Archiv der Kategorie: Thailand 2010

Thailand – Bangkok

Andrea liegt gerade irgendwo unter den Armen einer jungen huebschen Thailaenderin. 🙂 Die Einkaufstour heute hat sie so mitgenommen, dass unsere letzten Baht in eine Massage investiert, waehrend ich im Internetcafe sitze. Zehn Stunden Weekendmarket. Fast koennte man meinen, wir haben dieses Mal alles gesehen. Zum Beispiel die Polizeistreife, die langsam ihre Runden dreht, waehrend vor ihr die illegalen Staende (Decke auf der Strasse) abgebaut und hinter ihr wieder aufgebaut werden. Wer im Verkaufseifer nicht aufpasst, findet die Auslage des Abends auf der Ladeflaeche des Polizeipickups wieder. Pech gehabt.

Wir fliegen auf jeden Fall mit deutlich umfangreicherem Handgepaeck nach Hause. =)

Unser Flug geht um 6:40 Ortszeit und das Taxi wird uns um 3:30 am Guesthouse abholen. Also haben wir noch knappe 4 Stunden hier rund um die Khao San Road.

Tschuess Thailand, hallo Deutschland.

Thailand – Koh Lanta

Da sind wir schon wieder einen Tag in Bangkok und erst jetzt findet sich die Zeit in paar Zeilen zu verfassen. Koh Lanta hatte ich mir als letztes Inselpradies gewuenscht, weil die Ostkueste mit Mangroven bewachsen ist.

Nach der ersten kurzen Tour vom Pier in Krabi zum Reisebuero haben wir uns doch mal etwas bereden lassen und sowohl die Unterkunft fuer die erste Nacht, als auch OpenTickets fuer die Rueckfahrt nach Bangkok gebucht. Beides hat sich als gut erwiesen, auch wenn ich diesem mehrstufigen Agency-System noch immer keinen Millimeter traue. 😉

Unser Bungalow fuer 300 Baht (7,50 Euro) war das bisher groesste Doppelzimmer, das wir hier in Thailand gesehen haben. Dafuer hatten wir zeitweise ein paar Untermieter im Badezimmer, die sich am zweiten Tag ein Gecko einverleibt hat. Aber diesen Tierchen wollte ich sowieso noch mal live und in Farbe entgegentreten – der Groesste hatte den Namen Charly.

Auf Koh Lanta ist in der Nebensaison so absolut (aber mal so richtig) nichts los. Die Strassen sind nicht ausgestorben, aber in den vielen Cafes (sofern denn offen) sassen nur die Koeche und blickten hoffnungsvoll auf die Strasse. Die Straende sind nur selten gesaeubert, aber die letzte Flut kam bei uns so nahe ans Resort, das der schmale Muellstreifen kaum die Sicht truebte. Auf der anderen Seite sind 50 Prozent davon die frischesten Mangroven Samen, die es fuer ohne Geld umsonst zu kaufen gibt. Mein Ruecksack hat so manche vor dem sicheren Tod im Abfall gerettet. Wirklich Schwimm- oder Schnorchelbar ist die Kueste eh nicht, da gleich hinter dem feinen Korallenstrand vereinzelte schroffe Felsen im Wasser liegen, an denen man sich in der sturmigen Brandung gut weh tuen kann. Dafuer hatten wir einen dieser Swimmingpools, von denen man ueber den Rand hinaus aufs Meer blicken kann. Sehr entspannend.

