Da macht man sich sich so viele Gedanken über den richtigen SATA Controller und greift letzten Endes doch voll daneben. Der Adaptec 1430SA macht unter Windows bestimmt hervorragend seine Arbeit – trotz unechtem Hardware-Raid (“HostRAID”). Unter Linux muss man sich aber für eine der folgenden Möglichkeiten entscheiden:
A) Man installiert den proprietären Treiber von Adaptec (werden als RPM ausgeliefert), der nur für einige wenige Distributionen unterstützt wird.
B) Man verwendet das Kernelmodul sata_mv, das sich zur Zeit noch im Beta-Stadium befindet und kein Hotplug unterstützt.
Die Adaptec Treiber bekomme ich unter Ubuntu nicht ans Laufen und wären mir auf Dauer auch zu unsicher. Irgendwann endet die Hersteller-Unterstützung und ich bin bei der nächsten Kernelversion aufgeschmissen.
Also voll in die Tonne gegriffen.
Das wäre mir nicht passiert, hätte ich vor einer knappen Woche schon diese beiden Seiten im Netz gefunden:
http://linuxmafia.com/faq/Hardware/sata.html
http://linux-ata.org/driver-status.html (aktuellere Liste hier)
Im ersteren werden einige Chipsätze als FakeRaid entlarvt und entsprechende Featurelisten + Treiber veröffentlicht. Das Adaptecs HostRaid in diese Kategorie fällt, war mir ja beim Kauf bewusst. Das sich aber der freie Treiber noch als so unausgereift (mal vorausgesetzt, die Hotplugfähigkeit ist hier nur eine Feature-Frage) entpuppt, kam unerwartet. Ein typischer Fall von “vergooglet”.
Auf der zweiten Webseite findet sich am Schluss eine wunderschöne Feature-Tabelle, die mir dies alles schon vor dem Kauf verraten hätte, wäre sie mir bekannt gewesen.
Dort schneidet neben ahci sata_sil24 gut ab (Zitat: “The 3124 is a nice, open design.”) – der Treiber für die Silicon Image 3124 Familie. Und gerade um Silicon Image hab ich doch bei der Suche immer einen großen Bogen gemacht, weil ich mit zwei P-ATA Controllern so großen Ärger hatte. *heul*
Der Adaptec wandert jetzt auf jeden Fall wieder zum Händler zurück.
Der Dawicontrol DC-4300 mit Sil 3124-2 sieht in dem Zusammenhang recht interessant aus, auch wenn die Meinungen darüber auseinander gehen. Allerdings hätte ich mir dann den PCIe x4 Slot auf dem Mainboard sparen können – der Sil 3124 kommt mit einem PCI / PCI-X Interface. Blöde.
Jetzt (Ich konnte mich mit dem Auspacken bis heute morgen beherrschen. Die Kartons sind bis oben hin mit diesen Luft-gefüllten Riesenrouladen gepolstert und eignen sich damit hervorragend, um damit meinen alten Kram wieder zu verschicken.
Als erstes öffnete ich die Mainboard-Verpackung und bekam gleich einen großen Schock: Kein Durchbruch für eine parallele Schnittstelle auf dem IO Panel. Irgendetwas ist ja immer.
Das Handbuch offenbarte allerdings einen entsprechenden Connector auf der Platine und auch meine Kabelkiste wäre keine, wenn dort nicht unzählige Adapter für die normalen Kartenslots herumliegen würden.
Ich rechne damit, dass Ubuntu mit dem Mainboardwechsel klar kommt. Windows XP könnte es auch schaffen, wird aber nach der Datensicherung (Image von Ubuntu aus) Vista weichen. Sollte der Windowsinstaller dabei Grub zerschießen, sollte mir hoffentlich die Supergrubdisk helfen.Toi toi toi.
Jetzt (7:35) heißt es “Herunterfahren”.
(9:08) Windows XP hat es geschafft, Ubuntu nicht.
So kann man sich täuschen. Zweiteres wird echt übel, da Ubuntu keine Fehlermeldung / Kernelpanic ausspuckt. Er bleibt einfach hängen, obwohl er weiterhin fleißig den grafischen Statusbalken aktualisiert. Anscheinend ein Problem noch vor dem / beim Laden des Kernels.
(9:27) Crysis auf 1280×1024 auf High mit 2x AA. Flüssig bis auf das Zoomen im sekundären Waffenmodus. Hab gerade erfolgreichen einen Strand gestürmt, an dem ich mit der alten Hardware verzweifelt bin.
(9:33) Drei Festplatten laufen in der Backplane am Raid-Controller. Der 5s Hänger nach dem Anstöpseln der Festplatten unter XP bleibt bestehen. Ansonsten funktioniert alles einwandfrei.
(9:46) Hier bleibt Ubuntu hängen.
…
[46.709671] usbcore: registered new interface driver usbhid
[46.709708] /build/buildd/linux-2.6.24/drivers/hid/usbhid/hid-core.c: v2.6: USB HID core driver
*häng*
Allerdings reagiert das System anschließend noch auf USB Geräte, die an- und abgesteckt werden.
(10:13) Korrektur: Er bleibt nicht hängen, sondern wartet einen 3 minütigen Timeout ab, bis er mich in eine Busybox wirft.
Done.
Check root: booterg cat /proc/cmdline or missing modules, devices; cat /proc/modules ld /dev
Alert: /dev/disk/by-uuid/4cb3459a-6134-4569-937a-7ecdc89adb9c does not exist. Dropping to a shell.
