „Dän“ Dickopf eigentlich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem jungen Jeremy Clarkson? Vollkommen verrückter Gedanke, aber … TopGear-Entzug. 😛

Dead Alive (1992)

Mittwoch Abend wurde (mit knapper Mehrheit) mein Vorschlag angenommen, Peter Jacksons Dead Alive (1992) anzusehen. Entsprechend dem Genre (Funsplatter) wurde er auch erwartungsgemäß mit gemischten Gefühlen aufgenommen. 😉 Gelegenheiten ihn in der Gruppe zu sehen, sind rar gesät, so dass es mich besonders gefreut hat. Durchgehalten haben alle Teilnehmer. 😛

Die Bloodpack DVD-Hülle sichert dem Film einen Ehrenplatz in meiner DVD-Sammlung, die sonst von Standardkost dominiert wird. Anhand der Trailer (z.B. auf Youtube) lässt sich der Stil gut abschätzen. Es fasziniert mich, wie Jackson es als Regisseur von diesem und ähnlichen Filmen in nur sieben Jahren geschafft hat, die Herr der Ringe Trilogie mit gigantischem Budget drehen zu dürfen. Aus seiner folgenden Filmografie kenne ich noch den zwei Jahre später produzierten Streifen Heavenly Creatures mit weniger blutigem Inhalt, aber ähnlich überzeichneten Charakteren, abgedrehtem Drehbuch und Kate Winslets erstem Kinoauftritt.

Wahrscheinlich darf man die Ausgangslage, die seine späten Werke überhaupt ermöglichte, nicht mit dem Phänomen vergleichen, das sich später daraus entwickelte. Seine Begeisterung für das Medium und die Vorlage sind offensichtlich zum richtigen Zeitpunkt auf sehr fruchtbaren Boden gefallen.

Bad Taste, Meet the Feebles und Braindead (der Original) sind auf jeden Fall mit die interessantesten Leichen, die man als Regisseur im Keller haben kann. Hö hö hö.

Ich kann leider aus eigener Erfahrung nichts zu der FSK16 Version sagen, die in Deutschland noch verkauft werden darf. Die Amazon-Rezensionen geben dem Restmaterial keine guten Noten, denn das Motiv des exzessiven Griffs in die Fluid-Effektkiste wird dabei natürlich vollkommen entkernt.

Bluebytes Albion (Windows Port)

Beim Durchstöbern des Angebots bei gog.com ging mir ein Klassiker von Bluebyte aus dem Jahre 1995 durch den Kopf, den ich leider vergeblich suchte: Albion

Albion

Das DOS-Spiel hat in meinen Augen einen besonderen Platz im Spielehimmel verdient und mag in großem Maße für meine Vorliebe für Science-Fiction und Fantasy verantwortlich sein. Das Rollenspiel mischt eine hübsch gemalte 2D Welt mit gelegentlichen 3D Dungeoncrawl Abschnitten und hat eine interessante Spielwelt, die für Jäger und Sammler mit Vorliebe für isometrische runden-basierte Kämpfe Einiges zu bieten hat.

Leider hatte das Spiel den Sprung in die Windows-Welt bislang nicht ohne größere Hürden (Emulation mit DOSBOX) geschafft, so dass es weder groß wiederentdeckt, noch vermarktet wird. Wer sich aktuell dafür interessiert, muss wahrscheinlich den Weg über Abandonware (z.B. abandonia.com) nehmen, wenn im Gebrauchtmarkt nichts zu bekommen ist.

Interessant macht das Spiel aktuell die Veröffentlichung eines Ports (SDL) für Windows und Linux, der das Spiel mit grafischen Verbesserungen recht schmerzfrei auf Windows 8.1 zum laufen bringt. Die  Installation ist anhand der README schnell erledigt: Daten an die richtige Stelle kopieren, eine Datei umbenennen und ggf. die Konfiguration editieren. Schon läuft Albion im Fenstermodus, den ich bei aktuellen Bildschirmauflösungen als angenehmer empfinde, als den Vollbildmodus.

Das Spiel hat von seinem Charme nichts eingebüßt – ich meine sogar deutlich mehr Hintergrundmusik zu bemerken – möglich, dass ich damals bei der Einrichtung der Midi-Soundtreiber immer geschlampt habe. 😉

Die Quelle für die Neuauflage ist etwas nebulös (Autor scheint u.a. notaz aus der OpenPandora Community zu sein) und unterscheidet sich von FreeAlbion, das ich hier im Blog vor einigen Jahren bereits in freudiger Erwartung erwähnt hatte.

Download-Links sind unter folgendem Youtube-Link zu finden: Albion Windows port enhanced 3D

Dort wird auch auf eine Steamgruppe verwiesen, in der im März 2015 der Port angekündigt wurde. Wem die (anonyme) Binär-Distribution keine Kopfschmerzen macht, sollte also dort vorbeischauen! An manchen Stellen ist der Spielfortschritt aus meiner Erfahrung etwas zäh, so dass der Blick in die Komplettlösung keine Schande ist. Hoffe ich … 🙂

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