Am zweiten Tag haben wir ein teures Taxi zur Diamanthoehle genommen und sind dort mit Guide und zwei Schweitzern ueber Holztreppen und Lehmboden in die finstere Tiefe gewandert – zum Teil ueber den Boden robbend. Eine richtig coole Erfahrung zumal der Hinweg fast ueber die enttaueschende Trekkingtour in Khao Sok hinwegtroestete. Am Morgen des nachsten Tages wurden wir fuer eine zweistuendige Bootstour durch die Mangrovenwaelder im Norden abgeholt. Der erste Stop war mal wieder eine Begegnung mit einer Horde „zahmer“ Makaken. Dessen Alphatier stolperte auf dem Boot ueber meine Tasche, sah Andrea danach wuetend an, weil er sie aus einen unbekannten Grund fuer seinen Unfall verantwortlich machte. Nach einem kurzen Starrwettkampf gab es einen Knuff auf ihre Schulter. Das ging zu schnell, als dass ich meine Machorolle als Beschuetzer haette einnehmen koennen. Die Wunden werden heilen, aber der seelische Schmerz … 😉

Die Tour war aus meiner Sicht schon sehr interessant, aber die Matschspringer und Krebse zwischen den Luftwurzeln rauschen schon etwas vorbei, selbst wenn das Longtail mal etwas Fahrt wegnimmt. Der Guide konnte mir als einzige Information die Aufzaehlung der Tierarten in diesem Gebiet (Crabs, mudscipper, …) um ein „birds“ vervollstaendigen. Vielen Dank. 😉 Aber die Zweitbesetzung in der Regenzeit (ich gehe mal vom Besten aus) kennen wir ja bereits.

An diesem Nachmittag haben wir die Rueckfahrt nach Bangkok fuer den naechsten Tag bestaetigt und sind doch noch das Wagnis eingegangen, uns in Thailand mit einem Roller auf die Strasse zu begeben. Als Anmerkung: Ich bin so etwas noch nie gefahren, weder selbst noch als Mitfahrer. Da bietet es sich an, mit Linksverkehr auf einer Kiste mit unbekanntem Wartungshintergrund ohne Helm damit zu beginnen. Wer haette gedacht, dass es so viel Spass macht zu zweit durch die Gegend zu tuckern. Koh Lanta hat ja einige Kilometer von recht guten Strassen, da haben wir gleich am Abend noch einige Extrarunden gedreht und uns am naechsten Morgen auch auf die unwegsameren Huegel in der Naehe des Nationalparks gewagt. Die Dinger kommen aber wirklich ueberall hoch und runter. Zu Fuss ging es einen Flusspfad entlang zur Tigerhoehle, die wir ohne Lampen nicht alleine erkunden konnten, und zum nahen Wasserfall. Ein schoener Abschluss, um der Kueste Lebewohl zu sagen.

Bilder gibt es viele, aber die kommen erst von Zuhause. Die letzten drei Tage ziehen wir noch durch Bangkok und arbeiten unsere Einkaufliste ab.

PS: Falls mich jemand ueber Handy erreichen will: Es sieht so aus, als waere es mir auf PhiPhi abhanden gekommen. Eher nicht geklaut, sondern irgendwo im Wald aus der Tasche gerutscht, als ich mal wieder ein Rascheln im Gebuesch verfolgt habe. So ist das Leben. 🙂

Thailand – Koh Phi Phi

Wir sind an der Andamanenkueste angekommen.

Ein kleiner Rueckblick auf unseren letzten vollen Tag im Nationalpark: Wir hatten ja noch eine Trekkingtour auf dem Ruecken eines Elefanten gebucht. Der Regenwald machte seinem Namen alle Ehre. Wir auf dem Elefanten, unter uns ein Flussbett mit brauner Bruehe und ueber uns der Monsun. So faszinierend die Erfahrung fuer mich war, auf dem Rueckweg durfte ich meine Beine hinter den Ohren baumeln lassen und so die borstige und ledrige Haut spueren, so stark fuehlte ich das gleiche unschoene Gefuehl wie im Zirkus. Den Tieren ging es bestimmt nicht schlecht und sie standen futternd zusammen am Startpunkt, aber das ewige hin und her zum Wasserfall mit dem gelangweilten rauchenden Fuehrer macht mir doch Kopfschmerzen.

