Ich sehe Netflix in Deutschland

24. Mai 2013 16:08 in Internet,Software

Vorgestern war es noch ein Gedankenspiel und heute Realität – die Neugierde war einfach zu groß. Ich kann nun Hulu und Netflix in Deutschland (mit Einschränkungen) nutzen, indem ich den Datenverkehr über eine OpenVPN-Verbindung zu einer Amazon EC2 Micro-Instanz in einem Amazon Rechenzentrum an der US-Westküste umleite.

Dafür müssen folgende Schritte abgearbeitet werden:

  1. Einrichtung einer Linux-Instanz bei Amazons EC2
  2. Login über das initiale SSH-Schlüsselpaar
  3. [DynDNS-Client einrichten]
  4. Installation des OpenVPN-Servers
  5. Generation von Server- und Client-Zertifikaten/Schlüsseln
  6. Konfiguration des OpenVPN-Servers
  7. Austausch der nötigen (!) Client-Daten mit dem eigenen Zielgerät (Android/Linux/Windows-Client) über eine sichere Verbindung
  8. Konfiguration des OpenVPN-Clienten
  9. VPN-Verbindung herstellen
  10. Verifikation der (neuen) öffentlichen IP
  11. Streamingdienste einrichten

Eine echte Anleitung werde ich an dieser Stelle (noch) nicht erstellen.
(weiterlesen …)

Und ich bin drin

8. Juli 2011 19:12 in Internet

Ecki hat den aktuellen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum in den G+-Sektor genutzt und mich in den inneren Kreis geführt. Damit muss ich wohl “SocialNetwork-Abstinenzler” aus meiner Seitenleiste nehmen. :) Mal sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

Mit scheint, dass ich aktuell auch schon Einladungen verteilen kann. Will jemand eine?

Google+

2. Juli 2011 16:58 in Internet

Google soziales Netzwerk Google+ geht ja wirklich ab im Netz. Sie haben es mal wieder mit ihrem Einladungssystem geschafft, das Interesse groß zu halten (ähnlich dem Gmail-Start seinerseits). Zwischenzeitlich waren gar keine Neuanmeldungen mehr möglich.

Ich frage mich, ob ich mich dort nicht auch einmal umsehen sollte.

Googles Unternehmensphilosophie ist mir deutlich angenehmer als die der Mitbewerber. Die Gefahr, dass sich Google+ wie Facebook in Bezug auf die Kommunikation komplett einigelt und Außenstehende viel zu oft vor der ungewünschten Registrierseite stehen, scheint mir nicht sehr groß zu sein. In Zweifelsfall ist man hoffentlich schnell wieder ausgetreten, ohne den Kontakt zu vielen Bekannten zu verlieren, weil eben nicht alles an einem Facebook-Account hängt. Das Kommunikationsmittel ist die gute alte Email und man kann Inhalte explizit auch extern freigeben. Und Bilder, Videos und ähnliches dürften eh bei den bekannten Dienstleistern liegen, wo man sie separat verfügbar halten kann. Das ist allerdings alles nur gemutmaßt. :)

Hört sich wie ein nettes Nebenher-Netzwerk an, das man nutzen kann aber nicht zwingend muss.

Ich würd’ ne Einladung nehmen, falls jemand eine übrig hat: VornameNachname@gmail.com :P

Smile! :/

6. Januar 2011 20:01 in Internet

Eigentlich ein ganz schlechter Start in das Blogjahr 2011. Aber ich muss das einfach loswerden.

Ich. Kann. Es. Nicht. Mehr. Sehen.

Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar

Es ist so frustrierend, wenn man im englisch-sprachigen Web umherstreunt und jeder zweite Videolink an der geo-politischen Barriere der Musikindustrie ein abruptes Ende findet. Nett, dass oft dabei steht, wem man den Downer zu verdanken hat. Wer hat sie erkannt – die Zeichen der Zeit?

Let’s talk about Wikileaks

3. Dezember 2010 17:41 in Internet,Weltgeschehen

Ich bin mir nicht sicher, was ich von den letzten Veröffentlichungen auf der Plattform halten soll.

