Weihnachtsstern

7. Januar 2011 10:14 in Pflanzen & Exoten

WeihnachtssternMeine These ist ja folgende: Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) kommt bereits in einem Zustand in den Handel, die es einem unmöglich macht, sie bis ins neue Jahr am Leben zu halten. Staunässe oder Trockenheit kann es auch in diesem Jahr nicht gewesen sein – höchstens eine zu niedrige Raumtemperatur. Schreiten diese Pflanzen aus dem Gewächshaus durch irgendwelche verabreichte Zusätze bereits kurz vor dem Verkauf auf der grünen Meile?

Das Problem mit den Mangroven

19. September 2010 01:12 in Pflanzen & Exoten

Vor über vier Jahren ist Andrea aus dem Familienurlaub in Thailand zurückgekommen und hat mir eine Tüte mitgebrachte, die diesem Blog eine Zeit lang den Unteruntertitel “Pflanzen & Co” verpasst hat. Kurz bevor wir zusammengezogen sind, hatte ich mein Zimmer in ein halbes Tropenhaus verwandelt. Aus Platzproblemen sind die besonders exotischen Pflanzen wie beispielsweise die Mangroven nicht mit umgezogen.

Wer selber “schwierige” Pflanzen am Leben erhält wird nachvollziehen können, dass ihnen eine Wochenendbeziehung nicht gut bekommt. Das tägliche Einsprühen mit Wasser fällt weg und heimische Plagegeister kommen auch ohne Einladung ist Haus. Das schlechte Gewissen seine Pflanzen im Stich zu lassen wächst genau so schnell, wie das schlechte Gewissen um die künstliche Beleuchtung und Heizung, die jeden Tag zeit-geschaltet Leistung verbrät, ohne dass man dem Hobby noch nachgehen kann.

Bis auf eine Brillenmangrove hat diese Zeit nichts überstanden, da ich irgendwann schlicht den Stecker gezogen habe. Kein schöner Tag.

Nun habe ich in diesem Urlaub selber kräftig gesammelt und ein sehr ähnliches Paket aus Mangroven und anderen Samen mitgebracht, wie ich es damals überreicht bekommen habe.

Um es kurz einzuschieben: Auf meiner Fensterbank steht ein frisch aufgesetztes Paludarium, das ich mir aus den Resten meiner letzten Pflanzenphase gebastelt habe. Darin bahnt sich kontinuierlich warmes Brackwasser (leichter Salzgehalt) den Weg durch Sand, Kokohum und Blähton – vorbei an diversen “echten” Mangrovensamen.

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Im Sperrmüll

13. Oktober 2008 21:40 in Pflanzen & Exoten

Heute nach der FH hatte ich mit meinem Hardware-Paket leider beide Hände voll, sonst hätte ich den Sperrmüllturm auf dem Weg zu unserer Wohnung auf der Stelle genauer unter die Lupe genommen. Der kurze Blick hat aber genügt, um mich vor ein paar Minuten noch einmal auf die dunkle Straße zu treiben. Zum Glück entdeckte ich das erspähte Teil nach kurzer Suche unter einigen alten Blumenkästen, die sich inzwischen dazu gesellt hatten.

Terrarium

Die komplette Inneneinrichtung und der dezente Spiderman-Aufkleber oben links lassen mich auf ein “Haustier gestorben also Terrarium -> Müll” Szenario schließen – ein Tierkadaver ist aber definitiv nicht mehr im Glaskasten. Also wird er morgen gereinigt, geprüft und für meine feuchtigkeitsliebenden Pflänzchen aufs Fensterbrett gestellt.

Dankeschön! :)

Pflanzen in Not

11. März 2008 17:41 in Pflanzen & Exoten

Mancher mag sich fragen, was denn aus meinen Pflanzen geworden ist, über die hier schon seit geraumer Zeit kaum ein Wort verloren habe.

Die Antwort ist einfach wie dramatisch: Ich hab hier ganz massive Probleme meine Exoten heil über die kalte Jahreszeit zu bringen. :( Angefangen hat die Schildlaus-Plage an meinen Ozean Gift-Mangroven. Ohne zweiten warmen Standort musste ich mich nach Fehlschlag aller bekannten Methoden die Viecher loszuwerden entscheiden, ob ich sie einfach in der Kälte vor die Tür setze, um ihnen dort beim Eingehen zuzusehen.