Busybox …
Wenn ich das richtig verstehe, findet er also sein Dateisystem nicht mehr, weil sich durch den Boardwechsel die UUID geändert hat? Mal googlen …
(11:01) Offensichtlich fand er die Festplatte gar nicht erst richtig. Unter grml nämlich das gleiche Problem. Erst nach einem Portwechsel der Festplatte auf dem Mainboard, hatte ich unter grml das Verzeichnis /dev/disk/by-uuid/ (UUID stimmte) – Ubuntu wollte aber trotzdem nicht.
Jetzt mit den SATA Controller des Mainboards im AHCI Modus geht es ohne Probleme. Allerdings will hier der ATI-Treiber noch nicht wirklich (800×600).
Für XP ist der AHCI Modus soweit ich weiß aber keine Lösung – würde also auch für ein Upgrade auf Vista sprechen.
(11:40) Der Xorg Server läuft jetzt wie gewünscht. Musste die proprietären Treiber direkt von ATI besorgen (weil die Version in den Ubuntu Repos die HD4850 noch nicht unterstützt) und meine Auflösung in die xorg.conf schreiben.
Ich hab gestern den ganzen Abend damit verbracht, neben Hellboy das Paket-Tracking der DHL im Auge zu behalten, weil ich wissen wollte, wie genau der Status dort ist. Die Meldungen erschienen immer mit einer dreiviertel Stunde Verzögerung. Gestern Nacht um kurz nach 1 und kurz nach 4 (das habe ich natürlich erst heute morgen gesehen), waren die Pakete auf dem “Transport zur Zustellbasis”, wo sie heute morgen gegen 8 Uhr eingetroffen sind. Der zeitliche Abstand zwischen den Paketen, hatte sich während des Transports von 18 Stunden (Versandbestätigungen vom Händler) und 3 Stunden im ersten Paketzentrum, auf 1 Stunde in der Zustellbasis verkürzt.
Ich war wild entschlossen die Pakete heute noch in Emfang zu nehmen, musste aber um kurz nach 10 meinen Bus nach Solingen bekommen. Irgendwann konnte ich nicht mehr länger warten und hatte mich (etwas geknickt) auf dem Weg zur Haltestelle gemacht, als ein gelber DHL Lieferwagen meinen Weg kreuzte. Kurzerhand nahm ich joggend die Verfolgung auf und konnte den Fahrer 200m weiter bei seinem nächsten Stopp stellen.
Personalausweis zeigen, Geld für die Nachnahme bezahlen und schon rannte ich wieder mit zwei Kartons in Richtung Wohnung zurück, pfefferte sie schnell ins Wohnzimmer und erwischte mit Mühe und Not noch eben meinen Bus.
Morgen früh werde ich das Auspacken und Einbauen in aller Form zelebrieren – sollte ich es denn bis dahin aushalten …
1 x 512MB Sapphire HD4850 2xDVI/TVO PCIe Lite Retail Status: Liefertermin ca. 26.09.2008 1 x Gigabyte GA-EP43-DS3 P43 S775 FSB 1600MHz PCIe ATX Status: Liefertermin ca. 26.09.2008 1 x Service Level Gold Status: Lagernd und für Sie reserviert
Beide Artikel sind im Shop weiterhin als “Lagernd” ausgezeichnet. Welche Ironie, dass der “Service Gold”, mit dem ich mir eigentlich eine Auslieferung am Tag der Bestellung erkauft habe, “für mich reserviert” ist.
Und ich sitze hier schon voller Vorfreude, dass der Paketdienst 3x klingelt. Grmpf.
Die Verwirrungen um den SATA Controller in den Intel Chipsätzen haben sich seit gestern eher verfestigt als gelegt, so dass ich mich inzwischen anderweitig umgesehen habe. Ich werde mir wohl doch einen SATA Controller aus dem Einstiegssegment von Adaptec zulegen: Adaptec 1430SA
Dafür sollen sowohl Closed- als auch Open Source Treiber unter Linux verfügbar sein und auch Windows wird unter XP und Vista unterstützt. An den Voraussetzungen ändert sich – neben dem etwas tieferen Griff in meine Brieftasche durch das weitere Stück Hardware – vor allen die notwendige Verfügbarkeit eines PCIe x4 Slots auf meinem neuen Mainboard.
Dadurch kann ich zwar (trotz fehlender Raid-Funktion in Intel Chipsatz) doch kein Geld sparen, bin dafür aber auch beim nächsten größeren PC-Upgrade etwas freier in der Wahl meiner sonstigen Hardware.
Morgen im Laufe des Tages werde ich mir also das entsprechende Mainboard (Gigabyte GA-EP43-DS3) bestellen, das mir neben dem PCIe x16 Slot für die Grafikkarte auch einen weiteren (optisch x16, elektrisch nur x4) Slot zur Verfügung stellt.
Das Mainboard sollte darüber hinaus auch in der Lage sein, meinen kleinen Intel Core2Duo E6300 (wie ursprünglich auch mit meinem alten Board geplant) von den regulären 1,86 GHz auf bis zu 2,8 GHz ohne zusätzliche Kühlung zu übertakten. Je nach gemessenem Verbrauch, werde ich aber doch irgendwann auf einen aktuellen E8400 wechseln, der mit seine 3GHz weniger Leistung verbrät.
Ich bin schon sehr gespannt, wie Ubuntu mit Standard-Kernel den Austausch wegsteckt. Die Platten am Adaptec Controller sind für das Betriebsystem nicht relevant und Windows XP dürfte sich – meiner Erfahrung nach – am alten Chipsatztreiber verschlucken.
Der geplante Umstieg auf eine DirectX 10 Grafikkarte könnte mich allerdings zu einem Update auf Vista zwingen, so dass ich eh nicht um eine Neuinstallation herum kommen könnte.