Jetzt auch Lebensmittel

1. Juli 2010 15:51 in Internet

Heute im ZAQ Seminar “Effektive Prüfungsvorbereitung” gab es den tollen Tipp, in der heißen Lernphase nicht zu viel Zeit mit Kochen und dem Erwerb von Grundnahrungsmitteln zu verplempern. Die Zeit könne man ja viel besser dafür nutzen die Vorschläge zum Zeitmanagement umzusetzen. In diesem Zusammenhang kam auch zur Sprache, dass es in Deutschland ja leider keinen Versandservice für Lebensmittel gibt, um wohlhabende Studenten von dieser lästigen Haushaltspflicht zu befreien. In Bremen gibt es ja die Alternative sich im Rahmen der gesetzlichen Öffnungszeiten bei Björn (dem Shopblogger) einzudecken, wenn man bei der furchtbar schwülen Luft eh nicht schlafen kann. Eine kurze Suche brachte in der Umgebung noch einen Rewe in Köln zu Tage, der dort in Flughafennähe rund um die Uhr geöffnet hat – der ist für eine mitternächtliche Fresstour aber zu weit weg. (weiterlesen …)

Greasemonkey und Chrome

22. Juni 2010 14:14 in Internet

Ich habe seit vielen Monaten Firefox den Rücken gekehrt und bin auf Chrome umgestiegen. Evil Google Chrome. ;)

Warum? Weil Chrome derzeit als WebKit-basierter Browser in meinen Augen in Bezug auf Benutzeroberfläche und Geschwindigkeit die Nase vorne hat.

Vor allem auf meinem Subnotebook mit geringer vertikaler Auflösung war die neuartige Tab-Ansicht in der Titelleiste für mich ausschlaggebend. Mein Gnomepanel habe ich eh schon auf den unteren Bildschirmrand reduziert. Selbst die Lesezeichenleiste, die ich bisher bei allen anderen Browsern deaktiviert hatte, nimmt mir inzwischen subjektiv nicht mehr die Sicht auf die Webseite.

Der Umstieg auf dem Desktop hatte mehr mit in der Stabilität externer Plugins zu tuen. Gerade Flash und mein Mediaplayer stürzten damals gerne ab und zogen meine über Stunden angesammelten Tabs – ja, ich bin eine echte Tabs-Sau – mit ins Verderben. Die Absturz-Recovery von Firefox konnte da nicht immer helfen.

Einige Punkte lassen mich aber immer wieder neidisch in Richtung Fuchs blicken: Beispielsweise die tollen Plugins zur Downloadverwaltung oder das Greasemonkey-Plugin, um Webseiten auf Clientseite umzustricken.

Im zweiten Fall vollkommen zu unrecht, wie ich gerade beim Infoblog gelesen habe. Chrome versteht die Scripte seit Version 4 und wandelt sie in ein Plugin um, das sich anstandslos zu den nativen Kollegen gesellt. Auch wenn man hier und da von Inkompatibilitäten liest, lief bisher alles.

userscripts.org ist die perfekte Spielwiese, wenn man mal wieder die OpenEmbedded Toolchain ab Anfang laufen lassen muss. :)

Retargeting

19. Juni 2010 19:10 in Internet

Conrad Retargeting WerbungSo heißt offensichtlich ein Schlagwort der Werbeindustrie, dass Angst machen kann. Gestern Nacht war ich auf der Suche nach einem Transportkoffer für mein Beagleboard/Kabel und später für meine Objektive. Irgendwann bin ich auch einmal bei Conrad vorbeigeschneit und hab mir dort die Auswahl angeschaut. Heute log ich mich in mein Tippspiel ein, um mich über meinen (exellenten) Tipp für das Spiel Ghana – Australien zu freuen, als mir die Bannerwerbung ins Auge springt.

Da scrollen doch wirklich die Produkte von gestern Abend von Unten nach Oben. Verdammt. Diese Déjà-vus häufen sich in letzter Zeit und ich bin davon wenig begeistert.