Einmal reicht, auch wenn ich laut Andrea recht gluecklich ausgesehen haben muss.

Zurueck zur Insel Koh Phi Phi. Der Strand ist wirklich extrem zugebaut, aber wir haben im Tropical Garden zumindest ein ruhiges und guenstiges Zimmer erwischt. Mit Pool direkt vor dem Fenster. Allerdings inkl. Blaetter. 🙂 Gut, dass wir nicht in der Hochsaison da sind. Wir sind bisher nur herumgelaufen und haben bei Flut verzweifelt ein schattiges Plaetzchen am schmalen Reststrand gesucht – gar nicht so einfach. Zwei Mal haben wir bereits den Aussichtspunkt erklettert und sind heute auch auf der anderen Seite zum Relax Beach abgestiegen. Der Strand dort hat wirklich Postkartenidylle.

Morgen machen wir wieder eine Bootstour mit Stops an den wichtigen Punkten der Umgebung, um die Straende zu erkunden oder zu schnorcheln. Maya Beach inklusive – da, wo The Beach gedreht wurde.

Was man hier so alles am Strand findet. Zum einen die allgegenwaertigen Krebse, die ihre Loecher im Sand buddeln und bei Annaehrung schnell darin verschwinden. Zum anderen im Gebuesch Unmengen von Einsiedlerkrebsen, die weniger scheu umherhuschen. Und dann ist doch der Strand voller angespuelter alter Bekannter. So mancher Mangroven Samen wird seinen Weg in mein Gepaeck finden. 🙂

In Krabi sind mir am Hafen auch die ersten Mangrovenwaelder aufgefallen. Darum reift in uns gerade der Plan vor Bangkok noch einen Abstecher nach Koh Lanta (wer da wohl dahintertsteckt?) zu machen, wo ich unbedingt eine Tour durch die Brakwassersuempfe machen moechte.

Wir sind in SicherheitBlick vom ViewpointAndrea auf der Schaukel am Relaxbeach

Thailand – Lake Rafthouse Tour

Manchmal kommt alles etwas anders als man so denkt. Vorgestern morgen wurden wir ein paar Meter von unserer Unterkunft fuer die Trekkingtour zum grossen Stausee mit dem Pickup abgeholt. Dann gab es zunaechst ein Fruehstueck nach Wahl, nach dem wir ungeduldig in der Haengematte schaukelnd auf das naechste Taxi warteten. Das kam eine knappe Stunde zu spaet – dafuer sind wir wieder Marc und Rachel ueber den Weg gelaufen.

Mit 10 Personen wurden wir zum Staudamm gebracht, wo wir auf das Longtailboot wechselten. Der See mit den schroffen Kaarstfelsen und dem dichten Dschungel bis ans Wasser ist auf jeden Fall einen Besuch wert, aber hier begann der Trip bereits etwas aus dem Ruder zu laufen.

Die Bootsafari mit „stop to you see animals and a good nature“ war ein direkter Transfer zu der Unterkunft. Wer Longtailboote mit ihren umgebauten Automotoren kennt, kann sich vorstellen, dass sich bei dem Laerm kein Tier blicken laesst. Bei den schwimmenden Bambushaeusern war nach dem Mittagessen „relaxing“ angesagt.

Beim Essen kristallisierte sich bereits ein fundamentales Problem heraus: Alle Teilnehmer hatten quasi eine andere Tour bei unterschiedlichen Anbietern gebucht. Andere Zeiteinteilungen, andere Aktivitaeten, andere Schwerpunkte und somit andere Erwartungen. Nur eine Gruppe Hollaender, die direkt beim Guide gebucht hatten war noch uneingeschraenkt froehlich.

Vor dem Abendessen ging es auf die Hoehlentour. In Trockenzeiten wird die Namthaloo-Cave besucht, wo man sich 90 Minuten durch die Tropfsteinhoehle klettert und schwimmt. Abendteuer pur.

