Imlil

Wir schaffen den Aufstieg noch vor dem Wetterumschwung. Acht Stunden Fahrt lagen zwischen Tafraoute und Imlil. Bei der Abfahrt um 8 Uhr lagen die Berge noch in einer Lage Watte.

Immerhin waren wir die Straße nach Agadir noch nicht gefahren und konnten dort auf die Mautstraße nach Marrakesch wechseln, sonst wären die 440km sowohl sehr öde aber auch nicht an einem Stück zu bewältigen gewesen.

In Marrakesch kauften wir vorsorglich Proviant für die nächsten Tage ein. Von der Straße aus ist Imlil zunächst ein Meer aus Hinweisschildern zu Herbergen jeder Preisstufe, Plakaten für organisierte Touren und Ausrüstung. Neben den schwer beladenen Transportern, die gerade die Apfelernte ins Flachland schaffen, sind ein Menge Touristen in voller Wandermontur auf der Straße. Unseren Campingplatz konnten wir nicht anhand der Beschilderung finden und der GPS-Empfang hat seine Schwierigkeiten mit dem engen Tal hier. Also fuhren wir zunächst ins falsche Bergdorf hinter einem kriechenden Apfeltransport, bis wir unseren Fehler bemerkten und umkehrten. 

Der Besitzer einer Herberge mit Garten (der das Camping auf dem Schild rechtfertigt) setzte uns nach kurzer Verhandlung einen Bekannten ins Auto,  der uns zu unserer neuen Unterkunft begleitete. In einer anderen Situation wäre ich diesen Weg nimmer freiwillig gefahren – die Kurven hinter Imlil sind nicht mehr Mietwagen-kompatibel.

Wir werden morgen zur Akklimatisierung eine Wanderung über ca. 7 Stunden auf gleicher Höhe machen, bevor wir den Tag darauf zur Hütte aufsteigen und übernachten. Von dort sind es am nächsten Morgen drei Stunden zum Gipfel des Toubkal, bevor wir über 10 Stunden mit kleinen Pausen nach Imlil absteigen.

Das Wetter hält sich und in der Moschee am gegenüberliegenden Hang ist jeden Abend Trommel- und Singtreff. 

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