Als kleinen Test für unseren Thailandurlaub habe ich eine kleine Erweiterung für mein Theme geschrieben, mit dem ich einzelnen Einträgen Koordinaten zuordnen kann. Das funktioniert einfach über ein benutzerdefiniertes Feld in das ich die Koordinaten einfüge, wie sie mir z.B. Google Maps liefert: In der Form zweier Dezimalzahlen für Breite und Länge.
Dort kann man mit der Funktion “Was ist hier?” an jeder Stelle der Karte eine Markierung setzen und mit einem Klick die Koordinaten ablesen, um sie im Blog zu verwenden. Alternativ öffnet ein kleines JavaScript-Snipplet – in die Adressleiste gepostet – ein Fenster mit den Koordinaten des gerade zentrierten Punktes:
javascript:void(prompt('',gApplication.getMap().getCenter()));
Die Versionsnummer von WordPress ist auf die 3.0 gesprungen. Um die neuen Features nutzen zu können, sind dieses Mal größere Umbauten am Theme notwendig. Wie ich vor einigen Tagen schrieb, hat mich das neue Default-Theme schon bei einem anderen Projekt fast zur Verzweiflung getrieben. Nun liegt also auch hier einiges an Arbeit an, bis ich mich ans Update traue.
Was ich gerne in Zukunft nutzen möchte (als Plugin oder “nativ”):
Und auch für den oben verlinkten Artikel gilt: Kein Post ohne Vuvuzela-Bezug. Ich hätte mir heute im OBI fast eine gekauft.
Wer nicht genug bekommen kann, darf hier vorbeischauen, um jede beliebige Webseite mit dem Geräusch des beliebten Instruments zu hinterlegen.
Beim Update des Flattr-Plugins ist mir aufgefallen, dass ich mich in den Einstellungen grob vertan habe. Das erste Feld der Einstellungen möchte mit einer Benutzer-ID (numerisch) und nicht dem Benutzernamen (alpha-numerisch) gefüllt werde. Das steht dann zwar gleich unter dem Eingabefeld – aber in kleinster Schriftart und Hinweis-Grau. Wäre ich da nicht auf der Suche nach neuen Einstellmöglichkeiten der neuen Version drüber gestolpert, wäre ich bestimmt weiterhin der einzige “ausschließliche Konsument” der Beta-Phase gewesen.
Also gut aufpassen und ins Kleingedruckte spähen, auch wenn ihr vor euren 22+ Zoll Bildschirmen hockt.
Die kritische Stimme zu Flattr gibt es selbstverständlich ebenfalls, auch wenn ich manches davon für Schwarzmalerei halte. Chris von F!XMBR hat seinen Kommentar gleich mit einer entsprechenden Vorlage für Adblock versehen. Eine Zusammenfassung seiner Argumente gegen Flattr (am besten seinen kompletten Eintrag lesen):
Den ersten Punkt abschließend bewerten zu können, nehme ich mir hier nicht heraus. Das die Diskussion “Stinkt Geld (über drei Ecken) auch wenn man sich davon nicht kompromittieren lässt?” in diesem Zusammenhang in einem großen Flamewar endet, ist nach Godwin’s law oder wie die Regeln auch alle heißen vorprogrammiert.
Die Frage nach der Verwendung der gewonnen Daten und ob die Finanzierung auf annehmbare Weise erfolgt, stellt sich auch seit Jahren bei jedem neuen Produkt des interaktiven Internets. Ich bin eigentlich ganz froh, hier gleich ab Start einen transparenten Ansatz vorzufinden. Bei so manchem Service ist der Groschen in der Vergangenheit erst gefallen, nachdem er sich umfassend durchgesetzt hatte. Die Bindung zum konkreten Anbieter (und nicht der zugrunde liegenden Idee) kann bei Flattr gar nicht so krass werden, wie es z.B. Facebook mit dem Freundesnetzwerk geschafft hat.
Entwickelt sich der Betrieb wirklich gravierend in die falsche Richtung, springt bestimmt ein anderer Anbieter in die Breche, der seinen Marktvorteil gerade in der Ausräumung dieser Probleme sieht. Wenn man natürlich ein grundsätzliches Problem damit hat, dass hier Geld dem Besitzer wechselt, wird es sehr schwierig.
Meiner Meinung nach kommt Flattr einer Kultur-Flatrate mit OptIn schon sehr nahe. Im Auge behalten sollte man natürlich alles, was gewisse Risiken in sich trägt.
Meine Menschenkenntnis funktioniert im Normalfall auch über das Netz. Schreibt ein Blog plötzlich nur noch über populäre Themen, um seine Klicks nach oben zu treiben, entlarvt es sich halt selbst und mein Beitrag geht in Zukunft an eine jemand anderen. Warten wir ab, wie viele neue ”SEO-Blogs” dadurch noch dazu kommen.
Und zu guter Letzt noch einmal meine volle Zustimmung: Die vielen Buttons stören mich ebenfalls, was aber eher eine Frage der Gestaltung ist und ob man wirklich auf jeder einzelnen Hochzeit tanzen muss.
Ich konnte doch nicht mehr auf eine offizielle Einladung warten und habe die Blogsuche nach Invitation-Codes abgesucht. Gefunden habe den Code gerade in einem französischen Blog über Fansubs für japanische Anime, in dem sich der Autor darüber ausließ, warum wir Deutsche so präsent in den Flattr-Toplisten sind. Ich hoffe meine Entschuldigung wird angenommen.
Die entsprechenden Knöpfe sind hier bereits zu finden, auch wenn mich das Design noch nicht sonderlich anspricht – einen absoluten Minimal-Knopf, den man besser in den Seiten mit mehreren Einträgen verstecken kann, vermisse ich noch.
Und da gerade die Flattr Domain offline zu sein scheint, zeigt sich gleich ein weiteres Problem: Die Seite baut sich unglaublich langsam auf, als würde auf PHP-Seite bei jedem Button ein TimeOut ablaufen. Inzwischen fehlt nur noch der Button, weil das verlinkte Script nicht gefunden wird. Ließe sich da nicht der zu ladene Teil komplett auf den eigenen Webserver verteilen, so dass nur noch bei einem Klick die Verbindung aufgebaut wird? Idealer Weise um den Button ohne Javascript zu generieren?
Ich freu mich schon meinen eigenen kleinen Betrag unter meinen Feeds zu verteilen.
Nachtrag: Und googelt man nach der Downtime landet man unweigerlich bei Twitter – dort kommt wirklich alles in Echtzeit an. =)
Nachtrag 2: Plugins sind erstmal deaktiviert.
Nachtrag 3: Das offizielle Blog redet von einem DDoS-Angriff auf die Flattr-Server. Vielleicht ist es ganz gut, dass auf diese Weise auch die Problematik des zentralen Javascripts aufgezeigt wurde. Dafür gibt es ja die Beta.
Da gegenwärtig alles wieder performant läuft sind die Plugins wieder drin.