Die „similar“ Hoehle fuer die Regenzeit war leider in 15 Minuten besichtigt – ink. Rueckweg und alles schoen ebenerdig. Der Weg dahin war eine Bootstour, die durch einen kurzen Marsch durch den Wald ueber einen breiten Pfad unterbrochen wurde. Das zweite Boot war ein schmales Bambusfloss mit Motor. An diesem Punkt kam auch den Niederlaendern Zweifel, ob sie mit ihrem „Bamboo-rafting“ zufrieden sein sollten.

Hier konnte man spueren, wie die Stimmung in der Gruppe kippte.

Die versprochene dreistuendige Nachtsafari sollte eine Stunde Herumgeknattere im Longtail sein – eine Ausdehnung auf eine naechtliche Wanderung sollte 200-300 Baht extra kosten. Jeder Teilnehmer hatte bereits 2500 Baht hingeblaettert.

Nach einer grossen Diskussion lenkte der Guide ein und fuhr uns zumindest mit dem Boot auf den breiten Weg vom Nachmittag. Bei Nacht war der Pfad deutlich spannender als bei Tageslicht und zumindest einige grosse Spinnen kamen uns vor die Linse. Irgendwo im Gebuesch meinte „Em“ auch ein Mouse Deer erkannt zu haben.

Die Morgensafari fiel wegen Regen ins Wasser nachdem wir alle puenktlich um 7:00 auf der Matte standen und der Guide erst eine Viertelstunde spaeter aus seiner Huette kletterte. Also wieder einige Stunden vor und nach dem Fruehstueck, die wir ratlos vor den Bungalows sassen oder uns im See aufwaremten. Immerhin kam jetzt eine Horde Makaken in die Naehe der Toilettenhaeuschen auf der nahen Insel. Der Guide verschlief unsere Tiersichtung allerdings.

Als wir zur letzten Trekkingtour aufbrechen wollten, konnte der Guide die Unterkunft nicht bezahlen und wir sollten ihm Geld leihen, bevor man uns fahren lassen wollte. Uns wurde hier doch sehr mulmig zumute. Welchen Deal er auch immer abgeschlossen hat, nach einer knappen Stunde durften wir aufbrechen – keiner aus der Gruppe war bereit ihm das Geld (2000-3000 Baht) zu geben.

Der Lehrpfad fuer Pflanzen mit zahlreichen thailaendischen Schildern war anspruchsvoll zu begehen, weil es die Berge hoch und runter ging. Aber der missmutige Guide zog uns ohne Erklaerungen in einer knappen Stunde zum naechsten Bootspier. Schlecht gelaunt und verschwitzt assen wir im Ausflugsrestaurant unsere letzte Mahlzeit und wurden wieder zurueckgefahren. Der Stopp beim Affentempel war vermutlich dazu gedacht uns auf die letzte Sekunde gnaedig zu stimmen. Aber trotz kleinem Gibbon war der Zug abgefahren.

Wir konnten erst zwei Stunden nach der Ankunft mit der Tourverkaeuferin sprechen. Wir hatten uns schon auf ein Streitgespraech eingestellt, um zumindest einen Teil des Geldes zurueckzubekommen. Sie erwartete uns aber bereits mit wissendem Blick.

Die Niederlaender hatten den Chef des Guides so die Hoelle heiss gemacht, dass der den Guide im Zorn gefeuert hatte. Tragische Geschichte, weil damit eine kleine Familie ohne Einkommen dasteht.

Sie hoerte sich unsere Geschichte an und waere auch bereit gewesen uns den vollen Betrag zurueckzuerstatten, solange wir damit „happy“ waeren. Wir waren schon mit 1500 Baht pro Person zufrieden.

So negativ sich die Geschichte im Rueckblick anhoert, muss man doch sagen, dass der See wirklich sehenswert ist und wir die stressfreien Momente genossen haben, nachdem wir uns mit der Situation abgefunden hatten.