Technisch funktioniert das wohl so, dass der “Retargeting-Anbieter” auf allen teilnehmenden Seiten ein Cookie setzt bzw. ausliest, um den Benutzer wiederzuerkennen. Darüber hinaus liefert die Seite Informationen, die dann später für die dynamische Werbung genutzt wird. Selbst wenn die Vermarktung der Information nur auf die konkrete Werbung beschränkt ist, hab ich da kein Verständnis für. Immerhin habe ich mich bereits dagegen entschlossen die Artikel zu kaufen – nicht aus Zeitmangel, sondern weil er nicht meinen Wünschen entsprochen hat. Mir das Ding jetzt wieder unter die Nase zu halten, regt mich eigentlich auf.

Das Cookie-basierte OptOut, wie es der Anbieter anbietet, halte ich für einen schlechten Witz. Conrad hat bei mir also einen Stein im Brett.

Nachtrag: Christian hat natürlich recht. Ohne Drittanbieter-Cookies kann man sich solange verstecken, bis die Anbieter auf Browser-Footprints wechseln.

Flattr einmal kritisch

7. Juni 2010 18:58 in Blog,Internet

Die kritische Stimme zu Flattr gibt es selbstverständlich ebenfalls, auch wenn ich manches davon für Schwarzmalerei halte. Chris von F!XMBR hat seinen Kommentar gleich mit einer entsprechenden Vorlage für Adblock versehen. Eine Zusammenfassung seiner Argumente gegen Flattr (am besten seinen kompletten Eintrag lesen):

  • Betreiber haben Verbindungen zu ThePirateBay (wird in den Kommentaren diskutiert) – eine Webseite, die wiederum einen finanziellen Unterstützer mit Sympathien für rechtes Gedankengut hat.
  • Potenzial für Missbrauch der gewonnen Daten durch die Klicks
  • Gebühren (10% Flattr, X% PayPal)
  • Schneeballsystem bei dem das eingezahlte Geld mit den Monaten komplett beim Betreiber landet
  • Die Kleinbeträge verseuchen die Blogosphäre, weil unpopuläre Meinungen weniger honoriert werden
  • Button-Orgie (zusammen mit Facebook-Likes etc)

Den ersten Punkt abschließend bewerten zu können, nehme ich mir hier nicht heraus. Das die Diskussion “Stinkt Geld (über drei Ecken) auch wenn man sich davon nicht kompromittieren lässt?” in diesem Zusammenhang in einem großen Flamewar endet, ist nach Godwin’s law oder wie die  Regeln auch alle heißen vorprogrammiert.

Die Frage nach der Verwendung der gewonnen Daten und ob die Finanzierung auf annehmbare Weise erfolgt, stellt sich auch seit Jahren bei jedem neuen Produkt des interaktiven Internets. Ich bin eigentlich ganz froh, hier gleich ab Start einen transparenten Ansatz vorzufinden. Bei so manchem Service ist der Groschen in der Vergangenheit erst gefallen, nachdem er sich umfassend durchgesetzt hatte. Die Bindung zum konkreten Anbieter (und nicht der zugrunde liegenden Idee) kann bei Flattr gar nicht so krass werden, wie es z.B. Facebook mit dem Freundesnetzwerk geschafft hat.

Entwickelt sich der Betrieb wirklich gravierend in die falsche Richtung, springt bestimmt ein anderer Anbieter in die Breche, der seinen Marktvorteil gerade in der Ausräumung dieser Probleme sieht. Wenn man natürlich ein grundsätzliches Problem damit hat, dass hier Geld dem Besitzer wechselt, wird es sehr schwierig.

Meiner Meinung nach kommt Flattr einer Kultur-Flatrate mit OptIn schon sehr nahe. Im Auge behalten sollte man natürlich alles, was gewisse Risiken in sich trägt.

