Ein Makro für Indonesien

21. Mai 2013 14:06 in Fotos,Unterwegs

Es zieht uns in diesem Jahr ein weiteres Mal nach Asien. Im Juni/Juli steuern wir die indonesischen Inseln Sulawesi und Flores an. Auf dem Hinflug gibt es noch einen längeren Stop in  der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur. Sonne, Kultur, Sand und überquellende exotische Natur.

Ich möchte gerne ein Makroobjektiv mit auf die Reise nehmen, um die kleinen Dinge in all’ ihrer Pracht abzulichten. Dabei hoffe ich, dass sich die einheimischen Arten nicht zu viel von ihren giftigen australischen Nachbarn abgeschaut haben. Die Gefahr von panik-erfüllten Tieren angespuckt, -gestochen und gesprungen zu werden, sollte man mit der Wahl des richtigen Objektives minimieren können. Mit größerer Brennweite verlängert sich auch die Arbeitsabstand zum Motiv aus der Fluchtdistanz heraus, während der Preis und das Gewicht der Optik zunehmt. Der Schuss aus der Hüfte erfordert außerdem eine zunehmend ruhigere Hand.

Nikons Auswahl beginnt bei 40mm und geht bis 105mm, wenn man auf einen eingebauten Fokussiermotor Wert legt. Speziell für DX-Sensoren sind die Brennweiten 40mm (mit einem Nahfokus bei  ~16 cm) und 85mm (mit ~27 cm) gedacht. Für Letzteres (genauer das AF-S DX Micro-NIKKOR 85mm f/3.5G ED VR) habe ich mich zu 90% entschieden, denn durch die eingebaute Vibrationsreduktion verspreche ich mir weniger Ausschuss. Außerdem ist eine “lichtstarke” Festbrennweite bei 85mm neben dem 1.8er 35mm eine gute Ergänzung und macht bestimmt auch mit 3.5er Offenblende gute Portrait-Aufnahmen.

Die Kombination aus AF-Motor und VR findet man bei den üblichen Drittherstellern leider nicht. Außerdem bleibe ich bei drei unterschiedlichen Filter-Durchmessern und kann mir in Lightroom mit den Objektiv-Profilen die Schwächen herausrechnen lassen.

Neu wie gebraucht ist es trotzdem eine größere Investition und es fällt mir schwer, die Bedeutung der zusätzlichen Blendenstufe einzuschätzen, die man durch die neuere Version mit VR2 erhalten soll. Die “jungen Gebrauchten” innerhalb der Gewährleistungszeit sind selten in der Bucht und den Marktplätzen der Foren – man muss sich schon sehr an die Fotos halten, ob der Verkäufer ordentlich mit seinen Spielzeugen umgeht. Die Revision kann man AFAIK nicht erkennen.

Irgendwo im Hinterkopf fragt noch eine leise Stimme, wie sich 60 Millimeter für FX an der D5100 anfühlen. :)

Ski heil!

29. Dezember 2012 05:10 in Unterwegs

Ich befinde mich gerade auf der Autobahn nach Süden. Irgendwo auf der Rückbank zwischen abgedeckten Kisten mit Lebensmitteln und Skischuhen, begraben unter meinen eigenen Rucksäcken und Taschen. Es geht in den Wintersport!

Mit Österreich hat es dieses Jahr leider nicht geklappt, so dass es in die französischen Alpen nach Valfrejús geht. Ich tue der Region bestimmt unrecht, aber ich weine schon jetzt meinem Apfelstrudel hinterher, den ich mit sonst gelegentlich auf der Hütte gegönnt habe.

Vor einem Monat habe ich mir ein neues Snowboard zugelegt, nachdem ich im Internet diversen Rechnern meine Maße zur Berechnung der idealen Größe über geben hatte. Das beste – sprich günstigste – Angebot war dann noch 3 Zentimeter kürzer. Nun habe ich das mit Abstand kürzeste Snowboard unserer illustren Gesellschaft dabei und bin doch etwas unsicher ob das eine gute Wahl war. Im schlimmsten Fall kann ich immer noch behaupten, dass ich statt auf der Piste vorzugsweise in der Halfpipe auf die Schnüss legen wollte. Nicht, dass ich dort jemals einen Fuß hinein setzen werde …