KaarstfelsenRafting HousesAndrea streichelt Makake

Thailand – Khao Sok

Es daemmert gerade vor den Toren des Nationalparks. Wir haben den ganzen Tag im Dschungel verbracht und sind ordentlich durchgeschwitzt – dabei ist ein Grossteil der befestigten Wege gerade gesperrt, weil der Pfad am Flussbett und den Wasserfaellen zu gefaehrlich sein soll. Trotzdem ein wahres Konzert, wenn man zwischen den zugewucherten Baeumen und dem hohen Bambus steht. Manche der Toene haette ich niemals mit einem Lebewesen in Verbindung gebracht, aber wenn die Quelle von Baum zu Baum springt oder fliegt, kann man es nicht mehr leugnen.

Wir sind gestern morgen im Island Resort in einer schlichten Stelzenhuette mit warmen (!) Wasser abgestiegen und wurden seit dem von unserer ansonsten sehr netten Gastgeberin belagert, die uns ihre Trekkingtouren in ultra-schnellem unverstaendlichen Englisch verkaufen wollte. Sie selber versteht allerdings nur eine Hand voll Woerter – schwierig.

Wir haben uns darum lieber in die Haende eines anderen Anbieters begeben, der uns morgen ab dem Fruehstueck auf die Standard-Tour zum Stausee, eine Hoehle und den „Deep Jungle“ fuehren wird. Die Nacht verbringen wir in einem schwimmenden Bungalow. Das Elefantentrekking fuer den Tag darauf – darf ich laut Andrea nicht verpassen – haben wir in der Kombination preiswerter bekommen. Trotzdem sind die Preise hier ziemlich hoch, so dass dem armen Backpacker die Traenen kommen koennen. 😉

Die Dichte an Getier ist erfreulich hoch. Beim Auspacken wollte ich die Reste an Toast und Erdnussbutter auf der Terasse lagern, um keine Ameisen in die Huette zu locken. Wenige Minuten spaeter raschelte es hinter der Tuer und ich blickte in das Gesicht eines Makaken, der seinen Teil abhaben wollte. So muss der erste Eindruck sein. 🙂

Heute auf der Tour ist uns gleich eine ganze Familie ueber den Weg gelaufen – inkl. Makake Jr. Als ich mit der Kamera zu nah ran wollte kam mir allerdings ein kleines Fauchen entgegen.

Als wir uns am Fluss durch die Vegetation schlugen – kleines Abenteuer, weil alles gesperrt war – verschwand ein grosses Reptil im Wasser. Mein erster Gedanke war ja KROKODIL, aber Andrea hat mit „Waran“ wohl eher recht. Bei der vorsichtigen Verfolgung bin ich schoen tief in den Morast getreten.

Den ersten Blutegel hatte ich aber paradoxerweise am anderen Bein – absolut faszinierende Tiere, wenn es nicht so eckelig waere.

Die Soundkulisse ist selbst hier im Internetcafe noch beachtlich. Man ist den ganzen Tag mitten im Dschungel.

Wir freuen uns schon riesig auf die Tour morgen.

Babygecko in der HuetteKhao Sok RegenwaldGruene HoelleSok RiverMakaken im Wald (Beweisfoto)UrwaldrieseIch liebe BrettwurzelBlutegel auf meinem TaschenmesserAndrea auf der WuergefeigenschaukelWilde BienenWeg zur HuetteDer Restaurantwelpe

Thailand – Tschuess Ko Tao

Die Longtail-Schnorchel-Tour vorgestern ist leider ausgefallen. Der Preis war fuer die Meisten doch zu hoch und das letzte verbliebene Paerchen ist noch am naechsten Morgen wegen akutem Hitzeschlag ausgefallen. Also haben wir fuer gestern eine Schnorcheltour gebucht, uns fuer den Rest des Tages in den Schatten gelegt, gelesen und geschnorchelt.

