Ich bin sauer und traurig.
Ende vorletzter Woche stand der Paketdienst vor meiner Tür und hat mir meine Festplatten gebracht. Im anderen Arm ein weiteres Paket für einen Nachbarn im Erdgeschoss, für das ich dann ebenfalls unterschrieben habe. Am Abend stand ich unten vor seiner Tür, um das Paket abzugeben, doch niemand machte auf. Auch am nächsten Tag traf ich zwei Mal niemanden an (1x vor und 1x nach normalen Büroschlusszeiten). Nun wollte ich aber für die nächsten Tage nach Solingen zu meinen Eltern fahren.
Lass ich das Paket für die ganze Zeit bei mir in der Wohnung stehen oder leg ich es in den Flur, damit mein Nachbar es (wie ich dachte in wenigen Minuten) findet? Ich hab es in den Flur gelegt und Sonntagabend lag es dort nicht mehr.
Zeitsprung um eine Woche. Der Nachbar steht vor der Haustür und möchte sein Schuhregal haben. Schock! Verdammt. Ich habe ihn dann gebeten, GLS über den Sachverhalt zu informieren, in der Hoffnung, dass es dort für solche Fälle eine Kulanzregelung gibt.
Gibt es offensichtlich nicht, denn eben stand der Zusteller vor der Tür und wollte sichtlich aufgeregt wissen, wo das Paket geblieben ist. Ich hätte eher einen Fragebogen zur Stellungsnahme per Post erwartet und nicht, dass der Fahrer sich mit soetwas herumschlagen muss. Nachdem ich die Situation beruhigt hatte, bekam ich seine Telefonnummer und ein Formular, auf dem die “gütliche Einigung” mit dem Empfänger quittiert werden muss. Na toll, dass hätte ich ohne Hilfe der GLS hinbekommen – Standardvorgang.
Wie das Ganze jetzt für mich zu Ende geht?
Ich werde für 80€ ein schönes Schuhregal kaufen, das ich mir rückwirkend zu einem Zeitpunkt zwischen dem 26.02. 19:00 und dem 28.02. 16:00 klauen lasse.
Sowas ist mir bisher nicht passiert und ich hatte das auch für die Zukunft nicht geplant.Kein schönes Gefühl, was sich da in einem breit macht.
Pakete werde ich jetzt natürlich immer noch annehmen, nur im Flur ist offensichtlich nichts sicher – dabei stellt die Post jedes Päckchen an die selbe Stelle. So ein Mist.
Zeige ich das jetzt bei der Polizei an? In blödesten Fall dürfen sich dann die restlichen noch dazu äußern und ich (bzw. mein Nachbar) müssen einen Bericht abgeben. Soll ich es aus Prinzip trotzdem machen?
Nachtrag: Ein schlichtes Schuhregal aus Naturholz ist es gewesen – für “nur” 70€. Gleich kommt der GLS-Fahrer und holt den Wisch mit der Unterschrift ab. Zum Glück habe ich freundliche Nachbarn, mit denen man sich über die Praxis der einzelnen Transportunternehmen unterhalten kann. So bleiben zumindest da keine bleibenden Unstimmigkeiten mehr. :/
Fragt lieber nicht. Obwohl – bloggen tue ich es ja doch. Eine meiner typischen “1€ eBay”-Geschichten. Zumindest Andrea hatte ich aber vorgewarnt.
Das Ding ist groß, leuchtet im Dunkeln, liefert “on demand” kaltes und heißes Wasser. Durchlauferhitzer und Mini-Getränkekühlschrank – perfekt, um sich morgens ne schnelle Tasse Tee zu machen oder sich für den Fernsehabend ein kaltes Getränk mit Zitronenteepulver zu machen.
Braucht man nicht – steht aber seit letztem Wochenende in unserem Wohnzimmer.
Lange nichts Neues hier. Liegt daran, dass ich in letzter Zeit oft erst spät nach Hause komme und auch sonst mehr als genug fürs Studium zu tuen ist. Dabei hätte ich einiges im Kopf, was ich noch bloggen wollte.
