Heute nach der FH hatte ich mit meinem Hardware-Paket leider beide Hände voll, sonst hätte ich den Sperrmüllturm auf dem Weg zu unserer Wohnung auf der Stelle genauer unter die Lupe genommen. Der kurze Blick hat aber genügt, um mich vor ein paar Minuten noch einmal auf die dunkle Straße zu treiben. Zum Glück entdeckte ich das erspähte Teil nach kurzer Suche unter einigen alten Blumenkästen, die sich inzwischen dazu gesellt hatten.

Die komplette Inneneinrichtung und der dezente Spiderman-Aufkleber oben links lassen mich auf ein “Haustier gestorben also Terrarium -> Müll” Szenario schließen – ein Tierkadaver ist aber definitiv nicht mehr im Glaskasten. Also wird er morgen gereinigt, geprüft und für meine feuchtigkeitsliebenden Pflänzchen aufs Fensterbrett gestellt.
Dankeschön!
Mancher mag sich fragen, was denn aus meinen Pflanzen geworden ist, über die hier schon seit geraumer Zeit kaum ein Wort verloren habe.
Die Antwort ist einfach wie dramatisch: Ich hab hier ganz massive Probleme meine Exoten heil über die kalte Jahreszeit zu bringen.
Angefangen hat die Schildlaus-Plage an meinen Ozean Gift-Mangroven. Ohne zweiten warmen Standort musste ich mich nach Fehlschlag aller bekannten Methoden die Viecher loszuwerden entscheiden, ob ich sie einfach in der Kälte vor die Tür setze, um ihnen dort beim Eingehen zuzusehen.
Das habe ich aber nicht gemacht – immerhin sind es doch meine Schmuckstücke – sondern sie nur etwas von den anderen Pflanzen weg gebunden und auf den Frühling gehofft. Inzwischen haben aber auch meine Ananas, Efeu, Tamarinde und Nypa-Palme Besuch bekommen. Es ist ein echtes Trauerspiel. *heul*
Heute habe ich mal wieder alles zerquetscht, das mir unter die Finger gekommen ist, die Hydrokulturen von unten begutachtet und geschnitten. Ich brauche wirklich dringend eine Hitzewelle, damit ich Draußen zum einen mehr Platz für den Kampf gegen die Plagegeister habe und sich zum anderen auch Insekten über sie hermachen können. Gerade schwitzen sie mal wieder unter einer durchsichtigen Mülltüte …
So schön mein grüner Dschungel auch sein mag, für nächstes Jahr muss ich mir irgendetwas einfallen lassen, um die Luftfeuchtigkeit deutlich zu bessern. Entweder geschlossene Terrarien für die Problemfälle oder die ganze Mannschaft zieht ins Gewächshaus im Garten um, das aber (Teufelskreis) nur im Winter frei wäre und dann fast unmöglich zu beheizen wäre.
Seit meine Handycam kaum noch funktioniert und das Netzteil der Digitalkamera unauffindbar ist, wird das Dokumentieren per Fotos auch schwierig.
Für Tipps und “Alles wird wieder gut” Kommentare bin ich dankbar. *seufz*
Im Baumarkt habe ich vor einigen Wochen eine heruntergesetzte Rückwand für mein Paludarium erstanden. Die ist aus verklebten Kokosfasern, mit Aushöhlungen für Pflanzen. Das habe ich zum Anlass genommen mein DIY-Paludarium zu erneuern:
Die spärliche Bepflanzung wurde ausgelagert und die Algenmatte von Scheiben und Heizstab gewaschen.
Dann (als Experiment) der Heizstab unter einer Schicht Aquariumskies verbuddelt. Der Wasserspiegel soll später immer oberhalb dieser Schicht liegen – das untere Ende der Matte wird sogar eintauchen, damit sie Feuchtigkeit für ihre grünen Bewohner zieht.