Meine Menschenkenntnis funktioniert im Normalfall auch über das Netz. Schreibt ein Blog plötzlich nur noch über populäre Themen, um seine Klicks nach oben zu treiben, entlarvt es sich halt selbst und mein Beitrag geht in Zukunft an eine  jemand anderen. Warten wir ab, wie viele neue  ”SEO-Blogs” dadurch noch dazu kommen. ;)

Und zu guter Letzt noch einmal meine volle Zustimmung: Die vielen Buttons stören mich ebenfalls, was aber eher eine Frage der Gestaltung ist und ob man wirklich auf jeder einzelnen Hochzeit tanzen muss.

Zwei Flattr Einladungen

7. Juni 2010 00:31 in Internet

Das wäre ja auch auf dem offiziellen Weg schnell gegangen. Zwei Invitation-Codes für Flattr lagen gerade in meiner Mailbox. Flucht nach vorne könnte man meinen, nachdem den Betreibern der DDoS-Angriff heute gut zugesetzt haben dürfte.

Hier also zwei Codes zur freien Verfügung:

Schreibt einen kurzen Kommentar, falls ihr einen der Codes verwendet, damit sich die nächsten die vorbei schauen nicht umsonst bemühen.

DSL Schaubild

19. Mai 2010 23:38 in Internet,Studium,Technik

Wer fragt, dem wird geantwortet. Zum Beispiel heute im ersten Praktikum vom vierten CCNA Teil. Als am Whiteboard die Topologien serieller WAN-Protokolle gegenüber gestellt wurden, stellte ich die Frage, wo denn im aktuellen Netz der Telekom (der Instruktor kommt aus dem Unternehmen) diese Technik eingesetzt wird bzw. an welcher Stelle unsere DSL-Daten die Bildfläche betreten.

Eine knappe halbe Stunde später hatten wir vom privaten DSL2-Anschluss bis zum MPLS-Backbone alles an der Tafel, von dem der normale Kunde an der Support-Hotline nicht einmal im Traum etwas hören möchte. ;)

Mal sehen, wie lange es vorhält, aber zumindest über Pfingsten kann ich noch halbwegs erklären, welche Technologien in welchem Abschnitt genutzt werden, wo die öffentliche IP verteilt wird und welche Optionen man als Unternehmen hat, bei der Telekom seine Standleitung in jeder Größe zu bekommen. Wenn ich mir ne “Dark Fibre” miete, sind die Kosten das Ganze hier in den vierten Stock zu verlegen wohl vernachlässigbar. Man müsste auch mal durchrechnen, ab welcher Personenzahl es für einen Häuserblock Sinn machen könnte, ihren Netzzugang in der Hierarchie ein paar Stufen höher einzuklinken. =)

Mir war z.B. gar nicht bewusst, dass in praktisch jedem städtischen Gebiet Deutschlands die nächste Glasfaser in Rufweite (ca. hundert Meter) liegt …

Gedanken zu Google Buzz

15. Februar 2010 23:23 in Blog,Internet

In den letzten Tagen habe ich Googles neuesten Abkömmling ein wenig getestet – und das auch nur, weil es anders als bei Twitter und den sozialen Netzwerken plötzlich einfach da war – direkt in meinem Google Mail Konto. Nagut, wenn ich ehrlich bin hatte ich mich zwei Tage vorher noch geärgert, dass ich nicht sofort nach dem offiziellen Launch für den Dienst freigeschaltet war. Die unvermeidbare Datenschutzdiskussion halten die Medien ja schon einige Tage warm.

Auf den ersten Blick konnte ich keinen großen Unterschied zu dem erkennen, was ich hier im Blog seit einigen Jahren verbreche oder in meinem Feedreader lese:
Kurze Einträge mit/ohne Foto, die andere Personen kommentieren können. Dazu die Möglichkeit Inhalt von anderen Googleseiten, Webseiten (RSS Feeds) oder auch Twitter-Accounts zu importieren, um sie zentral zusammenzufassen. Abgerundet durch ein kleines Profil, um dem Ganzen auch die soziale Komponente hinzuzufügen.