Meinen freien Vormittag heute habe ich damit zugebracht, den Inhalt unseres Kellerverschlages in einen Anderen zuräumen. Denn es tropft seit einer Woche massiv Wasser aus der Decke. Nicht die schöne, kühle, trinkbare Variante, die einen an einen erfrischenden Herbstregen oder den letzten Urlaub am Meer erinnert, sondern die “benutzte” Variante … den Rest spare ich mir mal. *würg*
Mein neues Snowboard ist dem leider schon zum Opfer gefallen. Wohl schon während ich noch auf dem Weg nach Finnland war, hat sich der Rost die Metallkanten einverleibt – selbst mit einem zwei drei Schleifvorgängen beim Händler wäre nicht mehr genug davon übrig.
Ich hab aber die Hoffnung, dass die Versicherung meiner Vermieterin den Verlust erstattet – so teuer war das Board ja auch wieder nicht. Ansonsten war der Keller voller Servergehäuse, die aber bis auf einige äußere Spritzer nichts abbekommen haben dürften.
Soweit so ärgerlich. Den stechenden Geruch hab ich jetzt noch in der Nase.
Pause. Dieser Tag ist schon und wird noch anstrengend. Andrea betritt morgen nach 3 Monaten Praktikum in Helsinki wieder deutschen Boden und nun liegt es an mir, ob ich die Wohnung wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzen kann.
Der Kühlschrank ist leer und die Wohnung voller Kisten mit Kabeln, Bauteilen und Platinen. Mag sein, dass ich dem Staub auch nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt habe. Meine Eltern waren gestern so nett, ihr Auto mit den Resten des Fernsehers – ich musste ihn natürlich auf der Suche nach Bauteilen demontieren – zu füllen und diese heute morgen zur Deponie zu fahren. Im Keller fanden sich dann noch zwei weitere Kisten mit Schrott – wo das nur immer alles herkommt.
Die Küche ist schon auf Status “check” und das Wohnzimmer gesaugt. Da ist leider noch viel Wohnung übrig. Mal sehen, ob ich auch zu den Fenstern komme – die unter dem Balkon unserer Vermieterin sehen echt schlimm aus.
In ein paar Minuten werden bei uns die Wasseruhren und Heizungkostenmesser abgelesen. Seit unserem Einzug wäre dies das erste Mal, dass die Hausverwaltung wieder die Räumlichkeiten betritt. Diesen Herbst haben wir sehr spät mit dem Heizen begonnen und sind entsprechend gespannt, wie das Feedback aussehen wird. Unser Stromanbieter hat uns vor einem Monat bereits die Abschlagszahlung erhöht, weil wir diese bis auf 1-2 Euro exakt verbraucht haben – da wäre es doch schön, wenn sich hier ein postiver Cashflow einstellen würde.
Allerdings haben wir darüber ja noch keine Abrechnung bekommen und erwarten lieber zunächst das Schlimmste.
Mit den kryptischen Anzeigen an den Heizkörpern kann ich nichts anfangen – vermute aber, dass wir im Wohnzimmer 5x mehr heizt haben, als im Schlafzimmer. Den Badezimmerthermostat haben wir nicht angefassen müssen und das Messgerät zeigt trotz Erwärmung durch das Duschwasser (Wasser -> Luft -> Heizung) nur 0 an. Würd mich interessieren, wie das umgesetzt wird.
Zwei Personen auf 52m² haben übrigens diese Mengen an Wasser über ein halbes Jahr verbraucht:
4 m³ Warmwasser
10,2 m³ Kaltwasser
Davon etwa 60% im Badezimmer und den Rest in der Küche (die Uhr im Keller für die Waschmaschine noch nicht eingerechnet). Das würde grob gerundet einem Tagesverbrauch von 85 Litern (bzw. 42,5 Liter pro Kopf) entsprechen. Bei Spon hab ich eine ältere Vergleichstabelle gefunden, die von durchschnittlich 250l in einem 2-Personen-Haushalt ausgeht. Danach wären wir ja ganz gut dabei.
Den Aufschlag für das zentrale Warmwasser, Abwassergebühr und die Fixkosten hab ich allerdings nicht im Blick, so dass es doch auf eine kleine Überraschung hinausläuft. Bei der Heizung das gleiche Spiele: Dort hängen wir mit 30% auf die Wohnfläche auch vom Kälteempfinden unserer Nachbarn ab.