Ich und öffentliche Verkehrsmittel

20. November 2012 22:32 in Unterwegs

Liebes Portmonnaie, ich sah dich zuletzt durch das Fenster am Opladener Bahnhof auf dem Sitz eines leeren Vier-Personen-Abteils sitzen. Mir entfleuchte ein lautes “Fuck” als sich die Türen nicht mehr öffnen wollten. Du bist alleine, hast kein Geld bei dir, kannst dich aber zum Glück ausweisen. Bitte komm zurück!

edit: In Wuppertal bist du nicht mehr angekommen. Ich hoffe ein netter Mensch hat dich in seine Behausung gebracht, wo er sich Morgen mit deinem Besitzer in Verbindung setzt. Vielleicht findet er ja sogar seinen Weg auf diese Webseite. :P

PS: Belohnung!

Warum mir das nun zum zweiten Mal in diesem Jahr passiert ist? Der Grund ist die Kombination aus einer neuen Hose, die etwas zu eng ist und zu großen Mengen Kleingeld und Karten in der Geldbörse. Letztere kommt bei mir vorne rechts in die Hosentasche – wenn es denn passt. Wenn nicht lege ich es mir bei der Bahnfahrt auf den Schoß und vergesse gelegentlich, dass es sich dort befindet. Kein Problem, wenn mich der Radio-Tatort nicht die Welt um mich vergessen lässt.

Seufz.

edit2: Frau Huber aus Rheindorf! Mein Schutzengel für diese Nacht. Übergabe an der S-Bahn-Station. Mit brummt der Schädel vom nächtlichen Radsprint.

Gefunden

11. November 2011 08:48 in Unterwegs

Ein kleines Döschen
Gefunden. Gar nicht so schwer, wenn man weiß, was man tut. ;)

GeoCaching like a boss

5. November 2011 22:41 in Unterwegs

Wer hätte gedacht, dass die welt-schlechtesten Geocacher aus Opladen kommen. :)

Okay, ich kann in diesem Punkt wohl nur für mich sprechen, aber Niko und ich werden einen 6-teiligen Multicache wohl erst im vierten Anlauf finden.

Der erste Nachmittag war schlicht zu schnell vorbei, so dass wir aufgrund der einsetzenden Dämmerung vor der letzten Station eine Pause einlegen mussten.

Im zweiten Anlauf bemerkte ich erst am Zielort, dass mir für die Berechnung der Peilung, die Ergebnisse der vorherigen Stationen fehlten. Die lagen trocken auf dem Sofa, während ich einen äußerlich identischen Collegeblock im Rucksack herumtrug. Peinlich.

Kletten

Der vorerst letzte Versuch war in dieser Hinsicht besser geplant. Dafür mussten wir uns ab dem Startpunkt durch verblüffend dichtes Gestrüpp kämpfen und verzweifelten an der Genauigkeit und Zuverlässigkeit unserer Kompasse – Smartphones mit Apfel und Roboter. Wir fanden rein Garnichts und berechneten zum Schluss sogar die Endkoordinaten manuell. Jedes Stück Abfall habe ich in der Hoffnung umgedreht, es könne sich um den Cache handeln.

Das Ergebnis: Die Jacke voller Kletten, Schuhe und Hose schlammig und einsetzender Regen. :D

Wir sind bei der Nachbesprechung über Skype auf unseren Fehler gekommen:

Die letzten Koordinaten (genauer: nur die Dezimalminute) wurden nach einem solchen Schema berechnet: (A+B)(3*C)(2*D)

Wir haben haben zwischen den Klammern Multiplikationen ergänzt und kamen auf recht plausible Werte: Ein etwas abgelegener Waldweg mit viel Platz, um die Peilungen vorzunehmen. Interpretiert man den Ausdruck allerdings als die Aneinanderreihung dreier einstelliger Zahlen, dann landet man sehr präzise an einem markanten Ort einen Kilometer weiter nördlich.

So etwas passiert uns bestimmt nicht noch einmal. :P Ich bin ziemlich Zuversichtlich, dass wir den ersten Schatz bald heben werden.

Begegnungen auf der Busbank

29. August 2011 00:29 in Unterwegs

Auf unserem Weg runter nach Tangalle habe ich mich im Bus länger mit einem Mann über unsere Reise und Sri Lanka unterhalten. Am Ende drückte er mir sogar noch seine Visitenkarte in die Hand und ich gab ihm, wie üblich, meine Pseudo-Businesscard mit Mailadresse. Er war Politiker und in der westlichen Provinz (Colombo und Umgebung) im Provinzrat.