Das habe ich aber nicht gemacht – immerhin sind es doch meine Schmuckstücke – sondern sie nur etwas von den anderen Pflanzen weg gebunden und auf den Frühling gehofft. Inzwischen haben aber auch meine Ananas, Efeu, Tamarinde und Nypa-Palme Besuch bekommen. Es ist ein echtes Trauerspiel. *heul*

Heute habe ich mal wieder alles zerquetscht, das mir unter die Finger gekommen ist, die Hydrokulturen von unten begutachtet und geschnitten. Ich brauche wirklich dringend eine Hitzewelle, damit ich Draußen zum einen mehr Platz für den Kampf gegen die Plagegeister habe und sich zum anderen auch Insekten über sie hermachen können. Gerade schwitzen sie mal wieder unter einer durchsichtigen Mülltüte …

So schön mein grüner Dschungel auch sein mag, für nächstes Jahr muss ich mir irgendetwas einfallen lassen, um die Luftfeuchtigkeit deutlich zu bessern. Entweder geschlossene Terrarien für die Problemfälle oder die ganze Mannschaft zieht ins Gewächshaus im Garten um, das aber (Teufelskreis) nur im Winter frei wäre und dann fast unmöglich zu beheizen wäre.

Seit meine Handycam kaum noch funktioniert und das Netzteil der Digitalkamera unauffindbar ist, wird das Dokumentieren per Fotos auch schwierig.

Für Tipps und “Alles wird wieder gut” Kommentare bin ich dankbar. *seufz*

Paludarium: Neue Rückwand

31. Oktober 2007 16:24 in Pflanzen & Exoten

Im Baumarkt habe ich vor einigen Wochen eine heruntergesetzte Rückwand für mein Paludarium erstanden. Die ist aus verklebten Kokosfasern, mit Aushöhlungen für Pflanzen. Das habe ich zum Anlass genommen mein DIY-Paludarium zu erneuern:

Die spärliche Bepflanzung wurde ausgelagert und die Algenmatte von Scheiben und Heizstab gewaschen.

Dann (als Experiment) der Heizstab unter einer Schicht Aquariumskies verbuddelt. Der Wasserspiegel soll später immer oberhalb dieser Schicht liegen – das untere Ende der Matte wird sogar eintauchen, damit sie Feuchtigkeit für ihre grünen Bewohner zieht.

Nun mit reichlich lebensmittel-echtem Silikon die Matte auf die hintere Glaswand geklebt und ein erstes mal mit einem Zerstäuber gewässert.

Als “Landteil” meine gesammelten schwarzen Nordseesteine in den Ecken und an den Scheiben aufgehäuft.

Nach einigen Stunden habe ich die Pflanzen mit viel gammeligem Moos in den Öffnungen befestigt. Ich hoffe auch, dass sich dort das vereinzelt nachwachsende Moos weiter verbreitet. Aus meinem Aquarium kam noch eine gute Hand voll Javamoos an die Rückwand und ins Wasser, da es nach meiner Erfahrung schnell schöne Teppiche bildet.

Ich bin wirklich gespannt, ob sich die Bromelien und Orchidee dort nun gut entwickeln werden. Die Luftfeuchtigkeit ist durchgehen hoch, die Beleuchtungsstärke aber äußerst verbesserungsbedürftig. Zumindest optisch macht es nun jede Menge her.

Meine Pflanzen 15: Gute Zeiten – schlechte Zeiten

20. September 2007 02:48 in Pflanzen & Exoten

Heute morgen hat sich die erste Blüte meiner Orchidee Phalaenopsis geöffnet. Da hat sich die Pflege um die Reste der Baumarkt-Pflanze doch wirklich gelohnt. Das Wachstum zu beobachten ist auch wirklich interessanter, als einfach die blühenden Exemplare in der Gartenabteilung abzuholen. Fotos habe ich mit meiner kränkelnden Handy-Kamera natürlich auch gemacht – nur mit dem Einpflegen tue ich mich noch etwas schwer.

Phalaenopsis

Wo Licht ist, ist leider auch der Schatten nicht weit und dieser Tage ungewöhnlich groß.

Seit einigen Tagen kämpfe ich mit Hausmittel und Nadel gegen einen Schildläusebefall an meinen Ozean Gift Mangroven. Täglich absuchen und einsprühen. Ich hoffe nur, ich schädige mit der Schmierseife nicht das Substrat und die Mistviecher fallen nicht auf die umliegenden Pflanzen ein. Wenn nichts mehr hilft, bestelle ich endlich mir mal eine Dose Nützlinge.

Den Ober-Super-GAU hat ein, von Wurzeln zugewachsener, Wasserstandsanzeiger bei meiner schönen Salakpalme angerichtet. Die Blätter waren absolut trocken und raschelten wie Transparentpapier, als ich ihnen heute endlich wieder Wasser gegeben habe. Keine Ahnung wie lange sie schon direkt neben der undankbaren Metalldampflampe vergeblich auf einen winzigen Tropfen gehofft haben. Ich könnte wirklich heulen. :(

Die nächsten Tage werden zeigen, wir groß die Schäden sind …

Let the light shine …

24. August 2007 22:40 in Pflanzen & Exoten

Meine laienhafte Konstruktion aus ERCO 3-Phasen-Stromschiene hängt endlich an der Decke. Der Akkuschrauber hat bei den 4,5er Schrauben kläglich versagt und neben einem Haltungsschaden habe ich kräftig Muskelkater. Wenn die eine Hand das Aluminiumprofil an die Decke drückt und die andere die Schraube auf dem nicht-magnetischen Schraubendreher im schmalen Spalt balanciert, wünscht man sich mehr als nur eine zusätzliche Hand. :)


Ich sollte mir also schleunigst noch ein paar Strahler auf eBay ersteigern, um die Leuchtstoffröhren zu ersetzen. Zur Not muss ich sie für die Übergangszeit halt doch wieder daneben hängen.

