Magic Mike (Sneakpreview)

Ein Film über eine Truppe Men-Stripper? Da stehen die Chancen sehr schlecht, dass ich ihn bei Bewusstsein an der Kinokasse ausgewählt hätte. Aber eine Sneakpreview bringt Menschen und Filme zusammen, die sich sonst vielleicht nie kennengelernt hätten.

Die ersten 20 bis 30 Minuten braucht man als heterosexueller Mann schon, um die Strip-Einlagen zu verdauen, die einem gleich zu Beginn entgegen gepfeffert werden. Wer in der Szene eine Comedy-Einlage im Stile von  „Ganz oder gar nicht“ erwartet, wird überrascht feststellen, dass die Abschnitte komplett durch-inszeniert werden. Damit ist die Haupt-Zielgruppe abgesteckt und kommt bestimmt nicht zu kurz. Ich wage mal zu behaupten, dass man sich den Film nicht ansehen sollte, wenn man davon peinlich berührt wird – ihr würdet euch im Kinosessel winden.

Abseits davon reißt die Handlung zwar keine Bäume aus, ist aber grundsolide und nicht nur plattes Beiwerk, wie man es vermuten könnte. Die eingeflochtene „Liebesgeschichte“ ist zwar alles andere als realistisch, aber ganz charmant geschrieben, wie ich finde. Fotografisch sind mir auch einige Szenen dabei gewesen, die mir besonders gefallen haben: Gedrehtes Point-of-View mit dem Kopf auf dem Rücksitz nach einer durchzechten Nacht und ein schicker Spaziergang über eine Sandbank mit massig Reflexen auf dem Wasser. Sowas gefällt mir. 😉

Die Schauspieler sind stimmig – aber bestimmt kein Oscar-Material.

Ich weiß nicht, was Cody Horn (Brooke) mir ihrem Gesicht angestellt hat, aber da rührt sich nicht ein Muskel, bis ein Lachen etwas um den Mund malt, das entfernt an eine Falte erinnert. Sollte sie während der gesamten Dreharbeiten in dentaler Behandlung gewesen sein (inkl. Watte in den Backen) oder sich auf tragische Art und Weise die Nerven im Gesicht geschädigt haben, bitte ich vielmals um Entschuldigung. Ansonsten: FINGER WEG VOM BOTOX! Aus mir spricht da echtes Mitgefühl.

Fazit: Wenn ihr mit der nackten Haut klar kommt (oder deshalb ins Kino geht) und eine witzige Dramedy sehen wollt, könnt ihr einen Blick riskieren. 😛

Von mir gibt es 7/10 Sterne.  (Meine BegleiterInnen würden noch nach unten korrigieren glaube ich)

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