Auf die große Präsenz von Polizei und Militär vor allem im Osten angesprochen, wurde mir später erzählt, das die Angst im Moment recht groß ist, das sich der Tamilenkonflikt (zugegeben sehr einseitig bezeichnet) wieder entfachen könnte. Alleine auf dem Weg zum Flughafen wurden wir 3x an diversen Sperren kontrolliert, wobei man als erkennbarer Tourist eine GefängnisFrei-Karte für sich und einen PKW zu haben scheint.

Ich erzählte darauf von meiner Begegnung im Bus und sah mir die Karte genauer an. People’s Liberation Front: Die Augen in der Runde wurden gross.

Wie ich nun weiß: Der politische Arm einer militanten Tamilen-Organisation, auf die Viele hier nicht sehr gut zu sprechen sind.

Aus der Reihe: Begegnungen auf der Busbank

Colombo

29. August 2011 00:06 in Unterwegs

Bevor mir hier am Flughafen der Akku leer geht, ein paar Worte zu unserem letzten Stop in Sri Lanka.

Pali, Inhaber unseres Gästehauses in Deniyaya, hatte uns eingeladen unsere letzten beiden Nächte bei ihm und seiner Familie in Colombo zu übernachten. Wir wurden herzlich empfangen und bekamen neben hervorragendem Rice&Curry und Sri Lankas beste Bananen heute Abend sogar (Egg-)Hopper zum Abendessen. Heute morgen gab es mit Pali an unserer Seite einen Extradiscount im Laden und um Mitternacht wurden wir bis zum Busbahnhof gefahren.

Wie schon erwähnt: Ihr seid herzlich willkommen, wenn es euch das nächste Mal nach Deutschland verschlägt!

Da wir in Colombo aber nicht nur auf Einkaufstour gehen wollten, sind wir vor der argsten Mittagshitze ins Nationalmuseum geflüchtet. Mit das Beste, was wir hier in Sri Lanka gesehen haben, aber natürlich mit bekannten Teilen, die wir schon aus Polonnaruwa kannten.

Ansonsten Shopping pur an diesem Sonntag – der hier natürlich anders als befürchtet, kein Ruhetag ist. Übertrieben haben wir aber auch nicht. ;)

Nun geht es nach einem vollen Monat wieder zurück in die Heimat. Gut so! :)

Galle & Unawatuna

28. August 2011 23:43 in Unterwegs

Von Deniyaya sind wir mit dem Bus nach Galle an die Westküste gefahren. Übernachten wollten wir aber eine Bucht weiter im Süden – Unawatuna.

Die Preise hatten mal wieder ihre Kapriolen geschlagen, aber in der dritten Reihe bekamen wir doch noch ein großes Zimmer im 10 Dollar Segment in einer Nähe zum Strand, die man gut mit Badeshorts zurück legen konnte.

In Galle selber haben wir uns rein auf das Fort konzentriert, das viele kleine Geschäfte (Juweliere, Antiquitäten, Kunstgewerbe) und Museen beinhaltet. Viele Häuser sind noch oder wieder im Stile der niederländischen und portugiesischen Architektur ihrer Zeit gehalten. Mit unseren eineinhalb Tagen hatten wir kaum die Möglichkeit alles gebührend zu würdigen.

Ich hatte mir in den Kopf gesetzt einen geschliffenen Mondstein zu kaufen und nach vielen Angeboten sind wir auch zu einem gekommen. Einer der kleinen Juweliere hatte uns auf der Straße auf Deutsch reden hören und fragte uns, ob wie ihm nicht gegen eine Tasse Tee bei der Übersetzung seiner Visitenkarte helfen könnten. Wir kamen zu einer Tasse Tee in einer urigen Werkstatt und zusätzlich zu einem ungeschliffenen Mondstein, für den wir uns allerdings auch ordentlich Mühe gegeben haben. Wir kamen von uns aus auf den geschliffenen Stein zu sprechen und bekamen auch diesen zu einem sehr guten Preis.

Das mag evtl. eine Masche gewesen sein Touristen auf kreative Art und Weise ins Geschäft zu bekommen, hat sich dann aber weder so angefühlt, noch Schaden verursacht. Eine nette Begegnung.

Am letzten Abend haben wir uns am Strand, bei zu Öllampen umfunktionierten Gießkannen, ein schönes Abendessen mit den Füßen im Sand gegönnt.

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