Gestern wurden wir frueh mit dem Sammeltaxi abgeholt und zu den Bigboats im Hafen gefahren. Das Schiff war recht voll und fuhr im Konvoi mit zwei anderen Booten die Schnorchelplaetze ab – dafuer haben wir die ganze Insel von der Seeseite aus gesehen und die schoensten Buchten abgeschnorchelt. Mit Sicht auf die Schwanzflosse eines Haies in der Sharkbay und auf einen grossen Fischschwarm, den wir unbeabsichtigt zwischen die Felsengetrieben hatten.

Als Highlight hielt das Boot fuer 1,5h an der Insel Nangyaun im Norden, wo man zusaetzliche 100 Baht Eintritt pro Person abdruecken muss. Dafuer hat man die Chance auf einen Aussichtspunkt mit Postkartenmotiv zu klettern und im tuerkisen Wasser des Korallen-Sandstrandes zu schwimmen oder zu schnorcheln. Ein lohnenswerter Besuch.

Heute morgen haben wir in unserer Unterkunft ausgecheckt und haben das Gepaeck im Reisebuero der Tauchschule verstaut. Von dort werden wir heute Abend abgeholt und fahren mit der Nachtfaehre nach Surat Thani. Da geht es mit dem Bus in den Dschungel – genauer: den Nationalpark Khao Sok.

Der Aufenthalt da koennte wegen der Eintrittsgelder zum Park etwas teurer werden, dafuer hoert man nur Gutes darueber. Die Muecken haben uns bereits gestern beim Abendessen ueberfallen, da kann uns nichts mehr schocken.

Andrea freut sich schon auf die lange Sitzerei, weil sie sich beim Schnorcheln uebelst den Allerwertesten verbrannt hat. Da gibt es aber keine Bilder von. 🙂

Sicht von unserer Terasse bei NachtUnsere BehausungSteg zur "Piratenbar"Blick auf den Strand der SharkbayWir zwei beim AbendessenBlick vom FreedombeachBlick vom Freedombeach

Thailand – Open Water Diver

Es ist geschafft. Heute morgen gab es keine Theorie mehr, sondern es ging mit dem Boot weit raus in den Norden der Insel, um die letzten beiden Tauchgaenge zu absolvieren. Dieses Mal konnte ich mich wirklich ganz auf das bunte Treiben um mich herum konzentrieren. Die Kontrolle des Auftriebs hat mir bis heute immer einige Schwierigkeiten bereitet. Sobald man ein paar Meter hoeher schwimmt verstaerkt die expandierende Luft in der Weste den Auftrieb zusaetzlich. Wenn man da nicht aufpasst und fruehzeitig etwas Luft ablaesst, treibt man allmaehlich zu weit nach Oben und jede unkontrollierte Entfernung vom Tauchpartner beschleunigt gleich den Puls.

Ich mach das aber insgesamt ganz gut wuerde ich mal ganz unvoreingenommen behaupten. 😉

Es gribbelt mich schon in den Fingern den Open Water Diver nin oefter fuer Tauchgaenge zu benutzen. Hier habe ich jetzt ganz langsam das Vertrauensverhaeltnis zum Instructor und den anderen Schuelern aufgebaut. Da stellt sich die Frage, ob das bei einem spontanen Fun-Dive an einem anderen Punkt der Welt so schnell geht. Wahrscheinlich wuerde ich mit einem weiteren Tauchkurs (Advanced Open Water Diver) fortfahren und in den darauf folgenden Tagen mit den gleichen Leuten JustForFun ins Wasser steigen.