Angeschlossen ist die Schiene zur Zeit noch mit nur einer Phase. Das liegt in erster Linie daran, dass mir noch nicht ganz klar ist, wie ich ohne teure Zeitschaltuhren für die Hutschiene jeweils die 3 L Leiter schalte (die auf einer einzigen Phase liegen), während der gemeinsame Neutralleiter verbunden bleibt. Stromführende Kontakte an nicht-eingesteckten Schukosteckern möchte ich eigentlich auch vermeiden. ;)

Wenn ich nur wüsste, ob Zeitschaltuhren nur L oder L+N schalten … *Schraubenzieher such*

Neue Lichtkonstruktion für meine Pflanzen

8. August 2007 01:08 in Pflanzen & Exoten

Gestern kamen die letzten Abschlussblenden für meine kleine Pflanzen-Lichtinstallation. Bisher quetschten sich zwei Metalldampf-Strahler, ein Steckdosen-Adapter und eine Energiesparlampe auf 1m Hoffmeister 3-Phasenschiene, die ich (wie eigentlich auch den Rest) auf eBay ersteigert hatte. Daneben hängen noch 3 Leuchtstoffröhren.

Mit der heutigen Lieferung habe ich alle Teile zusammen, um mir ein passendes Schienenkreuz unter die Decke zu schrauben, das zukünftig alle Lampen auf sich vereinen soll.

Den halben Nachmittag habe ich damit verbracht, die 3m lange Erco-Schiene in die passenden Teile zu sägen – und zwar mit einer handelsüblichen Metall-Handsäge. Das Ergebnis würde manchen Schlossern bestimmt die Tränen in die Augen treiben. Nach einer großzügigen Behandlung der Schnittstellen mit einer groben Feile, dürfte es aber doch vorzeigbar sein.

Das zweite Problem ergab sich nach vorausschauender Lektüre der Montageanleitung: Normalerweise werden die stromführenden Kupferschienen in den geschnittenen Profilen auf beiden Seiten mit einer Spezialzange eingekürzt, damit ein Sicherheitsabstand der stromführenden Leiter zum Aluminiumprofil gegeben ist. Das gute Stück hätte mich aber das 3-fache der restlichen Materialien gekostet. Also hieß es auch hier: Improvisieren.

Mit einer Miniatur-Rechteckfeile habe ich also jede einzelne Kupferbahn (4 Stück pro Schienen-Ende) ein paar Millimeter weggefeilt, um in die Nähe der angegebenen 5mm zu kommen – eine wirkliche s****ß Arbeit (ideal, um sich ein paar nette Blasen an den Händen zuzulegen). Das Ergebnis ist wieder höchst fragwürdig – aber hoffentlich nicht mehr gemeingefährlich. Die Wikipedia macht mir mit einem Isolationswert der Luft von 2000V/mm Hoffnung, dass ich mich nicht rösten werde, wenn ich die Konstruktion in den nächsten Tagen teste und an die Zimmerdecke schraube. Ein evtl. ungünstig liegender Aluspan haut mir aber trotzdem schnell die Sicherungen raus. :)

Das tolle an diesen 3-Phasen System ist ja, dass ich drei Gruppen von Stromabnehmern getrennt schalten kann. Mir schwebt nämlich für die Zukunft folgendes vor:

Drei Zeitschaltuhren regeln die jeweilige Beleuchtungsdauer:

  1. Energiesparlampen
    Bringen als erste am Morgen Licht an meine Exoten.
  2. Metalldampfstrahler
    Werden einige Zeit nach (bzw. abends vor) den ESL geschaltet. Eine Einschaltverzögerung schützt vor dem gefürchteten Warmstart.
  3. LED-Nachtbeleuchtung
    Sobald die Sonne hinter dem Horizont versinkt, tauchen die LEDs meine Pflanzen in blaues (?) Mondlicht. Mit Funk-Schalter, damit man auch mal schlafen kann. ;)

Bis ich auf eBay ein günstiges Paket E27-Strahler für die Schiene ergattere, müssen die Energiesparlampen noch mit Baustellenfassungen an einem alten Adapter baumeln.

Bilder der Konstruktion ergänze ich, wenn das Ding unter der Decke hängt. Dann kann ich wenigstens sagen:

Sieht zwar abenteuerlich aus – funktioniert aber!

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