Die Pagernachrichten vom 11. September 2001 waren ein Stück Zeitgeschichte, die anderenfalls im Nirwana verschwunden wären. Die Dokumente über die Kriege in Afghanistan und Irak, bringen Transparenz in ein Tabuthema, bei dem die Informationen sonst nur über die offizielle Propaganda beider Parteien zu beziehen sind. Es gibt wohl nichts Wichtigeres, als in einer kriegerischen Auseinandersetzung unter Beteiligung des eigenen Landes mit den korrekten Informationen versorgt zu werden. Noch besser wenn die Presse die Rohdaten sogar selber interpretieren kann.

Wenn irgendwo jemand auf der Welt zu sicher selber sagt: “Das hier stinkt zum Himmel und wird vertuscht, obwohl es die Menschen erfahren müssten!” hat er nun eine Plattform an die er sich wenden kann ohne gleich von der Presse zerfleischt zu werden. Wikileaks als Mittelsmann.

Allerdings hat sich Wikileaks damit eine Gatekeeper-Rolle unter den Nagel gerissen, die schwierige Entscheidungen beinhaltet.

Was ist von ausreichender Wichtigkeit?
Sind die zugespielten Informationen authentisch?
Handelt es sich evtl. um reines Denunziantentum?

Alles Entscheidungen die im Verborgenen getroffen werden müssen, da die Masse nach jedem noch so kleinen Informationshäppchen lechzt. Eine Aufgabe für eine unfehlbaren moralische und unangreifbare Instanz!

Kann man eine solche Aufgabe nicht auch durch das Internet-Kollektiv wahrgenommen werden?  In diesem Punkt habe ich so meine Zweifel, obwohl ich nur zu gerne an die kollektive Vernunft glauben würde. Blindes Nachplappern und Gerüchte führen aber gerade im Internet oft zu einer unheimliche Dynamik, die ihre eigenen Regeln aufstellt.

Um diese Abläufe verstehen zu können, würde ich sogar in Betracht ziehen, mal bei den Kölner Soziologen auf der anderen Rheinseite vorbeizuschauen. Als Informatiker bekommt man die ja nur selten zu Gesicht. ;)

Der Wikileaks-Sprecher  Julian Assange hat sich in seiner Rolle ins Rampenlicht gestellt und droht gerade darin unterzugehen. Ein internationaler Haftbefehl wegen Vergewaltigung (entweder Verschwörung oder die Leiche im Keller, die er sich nicht erlauben kann). Nationalisten aus vielen Ländern wollen ihm an den Kragen und Regierungen sind  zwischen öffentlicher Korrektness und Rachegelüsten hin- und her gerissen.

Den Mächtigen auf die Füße zu treten macht offensichtlich weder Freude noch Freunde.

Die aktuellen Versuche dem Projekt Domain und Webspace zu nehmen haben im Netz so gut wie keine Auswirkungen. Der Name ist Programm, ein paar Gigabyte Daten überall schnell zu hosten und Vollzeitmitarbeiter mit genügend Enthusiasmus durch die Brisanz der Daten und zur Not den Zuwendungen durch Spenden und die Presse immer zu finden. Die Katze ist einfach aus dem Sack.

Ich frage mich, ob die drohende Veröffentlichung von Interna in Zukunft nur die innere Kommunikation in Regierungen und Unternehmen beeinflusst oder wirklich einen positiven Einfluss auf Transparenz und Ehrlichkeit hat.

Meine Einschätzung zu den Zeugnissen der US-Diplomatie  aus der letzten Woche: Fast nur dreckige Wäsche.

Es wurden Gefühle verletzt, weil in vielen Fällen nun das Schwarz auf Weiß auf dem Papier steht, was beiden Seiten längst klar war, aber an der Öffentlichkeit weh tut. Wer sich Diplomat nennt, sollte empathisch genug sein, sein Gegenüber auch in der Hinsicht einordnen zu können, welche Ziele dieser verfolgt und wie er selbst von ihm wahrgenommen wird. Das Gefährliche oder sagen wir lieber das Unangenehme, ist die verletzte Ehre, wenn die eigenen Schwächen und die “kleinen weißen Lügen” offen gelegt werden – “das Gesicht zu verlieren” wie man so schön sagt.

