Ubuntus USB-Creator erfüllt seine Aufgabe wirklich extrem gut.

Windows 7 RC1 nutze ich zum Spielen und diese Aufgabe erfüllte es bisher auch sehr stabil. Leider musste ich die letzten Tage darauf verzichten, weil sich nach der Treiber-Installation meiner neuen Webcam die Oberfläche nicht mehr zeigen wollte. Selbst manuell aus dem Taskmanager gestartet ließ sie sich nicht mehr zur Mitarbeit überreden. Gerade eben habe ich erst bemerkt, dass dies mit einem Windowsupdate zusammenhing, das im gleichen Neustart mit installiert worden war. Wenn ich Pech habe, hänge ich beim nächsten Neustart an der selben Stelle fest.
Andrea hat in Finnland auch mit Windows 7 oder aber der Hardware zu kämpfen. In ihrem geborgen Laptop werkelt ein AMD Sempron mit 1,5 GHz und zumindest in Deutschland lief die RC1 noch stabil und ausreichend schnell. Nun stürzt der Rechner nach wenigen Minuten Skype oder Windows Media Player mit Bluescreen ab – sehr ärgerlich. Darum werde ich ihr per Biref Windows XP (Lizenz ist zum Glück noch an der Unterseite des Laptops) und eine DVD mit den wichtigsten Programmen schicken – ich fürchte schon die Ergebnisse meiner mangelhaften Installationsanleitung.
Entweder dies löst das Problem (sollte anschließend noch ein boot-fähiges Gerät vorhanden sein) oder das Ding ist schicht und einfach kaputt.
Es hat lange gebraucht, bis ich unter Linux (genauer Ubuntu, aktuell in Version 9.04 “Jaunty Jackalope” mit 2.6.28-11 Kernel) in der FH Köln ins Internet gekommen bin. Der dafür notwendige Cisco VPN-Client braucht fast bei jedem größeren Kernel-Update einen neuen Patch, damit er überhaupt kompiliert.
Inzwischen habe ich es aber auch geschafft, mit dem freien VPNC eine stabile Verbindung zu bekommen. Dafür musste ich allerdings erst zwei Dinge herausfinden:
1) Die FHK-VPN.pcf enthält das Gruppen-Passwort nur in einer verschlüsselten Form, die sich aber (dank einer schwachen Verschlüsselung) im Netz dekodieren lässt. Das Ergebnis ist das unverschlüsselte Gruppen-Passwort: “KoelnerDom”
2) Der VPN-Server spricht erst mit unserem VPNC, wenn wir uns mit einem Kommandozeilen-Parameter als original Cisco-CLient ausgeben: --application-version “Cisco Systems VPN Client 4.8.0:Linux”
Mit diesen beiden Informationen kann man sich nun (als Root) eine funktionierende FHK-VPN.conf in /etc/vpnc/ bauen und für die Bequemlichkeit noch ein kleines Script in /sbin/.
/etc/vpnc/FHK-VPN.conf:
IPsec gateway vpn.fh-koeln.de
IPSec ID FHK-VPN
IPSec secret KoelnerDom
/sbin/fhvpn:
#! /bin/sh
case “$1″ in
start)
vpnc --application-version “Cisco Systems VPN Client 4.8.0:Linux” FHK-VPN
;;
stop)
vpnc-disconnect
;;
*)
echo “Usage: fhvpn {start|stop}”
exit 1
;;
esacexit 0
Mit sudo fhvpn start und sudo fhvpn stop kann nun die Verbindung kontrolliert werden. Beim Aufbau wird nach eurem Benutzernamen und Passwort gefragt.
Tipp: Sofern noch nicht bekannt: Solltet ihr nach einem Disconnect nicht mehr ins VPN kommen, scheint eine Art TimeOut-Sperre für etwa eine Stunde daran Schuld zu sein. Dies kann man einfach umgehen, indem man beim Benutzernamen die Groß-Klein-Schreibung variert! (xmeier -> Xmeier|xMEier|…)
Viel Spass beim Surfen!
Die Beta Version ist unangetastet als ISO auf meiner Festplatte vergammelt – dem ersten Release Candidate habe ich aber heute eine Chance gegeben. Die Installation auf einer zweiten leeren Festplatte ging recht flott in einer knappen halben Stunde, bei der mir das Setup erwartungsgemäß den Grub-Bootloader mit seinem eigenen überschrieb. Vista wurde automatisch eingebunden – Ubuntu 9.10 allerdings nicht.
Dies habe ich gleich nach Ende der Installation mit einem schnellen “grub-install” von einer grml-Bootcd behoben.
