Kroketten? Netter Versuch

10. Dezember 2008 16:34 in Kulinarisch

Ich hatte mir gestern Abend in den Kopf gesetzt, Kroketten selber zu machen und heute Nachmittag habe ich das Vorhaben in Angriff genommen. Rezepte dafür muss man nicht lange suchen. In Variationen immer die gleiche Liste: Kartoffel kochen, stampfen und mit Butter, etwas Mehl, Eigelb und Gewürzen vermengen, bis ein formbarer Teig daraus entsteht. Kroketten formen, panieren und braten/frittieren/backen.

Teig rollen Kroketten

Mein Teig war ziemlich klebrig und so habe ich sehr sehr sehr viel Mehl einarbeiten müssen. ;) Und wenn ich mal mit Mehl herumspiele, sieht es in der Wohnung schnell chaotisch aus.

Chaos Fertig

Was man auf dem Blech sieht, hat leider nur optisch Ähnlichkeit mit Kroketten. Nennen wir es lieber Kartoffelbrot oder so. :) Essbar ist es, sehr mächtig dazu und am ehesten noch als Fingerfood zu gebrauchen. Netter Versuch. Fail.

Spätherbstliche Lebensmittel

6. November 2007 23:20 in Kulinarisch

So langsam finden sich auf meinem Speiseplan Dinge wieder, die ich fast ausschließlich mit der spät-herbstlichen/vorweihnachtlichen Zeit verbinde. Zum Beispiel die großen Netze Mandarinen, bei denen sich die Schale plus weiße Rückstände so gut lösen lassen, dass sogar Andrea sie nach minutenlanger Pulerei und Fingerarbeit endlich essen kann. :) Die einzelnen Stücke gemütlich vor dem Fernseher in ihre ebenso faszinierenden Einzelteile zu zerlegen macht sogar mir gelegentlich Spaß – dazu kann man sich dann der Illusion hingeben, der Geschmack hätte sich durch die zeitaufwändige Behandlung enorm gesteigert.

Da sind außerdem noch die Schalen und Kartons mit Datteln in Glukosesirup, die ich ebenfalls gerne esse. Von allen mir bekannten Süßspeisen sind diese Früchte, das klebrigste und zugleich das am übelsten aussehende Lebensmittel – es glänzt und bröckelt an allen Enden – mal milchig weiß, braun oder beige – die Konsistenz irgendwo zwischen mehlig weich, über saftig, bis nach knackig. Ein verschimmeltes Exemplar könnte ich wohl selbst bei genauester Begutachtung nicht aussortieren. Ich kann nur hoffen die Zuckerglasur und anschließende Nachbehandlung erstickt gründlich jeden Keim und jede Spore – die Haltbarkeit der verschlossenen Packungen von fast einem ganzes Jahr, macht mich auch stutzig – doch ich werde wohl den Chemikern von der Qualitätssicherung vertrauen müssen.

Ändert aber alles nichts daran, dass vor mir ein halbes Netz Mandarinen und eine frische Packung Datteln liegt. ;)

Schokoladen-Popcorn-Blöcke

14. Juli 2007 14:42 in Kulinarisch

Nun, da meine Popcorn-Maschine so wunderbar funktioniert, geht es ans Experimentieren. :)

Ein Versuch mit Paprikapulver und Asia-Gewürz war leider am fehlenden Bindemittel (Butter, Öl, …) gescheitert. Also ging der nächste Schritt in die gegensätzliche Richtung:

Erster Schritt: Popcorn machen

Zweiter Schritt: 4 Tafeln Schokolade schmelzen

Dritter Schritt: Die flüssige Schokolade unter das Popcorn rühren

Vierter Schritt: Die Masse in einer mit Küchenfolie ausgeschlagenen Kastenform in den Kühlschrank stellen

Fünfter Schritt: Lasst euch etwas einfallen

Das Zerteilen ist nicht ganz einfach – das Ergebnis aber gar sakriköstlich (wie Homer bestimmt urteilen würde). ;)

UnDonut-Teige

1. Juli 2007 17:11 in Kulinarisch

Vor einigen Wochen habe ich mich im Internet nach einem Rezept umgesehen, um auf einem speziellen Backblech Donuts zu backen, die so schmecken wie man es von den gekauften gewohnt ist. Die gefundenen Teige waren zum Teil auf Hefebasis, aber auch mit Quark. In der Not habe ich einfach beide Varianten getestet.

Was ich nun sagen kann: Weder die Quarkdonuts noch die Hefedonuts haben trotz genauester Zubereitung große Ähnlichkeit mit dem Original. Dieses Urteil bedeutet bei weitem nicht, dass das Ergebnis ungenießbar ist. Vielleicht bewahrt aber diese Information jemanden vor einer großen Enttäuschung. Ringförmige Mini-Kuchen möchte nicht jeder haben. :(

Sollte ein netter Besucher die ultimative Formel kennen, würde ich mich über einen Tipp sehr freuen. Zur Not werfe ich dafür auch die Friteuse an. :)

Chiliöl

8. Mai 2007 14:20 in Kulinarisch

Ich hab mich getraut, mein aufgesetztes Chili-Öl zu testen. Wenn man einen winzigen Tropfen auf den Finger tropft und die Zunge benetzt, bemerkt man zunächst gar nichts. Nach ein paar Sekunden kommt aber das gewohnte Prickeln und der fruchtige Geschmack durch. Ein paar Wochen sollte das Öl aber noch reifen, bis es in den Salat und auf Pizzen wandern kann.

