Im September hatte ich World of Warcraft für 2 Monate gespielt und zum Studienbeginn wieder damit aufgehört. Für die Weihnachtsferien hat mich das Spiel nun wieder zurück. Auf Kel’thuzad bin ich als Tauren Jäger Feasgair unterwegs und nach den wenigen Tagen Level 26.
Gleich zu Anfang hab ich richtig Mist gebaut und ein gefundenes Rezept “Deviat Supreme” für 50 Silber im AH verschenkt. Der Käufer hat mir anschließend vor lauter Mitleid 5 Gold per Post geschickt und mich dann aufgeklärt. Je nach Marktlage hätte ich den Erlös wohl gegen mein erstes Mount tauschen können. Argh!
So kann es also gehen, wenn man keine Ahnung hat.
Bisher macht es auf Hordenseite ziemlich Spaß
Nachtrag:
Frohe Weichnachten!
Heute ist meine Umweltplakette per Post angekommen, die ich erst vor wenigen Tagen in der örtlichen ADAC-Stelle für 4€ bestellt hatte. Der Aufkleber ist leider nicht wie erhofft mit meinem Kennzeichen bedruckt, sondern recht schlampig per Hand ausgefüllt und wird wohl trotzdem bis zum Nimmerleinstag meine Frontscheibe schmücken müssen.
Ob er da allerdings haften bleibt, ist zumindest fraglich, wenn ich mir den aufgedruckten “Verklebehinweis” anschaue:
Plakette von innen auf die gereinigte und trockene Frontscheibe kleben und fest andrücken. Verklebetemperatur nicht unter + 10°C
Haha. Meine Frontscheibe hat in den letzten 2 Monaten keine +10°C mehr erlebt. Und habe ich bereits erwähnt, dass mich in der Frühe gerade die dicke Eisschicht auf der Innenseite der Scheibe am längsten aufhält?
Aber trotz der widrigen Umstände gebe ich mein Bestes, die zuständigen Behörden nicht zu enttäuschen.
[An dieser Stelle bitte je nach Belieben einen der unzähligen ironischen Einleitungen zur langen Entwicklungszeit von Duke Nukem Forever einsetzen.]
Gestern Abend wurde der jüngste Trailer veröffentlicht, der neben einigen Spielsequenzen, in erster Line den Hauptcharaktere in Szene setzt. Immerhin kennt die aktuelle Spieler-Generation den Vorgänger meist nur noch aus ausgeschmückten Erzählungen ihrer Eltern.
Mein erster Gedanke: Sieht ja wie ein Erweiterungspaket von Doom3 aus.
In meiner Erinnerung hat D3D viel Comic-hafteren Charme, der mir hier etwas fehlt. Sollte das Spiel wirklich ein Mischung aus D3 und Postal-Humor werden, fäand ich das wirklich Schade. Da man aber bisher nur grob erahnen kann, was uns da in den nächsten Jahren serviert wird, beleibe ich weiter neugierig.
Denn zumindest das Leveldesign sollte in den vielen Jahren ordentlich gewachsen sein. Der Soundtrack wird ja offensichtlich wieder grottig.
Gestern morgen auf dem Weg zum Bahnhof habe ich am örtlichen Abfallhof gehalten und bin mit einem kaputten Receiver unter dem Arm zum Elektronikmüll-Container geschlendert. Das ist immer eine interessante Sache – manchmal verlasse ich den Hof hinterher mit mehr und vor allem anderem “Schrott“. Einen funktionierenden Kopierer und einem Doppel-DVD Player habe ich auf diese Weise schon auf diversen Recycling-Höfen abgegriffen. Brauchbare Schaltnetzteile aus allerhand Gerätschaften gar nicht erst eingerechnet.
Leider war in den Metallkörben dieses Mal nichts Interessantes. Auf dem Rückweg zum Auto sah ich aber einen verdreckten mit Eiskristallen überzogenen Flachbildschirm in der Seitenbepflanzung, der schon einige Nächte dort verbracht zu haben schien. Ich rang bis zur Autotür mit mir, ob ich das Teil aus Neugier in den Kofferraum packen soll, obwohl es ja offensichtlich unmöglich war, dem Bildschirm jemals wieder Leben einzuhauchen.
Was auch immer mich schließlich geritten hat, das Ding wanderte in meinen Kofferaum, um dort allmählich aufzutauen und meinen Boden zu beschmutzen.
Zu Hause entfernte ich das Gehäuse und war sehr erstaunt, dass das Panel trotz Nächte im Frost und Kält nicht geplatzt oder sonstwie beschädigt war. Einzig Schlamm und Feuchtigkeit störten den ersten Eindruck etwas. Die Steuerplatine, sowie der Doppel-Inverter sahen ebenfalls ganz gut aus. In mir wuchs die Hoffnung zumindest die Elektronik noch in Betrieb nehmen zu können. *träum*
Die Betriebspannung war mit 12V ganz nach meinem Geschmack, die Kontakte schnell angelötet und an meinem Bastel-ExAT-Netzteil angeschlossen . Das grüne Licht der Power-LED stimmte mich danach sogar noch zufriedener. Das Panel durfte zur Sicherheit noch eine Stunde auf der Heizung verbringen, bis ich das finale Experiment wagte:
AT Netzteil -> TFT-Platine <- altes VGA-Kabel <- alter ThinClient
Strom an. Warten. Ein hochfahrendes Linux-System läuft zeilenweise über den Schirm. Juhuuu!
Auch den Test als Sekundär-Monitor an meinem Rechner wird bisher tadellos bestanden. Meine Vermutung: Das Netzteil hat seinen Geist aufgegeben und dank exotischer Strombuchse landete der 17” TFT einfach auf der Deponie bzw. außerhalb der Öffnungszeiten halt im Gebüsch davor. Robuster als vermutet scheint die Technik darüber hinaus auch noch zu sein.
Fazit:
Wenn ich das Gehäuse nun auch wieder zusammengebaut bekomme, kann sich Andrea endlich von ihrem fiependen CRT der Marke “Teslaspule” trennen.
Vielen herzlichen Dank an den unbekannten Wohltäter!
Nachtrag:
Es ist übrigens ein Hansol H711 mit 350:1 Kontrast, 250 cd/m² Helligkeit und 25 ms Schaltzeit. Beim Zusammenbau sind nur drei Schrauben übrig geblieben – ein gutes Zeichen.
Beim Nachmessen ist mir noch aufgefallen, das mein modifiziertes Netzteil auf der 12V Schiene nur noch knapp 10V liefert, was aber offensichtlich kein Problem darstellt.
Mir fällt fast die Hand ab, weil ich morgen an der FH eine Pflichtübung abgeben muss, die ausschließlich handschriftlich akzeptiert wird. Dabei ist es in der Vorbereitung eigentlich zwingend erforderlich den VHDL-Quellcode am Rechner durchzutesten. Die letzte Hürde besteht also darin, einem Krampf bei der seitenlangen Abschrift vom Ausdruck bzw. Bildschirm möglichst zu entgehen. Heute leider ohne Erfolg, so dass ich eine größere Kuchen-Pause einschieben musste.
Der Sinn hinter dieser Schikane mag mir noch immer nicht vollkommen aufgehen. Offiziell soll so der Copy&Paste-Mentalität entgegengewirkt und zumindest eine kleine Hürde für “Abschreiber” aufgestellt werden. Mangelndes Vertrauen in die Informationstechnologie kann ich dem Professor wohl schlecht unterstellen.