Erster Eindruck:
Alles läuft recht flott. Meine komplett Hardware wurde ohne jede Rückfrage erkannt und war sofort benutzbar. Einzig den Treiber für die Grafikkarte (mit ATI-Chip) musste ich gegen die aktuelle offizielle Version tauschen. Firefox, TrueCrypt und AVG Antivirus machten bei der Installation keine Probleme. Da fehlt zwar doch einiges für mein Spiele-Betriebssystem aber nach erster Recherche machen beispielsweise auch die bekannten “Image-Laufwerk-Emulatoren” keine Probleme. In Bezug auf die Spiele-Kompatibilität kann ich noch gar nichts sagen – heute hat es nur für den “Erstkontakt” gereicht.
Was mich freut:
Man kann das Fenster-Layout noch immer auf “klassisches Windows” umstellen. Das mach ich eigentlich weniger, weil ich die alten Grautöne so verehre, sondern eher weil sich damit die Oberfläche optisch dem Inhalt der geöffneten Programme unterordnet. Im Ernst: Das Rest-Fitzelchen Hintergrundbild hinter der transparenten Taskleiste macht doch wirklich nur Sinn, wenn ich den gesamten Desktop offen habe, was mir eigentlich nie passiert.
Desktop-Widgets habe ich schon unter Gnome nur sehr spärlich verwendet, aber die Funktionalität ist grundsätzlich schon nicht verkehrt.
Die Ansicht des virtuellen Dateisystems (Arbeitsplatz, Netzwerk, Eigene Dateien) hat sich wirklich gemacht. So eine Übersicht würde ich mir für mein Ubuntu auch wünschen.
Was mich ärgert:
Man hat mir meine “klassische Ansicht” des Startmenüs geklaut. Sofern sich in dieser Hinsicht auch in der Business Version (wie ich sie wahrscheinlich von der FH bekommen werde) nichts ändert, muss ich wohl doch in den sauren Apfel beißen und mich umgewöhnen. Dabei bin ich ein großer Freund von schlanker Übersicht. Die Anzahl an Klicks bis zum Programmstart hat sich für mich so eher erhöht.
Fazit:
Da Microsoft sein Windows 7 wohl schon als RC1 breit verteilen möchte, damit die Käuferschicht bei Release entsprechend groß ist, wird es wohl bei der Unterstützung aller aktueller Programme (insbesondere OpenSource) keine Probleme geben. Im nächsten Schritt ziehe ich also meine Spiele-Installationen um, wenn ich denn dafür in den nächsten Tagen ein paar freie Minuten finde. Dadurch kann ich auch endlich meine vermurkste Partitionierung der ersten Festplatte beheben, auf der sowohl das Windows Vista als auch Ubuntu Root-FS aus allen Nähten platzt.
Der offizielle RSS Feed hat mich heute morgen auf die neue Version aufmerksam gemacht, die nun endlich offiziell den neuen X.Org Server aus Ubuntu Intrepid (7.4 mit X-Server 1.5) unterstützt. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, mit welcher Version mich die Ubuntu-Quellen ein paar Tage nach dem Release versorgt haben. Im Log-File sehe ich einen Eintrag mit
(II) ATI Proprietary Linux Driver Version Identifier:8.54.3
(II) ATI Proprietary Linux Driver Release Identifier: UNSUPPORTED-8.543.2
(II) ATI Proprietary Linux Driver Build Date: Oct 10 2008 21:37:39
Die Versionsnummer kommt mir recht merkwürdig vor, ist aber die einzige, die halbwegs in das normale ATI Schema passt. Die große Aufregung, dass es zum Release keinen funktionsfähigen Treiber gab, macht es extrem schwer verlässliche Informationen über die Suchmaschinen zu finden. War diese “8.543.2″ nun ein Zwischen-Release von ATI oder doch nur ein Community-”Hack”, um Alt mit Neu zu verbinden?
Wie auch immer, die 8.11 ist verfügbar und läuft auf meinem Rechner, bis der freie Treiber brauchbar ist.
Die manuelle Installation ist simpel:
1) Altes fglrx-Paket aus den offiziellen Quellen deinstallieren
1) Den neuen Treiber herunterladen und ins Verzeichnis wechseln
2) sudo chmod +x ati-driver-installer-8-11-x86.x86_64.run
3) sudo ./ati-driver-installer-8-11-x86.x86_64.run
4) Den Anweisungen folgen
5) sudo aticonfig –initial
-> (war bei mir nötig)
6) Neustart des X-Servers
Anschließend steht im Logfile:
(II) ATI Proprietary Linux Driver Version Identifier:8.55.2
(II) ATI Proprietary Linux Driver Release Identifier: UNSUPPORTED-8.552
(II) ATI Proprietary Linux Driver Build Date: Oct 28 2008 21:22:33
Nun läuft auch mein Compiz-fusion wieder wie es soll.