Über den Wolken

Um kurz nach neun hatten wir den Ticket-Schalter in den Petronastowers entdeckt. Eine halbe Stunde nach Öffnung gab es hier nur noch Termine nach Mittag – drei Stunden, die wir in den Parkanlagen rund um die Türme verbrachten. (Es gibt einen nirgendwo ausgeschriebenen Studententarif)

In der Nähe des Aquariums wird einer der Teiche mit gechlortem Wasser gespeist und dient als kleines Freibad für Kinder zwischen den Wolkenkratzern.

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Die Tour führt zunächst auf die 41. Etage, wo ein verglaster Gang die Türme verbindet . Nach 15 Minuten bringen zwei weitere Aufzüge die Besucher auf die 86. Etage mit Rundumblick. Zumindest, wenn der Smog über der Stadt nicht alles im weißen Dunst verschwinden lässt. Trotzdem kommt man auf dieser Höhe mitten in einer Metropole nur selten.

Meinen Rucksack musste ich am Boden lassen. Zwei Objektive passten mit Drücken und Stopfen auch in Andreas Handtasche. Mein Handy hatte ich allerdings in der Eile nicht eingepackt.

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Das Mittagessen hatten wir uns in einem der beiden überfüllten Food-Courts des Einkaufszentrums in den unteren Etagen ausgesucht. Indische Currys mit Reis und Papadam.

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Der Nachmittag führte uns in die Nationalmoschee unweit unserer Unterkunft. Andrea musste sich wie alle Frauen mit einer lila Robe und Kopftuch zum überziehen verhüllen. Meine Leinenhose genügte den Ansprüchen. Ein sehr schlichter aber schöner Bau mit WLAN. 😉 Manch‘ Gläubiger schien sich nur für ein Mittagsschläfchen in eine Ecke gelegt zu haben.

Der botanische Garten machte bereits die Pforten dicht, als wir in der Dämmerung über das Gelände spazieren. Wir hatten Kichererbsen, Sesambällchen, gewürzte Kartoffelsticks und mit Erdnuss gefüllte Taschen dabei. Die Affen schienen dies auch zu wissen, blieben aber auf Abstand.

Der Rückweg war etwas abenteuerlich, da Richtungen auf Schildern nicht immer den Tatsachen entsprechen müssen. Zum Glück stört es hier niemanden, wenn man auch 6-spurige Straßen laufend zu Fuß überquert.

Morgen am frühen Nachmittag geht unser Flug nach Makassar auf Sulawesi, wo wir nicht lange bleiben wollen. Uns ruft der Strand und das Meer.

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