Habaneros im Einsatz

18. April 2007 02:23 in Kulinarisch

Meine Mutter hat heute eine lecker Avocado-Creme gemacht. Beim dritten Biss in die bestrichene Ciabattascheibe musste ich aber doch sehr kämpfen. Nicht weil mir die Creme nicht schmeckte, sondern weil mir schlagartig und unmissverständlich klar wurde, dass meine frischen “Red Savina” Habaneros endlich ihren Weg in die häusliche Küche geschafft hatten. *freu*

Nun esse ich vor 5 Minuten das letzte Stück Ciabatta – nun aber mit Mayonnaise – als “2Uhr Imbiss” und frage mich mich verwirrt, ob wohl das Brot oder die Mayo schlecht geworden sind könnte. Die mikroskopischen Chilispuren auf dem Brotschneidebrett lassen aber nur einen Rückschluss auf den Ursprung der unerwarteten Schärfe zu. ;)

Ich vergesse immer wieder, wie heftig die Dinger doch sein können.

Glücksbrotteig: Schoko-Chili

18. November 2006 17:55 in Kulinarisch

Bevor ich meine Neukreation in wenigen Stunden an den singenden Mitgliedern der Gemeinde St. Michael teste, schreibe ich hier das Rezept dazu nieder. ;) Eigentlich habe ich schon jede Menge davon verputzt und für gut befunden.

Wir beginnen als mit dem Rezept ganz nach Anleitung:

  • 1. Tag: Rühren
  • 2. Tag: 200 g Zucker hinzugeben und rühren
  • 3. Tag: 200 ml Milch hinzugeben und rühren
  • 4. Tag: 200g Mehl hinzugeben und rühren
  • 5. Tag: 1/2 TL Salz hinzugeben und rühren
  • 6. Tag: 200 g Zucker, 200 g Mehl, 200 ml Milch hinzugeben und rühren bis der Teig glatt ist.

Für den nun zu verteilenden Teig konnte ich leider keine Abnehmer finden. (Reaktion: “Ist das ein Hermann? Nein danke!”) ;) Also habe ich die Hälfte als neuen Ansatz für mich abgezweigt (Laut Anleitung streng verboten, aber so abergläubisch bin ich nicht) und den Rest weiterverarbeitet.

Hinzu kamen (wieder nach Anleitung):

  • 200g Mehl
  • 3 Eier
  • 1,5 Päckchen Backpulver
  • 150ml neutrales Speise-Öl

Dann alles per Hand glatt rühren und die letzten Zutaten vorbereiten:

  • 200g Schokoladen Kuvertüre (Sorte je nach Geschmack)
  • 2-3 TL echtes Kakaopulver (kein Nesquik, …)
  • 1-2 Chilischoten (Z.B. Red Mushroom, Habanero)

Die Blockkuvertüre sehr fein hacken (einige gröbere Krümmel sind erlaubt). Die Chili(s) vom Grünzeug befreien und möglichst fein zerhacken, damit sich die Verkoster nicht an einem großen Stück den Mund verbrennen, sondern eine tolle Grundschärfe entsteht. Die Kerne als großer Schärfelieferant habe ich nicht herausgeschnitten. Schokolade, gehackte Chilis zusammen mit dem Kakaopulver gleichmäßig in den Teig einarbeiten.

Die Konstistenz sollte nun ziemlich steif sein (ähnlich Brownieteig) und kann je nach Belieben in Muffinförmchen oder gefettete Kastenformen gefüllt werden. Die Menge reicht für ca. 36 Muffins oder – wie bei mir – für 12 Muffins und 2 größere Formen.

Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Muffins brauchen ca. 20 Minuten, eine Kastenform 30-40 Minuten. Am besten gelegentlich mit Holzstäbchen überprüfen, ob der Teig durch ist.

Lasst es euch schmecken, ;)
Christian

Kokosmilchmuffins

7. Juni 2006 17:09 in Kulinarisch

Was tuen, wenn man am Abend Kokosnussmilch mit Kokusnusswasser verwechselt hat und nun 420ml des weißen Breies auf dem Tisch stehen hat?

Richtig – einfach mal zu Muffins verarbeiten!

Ich habe in meinem Muffinrezept die Milch und die Smarties gegen die Kokosmilch ausgetauscht und den Teig etwas unkonventionell mit einer Prise Curry, Paprika und Chili gewürzt. Der erste Eindruck war gar nicht so schlecht, nur war ich leider schon vor dem Backen papp satt.

Heute Abend teste ich die Eigenkreation dann an Andrea. Sollte sie nicht spontan umfallen oder explodieren ist das Rezept ja evtl. ausbaufähig. Vor allem war ich sehr überrascht, dass der starke Kokosgeschmack völlig verloren gegangen ist.

Über die Menschenversuche werde ich in Kürze berichten.

Nachtrag:

Sie sind wohl essbar, aber ich hab schon bessere Muffins gebacken. ;)

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