Die meisten Tiere, die ich in den letzten Tagen gesehen kann, kommen mir schon nicht mehr mit dem Namen ueber die Lippen. Ich hab so viel von dem gesehen, was man sonst nur aus Fernsehdokumentationen sieht. Muray, Titan Triggerfish, blue spotted stringray, Papageienfisch und grosse Fischschwaerme. Korallen aller Sorten, Anemonen, …

Fuer morgen chartern wir uns mit 12 Leuten unser eigenes Longtail-Boot und begeben uns auf Schnorchel-Safari rund um die Insel. In einer Stunde treffen wir uns aber ersteinmal, um auf unseren bestandenen OWD anzustossen! 😉

Falling CoconutAbschlussbesprechungAndrea mag TempelblumenKo Tao vom Tauchboot ausBlick auf den StrandOK zum Boot vor dem letzten Tauchgang

Thailand – Unterwasser

Gestern haben Andrea und ich uns in der Tauchschule Big Bubble für den Open Water Diver angemeldet – mit der Option nach dem ersten Tag wieder auszusteigen, wenn einem die Sache nicht liegt.

Stefie, du hängst noch immer an der Fotowand – etwas verblichen, aber erkennbar. =)

Am Nachmittag haben wir uns mit der 6-köpfigen Gruppe die ersten 3 Kapitel (von 5) auf einer Lern-Dvd angesehen. Der ganze Kurs läuft auf Englisch, weil grad keine deutsche Gruppe zur Hand war.

Heute morgen knapp 4 Stunden Unterricht bei unserem Instructor Chill (wir sind uns noch nicht einig, wie er sich schreibt). Nach dem Mittagessen ging es vom Strand mit dem Longtail auf das Tauchboot, das noch zwei Buchten weiter an die Ostküste fuhr. Dort gab es die Einweisung in die Übungen des Tages und das Equipment.

Mit dem Bleigurt und der Flasche auf dem Rücken war ich 100 Prozent sicher, wie ein Stein im Meer zu versinken, doch oh Wunder: Auch nach dem Schritt ins kalte Wasser lebe ich noch. Mit aufgepumpter Jacke schwimmt man wie ein Korken und kann sich auf dem Rücken treiben lassen. Davor musten wir unsere allgemeinen Schwimmfähigkeiten unter Beweis stellen und nach einem Sprung vom Oberdeck 2x das Boot ohne Zeug umschwimmen und dann einige Minuten „toter Mann“ spielen. Das kann ich ja mal überhaupt nicht. Meine Theorie ist ja, dass mein Kopf einfach zu schwer ist um auf einer angenehmen Höhe zu bleiben. Andrea kann Minutenlang im Wasser treiben ohne sich zu bewegen.

Zurück an Board aber der Schritt mit Herzklopfen über die Planke. Richtung Strand konnten wir uns schon mit dem Regulator (Mundstück) vertraut machen. In einer Tiefe wo wir bequem stehen konnten begannen die Übungen. Maske von Wasser befreien, indem man es mit der Nase herrausdrückt, Herausnahme des Regulators und Wiedereinsetzen des Selbigen und als Abschluss der Wechsel auf den zweiten Regulators des Partners (vorher Abdrehen der eigenen Versorgung) inkl. Kommunikation für das kontrollierte Auftauchen im Notfall.

Andrea hat dabei schnell gemerkt, dass ihr Schnorchel und Brille eher liegen, um die tropische Unterwasserwelt zu erkunden. Dafür war sie gleich an der besten Schnorchelstelle, bevor der Rest sich beim zweiten Tauchgang auf 8 Meter eine Leine hinunter angelte. Keine Chance mehr kurz an die Oberfläche zu gehen, um die Dinge gerade zu rücken. Hier folgten Übungen, um den Auftrieb mit der Weste und Atmung auszubalacieren. Anschließend der erste richtige Tauchgang durch das Riff vorbei an mannshohen Korallen und durch bunte Fischschwärme. Die konnte ich aber nur selten mit Ruhe betrachten, weil ich die meiste Zeit doch damit verbracht habe meine Lage und Höhe zu halten.

35 Minuten unter Wasser. Mit viel Vertrauen in die Technik. 🙂

Morgen 9:00 geht es für mich mit Theorie weiter.

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