Das war für mich jetzt nicht genug, um mich wirklich zu begeistern.

Heute morgen hab ich aber (noch vom Bett aus) auf meinem Handy Google Maps auf Version 4 aktualisiert und mit der neuen Buzz-Integration gespielt. Dank mobiler Standortbestimmung kann man von dort seine Buzzs (Denglische Mehrzahl?) mit Ortsangabe absetzen und über ein neues Layer entsprechende Einträge in seiner Umgebung finden. Rund um die Kölner Innenstadt haben sich schon einige alkoholschwangere Grüppchen auf diesem Weg verewigt. Da die Einträge aber mit einem Alter versehen sind, kann man zumindest hoffen, dass diese Einträge in wenigen Tagen verschwinden und dafür die Turis auf der Domplatte übernehmen. :)
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Augen zu

19. Juni 2009 18:08 in Internet

Schönes Wetter draußen. Da geht es mir prima und dem deutschen Rechtsstaat leider schlecht. Dies meine ich natürlich vor allem in Bezug auf das jüngst verabschiedete “Internetsperren”-Gesetz, das eine Liste Domains (“Kinderpornographie”) durch einen Eingriff in die DNS-Server der deutschen Internet-Provider “sperrt”. Die Benutzung dieser DNS-Server ist natürlich (noch) optional, so dass sich die “Sperre” durch die Eingabe einer einzigen IP Adresse – also max. 12 Ziffern plus 3 Punkte – aushebeln lässt. Dafür hat das BKA immerhin ein schönes Mittel in der Hand, beliebige Domains auf einer geheimgehaltene Liste gleich beim Provider auf spezielle Server “umzubiegen”.

Die Worte “nur zum Schutze der Kinder” sind noch nicht verklungen, da melden sich schon die ersten Trittbrettfahrer, um das neu gewonnene Instrument der Volkserziehung weiter auszulasten. CDU-Politiker Thomas Strobl hätte gerne den Zugang zu jugendgefährdenden Inhalten gesperrt und auch Online-Casinos und das Filesharing stehen längst in der Warteschlange.

Ist das erst alles durch gewunken, bekommt bestimmt eine “Expertenkommission” ein Buch über das OSI-Modell in die Hände und verkündet voller Elan, dass man ja seit Monaten an den falschen Schrauben gedreht hat. Doch nicht auf Schicht 6 (DNS), sondern erst mit Sperren auf Schicht 3/4 (TCP/IP) ist das Internet endlich sicher. Und schwuppdiwupp … schon schauen die Server in jedes Paket und damit jede abgerufene Webseite, jedes Bild, jedes Musikstück, jedes Video, jede Email, jedes VoIP-Telefonat, jede IM, … Hab ich das nicht alles schon irgendwann mal geschrieben. Stimmt, die Infrastruktur kann ja auch gleich für die Vorratsdatenspeicherung verwendet werden kann. Praktisch.

Das hab ich heute in der RB48 auch der Frau im 4er Sitz nebenan erklärt, die mich auf mein “Zensursula”-Short angesprochen hatte. Nach der, mit zahlreichen Analogien gespickten, Erläuterung  (jaja ich weiß: Äpfel <-> Birnen) wirkte sie zumindest nicht gelangweilter als zuvor und auch meine anderen Mitfahrer schienen heimlich die MP3-Player etwas leiser gestellt zu haben.

Wann kommen wohl die ersten Angebote für verschlüsselte VPN-Endpunkte im freien Ausland, die auf den deutschen Markt zugeschnitten sind. Oder wird daraus eine Bewegung von “Circles of Trust“, die sich zusammen einen Root-Server für diese Aufgabe leisten. Verschlüsselung ist ja noch keine Straftat.

Nachtrag: Ein “lustiges” Detail über Herrn Strobl.

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