Auf die nächste Veröffentlichung aus dem Bankensektor bin ich trotzdem sehr gespannt.

Verräter, Terrorist oder Robin Hood? Ohje.

Choose your weapon: Jojo

21. Oktober 2010 16:02 in Internet

Ich hatte damals auch eines dieser coolen Jojos, die sich bei ausreichender Rotation ausklinken und frei laufen – könnte sogar sein, dass es das transparente Modell mit den eingebauten LEDs war. Ein Trend der für kurze Zeit die Schulen überschwappte – noch vor Tamagotchi, Pokemon und Yugioh aber schon nach den Neon-Trollen und den samtstickern. ;) Als Sport ist die Fingerakrobatik offensichtlich noch voll auf Linie, da es zumindest einen Wettbewerb mit dem Namen “U.S National Yo-yo Contest 5A Division” gibt. Das klingt nach einem echten Liga-System.

Wenn ich mir die Performance des Gewinners Miguel Correa anschaue, möchte ich lieber in einer finsteren Nacht mit Nunchakus angegriffen werden, als seinem Jojo im Weg zu stehen. Habt ihr grad 3 Minuten Zeit?
2010 U.S National Yo-yo Contest 5A Division 1st Place: Miguel Correa

Subway mag Reddit.com

1. Oktober 2010 07:47 in Internet

Gestern wurde bei reddit.com der Link auf die amerikanische Webseite der Kette Subway gepostet, mit der Bitte, sich den HTML-Code näher anzuschauen.

Es war (und ist noch immer) das reinste Chaos: DOCTYPE und html-header in der Mitte des Quellcodes, mehrere Body-Tags über das Dokument verteilt, der Javascriptcode ein Albtraum und die Hälfte auch noch auskommentiert. Das diese Webseite gerendert werden kann grenzt an ein Wunder.

Heute ab es dann ein (sehr kleines) Update der Webseite, das diesen Kommentar in eine Javascript-Funktion hinzufügte:

Now the that big switch is gone, here are some fun facts:
1. This site was created in 2002, using Visual Studio 2003.
2. Yes there was some editing done in frontpage. The editors worked better than VS 2003, and we had a license for it.
3. A lot from the funky mark-up is from some early generation .NET thirdparty controls we’ve been maintaining.
4. We look forward to updating the site as much as you (probably more in fact!)
Thanks for the QA, Redditors!

Visual Studio 2003, Microsoft Frontpage und eine Prise DOTNET für 8 Jahre auf kleiner Flamme köcheln lassen – dann abschmecken und servieren. Oder besser gleich den Pizzaservice anrufen.

Nette Reaktion auf jeden Fall. Und bis auf eine Handvoll Leute, die in diesen Jahren bestimmt ihre HTML-Kenntnisse aus diesem Quelltext abgeleitet haben, ist auch niemand zu Schaden gekommen. ;)

Thailand – Bangkok

4. September 2010 18:27 in Internet

Andrea liegt gerade irgendwo unter den Armen einer jungen huebschen Thailaenderin. :) Die Einkaufstour heute hat sie so mitgenommen, dass unsere letzten Baht in eine Massage investiert, waehrend ich im Internetcafe sitze. Zehn Stunden Weekendmarket. Fast koennte man meinen, wir haben dieses Mal alles gesehen. Zum Beispiel die Polizeistreife, die langsam ihre Runden dreht, waehrend vor ihr die illegalen Staende (Decke auf der Strasse) abgebaut und hinter ihr wieder aufgebaut werden. Wer im Verkaufseifer nicht aufpasst, findet die Auslage des Abends auf der Ladeflaeche des Polizeipickups wieder. Pech gehabt.

Wir fliegen auf jeden Fall mit deutlich umfangreicherem Handgepaeck nach Hause. =)

Unser Flug geht um 6:40 Ortszeit und das Taxi wird uns um 3:30 am Guesthouse abholen. Also haben wir noch knappe 4 Stunden hier rund um die Khao San Road.

Tschuess Thailand, hallo Deutschland.

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