Nun mit reichlich lebensmittel-echtem Silikon die Matte auf die hintere Glaswand geklebt und ein erstes mal mit einem Zerstäuber gewässert.
Als “Landteil” meine gesammelten schwarzen Nordseesteine in den Ecken und an den Scheiben aufgehäuft.
Nach einigen Stunden habe ich die Pflanzen mit viel gammeligem Moos in den Öffnungen befestigt. Ich hoffe auch, dass sich dort das vereinzelt nachwachsende Moos weiter verbreitet. Aus meinem Aquarium kam noch eine gute Hand voll Javamoos an die Rückwand und ins Wasser, da es nach meiner Erfahrung schnell schöne Teppiche bildet.
Ich bin wirklich gespannt, ob sich die Bromelien und Orchidee dort nun gut entwickeln werden. Die Luftfeuchtigkeit ist durchgehen hoch, die Beleuchtungsstärke aber äußerst verbesserungsbedürftig. Zumindest optisch macht es nun jede Menge her.
Heute morgen hat sich die erste Blüte meiner Orchidee Phalaenopsis geöffnet. Da hat sich die Pflege um die Reste der Baumarkt-Pflanze doch wirklich gelohnt. Das Wachstum zu beobachten ist auch wirklich interessanter, als einfach die blühenden Exemplare in der Gartenabteilung abzuholen. Fotos habe ich mit meiner kränkelnden Handy-Kamera natürlich auch gemacht – nur mit dem Einpflegen tue ich mich noch etwas schwer.
Wo Licht ist, ist leider auch der Schatten nicht weit und dieser Tage ungewöhnlich groß.
Seit einigen Tagen kämpfe ich mit Hausmittel und Nadel gegen einen Schildläusebefall an meinen Ozean Gift Mangroven. Täglich absuchen und einsprühen. Ich hoffe nur, ich schädige mit der Schmierseife nicht das Substrat und die Mistviecher fallen nicht auf die umliegenden Pflanzen ein. Wenn nichts mehr hilft, bestelle ich endlich mir mal eine Dose Nützlinge.
Den Ober-Super-GAU hat ein, von Wurzeln zugewachsener, Wasserstandsanzeiger bei meiner schönen Salakpalme angerichtet. Die Blätter waren absolut trocken und raschelten wie Transparentpapier, als ich ihnen heute endlich wieder Wasser gegeben habe. Keine Ahnung wie lange sie schon direkt neben der undankbaren Metalldampflampe vergeblich auf einen winzigen Tropfen gehofft haben. Ich könnte wirklich heulen.
Die nächsten Tage werden zeigen, wir groß die Schäden sind …
Meine laienhafte Konstruktion aus ERCO 3-Phasen-Stromschiene hängt endlich an der Decke. Der Akkuschrauber hat bei den 4,5er Schrauben kläglich versagt und neben einem Haltungsschaden habe ich kräftig Muskelkater. Wenn die eine Hand das Aluminiumprofil an die Decke drückt und die andere die Schraube auf dem nicht-magnetischen Schraubendreher im schmalen Spalt balanciert, wünscht man sich mehr als nur eine zusätzliche Hand.
Ich sollte mir also schleunigst noch ein paar Strahler auf eBay ersteigern, um die Leuchtstoffröhren zu ersetzen. Zur Not muss ich sie für die Übergangszeit halt doch wieder daneben hängen.
Angeschlossen ist die Schiene zur Zeit noch mit nur einer Phase. Das liegt in erster Linie daran, dass mir noch nicht ganz klar ist, wie ich ohne teure Zeitschaltuhren für die Hutschiene jeweils die 3 L Leiter schalte (die auf einer einzigen Phase liegen), während der gemeinsame Neutralleiter verbunden bleibt. Stromführende Kontakte an nicht-eingesteckten Schukosteckern möchte ich eigentlich auch vermeiden.
Wenn ich nur wüsste, ob Zeitschaltuhren nur L oder L+N schalten … *Schraubenzieher such*