Das lustige Spielchen “Ich rate, was ich zu Weihnachten bekomme.” kann also auch nach Hinten losgehen. Ich Dummerle hab dabei wohl ziemlich ins Schwarze getroffen und so die Chance verspielt, das entsprechende Geschenk am 24. auspacken zu dürfen. Ich hätte mich wirklich gefreut, aber jetzt wo die absolute Überraschung weg ist, kommt das (O-Ton) “auf gar keinen Fall mehr” in Frage!
Hätte ich doch meine herausragenden Kombinationsfähigkeiten zusammen mit meinem Glauben an das Gute im Menschen beim Anschauen von “Popstars – Die Highlights” verloren.
Die Schlussfolgerung lag plötzlich deutlich und unwiderruflich im Raum.
Nicht einmal beim Namen musste ich das Kind nennen, um es abzumurksen. Und weil mir die letzte Anspielung so gut gefällt, noch schnell die passende literarische Frage hinterher: “Who’s afraid of Virginia Woolf? Should I?”
Ich habe heute Abend zwischen Tür und Angel das erste Mal von der Umweltplakette gehört. Ab 1.1.2008 erstreckt sich z.B. in Köln eine Umweltzone über die gesamte Innenstadt und auch Teile von Deutz und Mühlheim.
Ausgesperrt werden generell Fahrzeuge, die keinen angemessenen Wert für ihren Feinstaub-Ausstoß haben. Für Polizei überprüfbar wird dies durch die oben genannte Plakette, die das eigene Fahrzeug in eine bestimmte Klasse einteilt. Köln ist damit natürlich nicht alleine im Bundesgebiet – auf www.umwelt-plakette.de gibt es diverses Karten- und Informationsmaterial.
Ich als Bahnfahrer bin davon auch ein wenig betroffen, denn meine Fachhochschule grenzt direkt an die innerste Zone an. Wenn ich mich zu Klausuren und Praktika nicht auf die Bahn verlassen kann bzw. möchte, kurve ich evtl. auf Parkplatzsuche mit meinem 1Liter Corsa in die ungewollte Illegalität. Eine durch Unfall gesperrte A3 würde mich in noch größere Schwierigkeiten in der Wegfindung bringen.
Kurzum: Ich werde mir die Plakette wohl zulegen müssen.
Nach ersten gefundenen Informationen, kostet der Spaß entweder 8,90 € oder sauber bedruckt 18,90 €. Mein Corsa C bekommt dann beispielsweise die gute grüne 4 hinter die Scheibe gepappt. Der ADAC hat eine schöne Liste im Netz, die für jeden Fahrzeugtyp Auskunft gibt.
Laut Presse bin ich in meiner bisherigen Plaketten- und Ahnungslosigkeit nicht alleine. Es wird mit der rechtzeitigen Vergabe wohl zeitlich knapp werden. Die Bürokratie, die hinter diesem Vorhaben steckt, ist bestimmt nicht ohne – drum weiß ich auch noch nicht ganz, was davon zu halten ist.

Der erste Besucher, der mir etwas zu diesem munteren Gesellen sagen kann, gewinnt einen Backlink bzw. wird als Sieger an dieser Stelle genannt.
Ich sollte die Frage etwas umformulieren:
“Woher stamme ich?”
Tipp: Ich bin 17 Jahre alt und wer auf mich tritt, hat ein Problem!
Tipp 2: Davor sollte ich Angst haben:

Auflösung:
Thomas aus seinem & Helenas Trashblog hat es noch zu später Stunde herausgefunden:
Selbstverständlich stamme ich aus der “Commander Keen” Serie, die 1990 die Ära der Side-Scroller einläutete. Somit bin ich der kleine Verwandte vom Dopefish, der dem Helden erst einige Jahre später Probleme bereitete.
Am Universitätsplatz fanden sich nach und nach ca. 400 Personen ein. (siehe Eintrag: “Demo am 24.11.2007“) Eine Gruppe die unterschiedlicher nicht sein konnte: Viele Erst-Demonstranten, Angestellte, Rentner, erfahrene Bürgerrechtler, Mitglieder der Piratenpartei und eines Motorrad-Clubs, Schüler, ein paar erfahrene Demobummler, …
Das Wetter war beständig, aber so furchbar eisig, dass die Kälte beim Warten schnell durch T-Shirt, Pulli und wieder T-Shirt kroch. Als der Zug sich schließlich in Bewegung setzte, ging es aber einigermaßen.
Die anfänglich in großer Zahl angerückten Polizeikräfte ließen sich – wohl nach Sichtkontrolle der Teilnehmer – nur noch als kleine Grüppchen stiller Beobachter und Verkehrsordner blicken. Die Route war sehr gut gewählt – nach den ersten Metern im relativ verlassenen Universitätsgebiet, waren immer mehr Menschen auf den Strassen zu sehen, die sich auch gerne ein Flugblatt in die Hände drücken ließen. Der Einzug auf den Bahnhofsvorplatz erregte erwartungsgemäß große Aufmerksamkeit und Interesse.
Dort folgte eine kleine Kundgebung, auf der durch ein Megaphon die Kritik an den fragwürdigen Gesetzen bzw. Entwürfen detailliert für alle Zuschauer auf den Punkt gebracht wurde. Alle Kölner und Besucher, die der Demo gestern begegnet sind, haben also auf jeden Fall ein Minimum an Information bekommen, um aufmerksam zu werden und sich ggf. weiter informieren zu können.
Kritik:
Der Mann am Megaphon hatte nicht das beste Händchen für Rhetorik und das rechte Wort zur rechten Zeit. So waren mir die Rufe zu den zunächst anrückende Polizei ein bisschen sehr platt und unangebracht. In einer so heterogenen Gruppe ist man ja etwas toleranter, aber der Sinn und Zweck an das Gewissen der Polizisten zu appellieren (“Befehlsverweigerung”, …) war mir nicht ganz ersichtlich. Vielleicht hatte sich da die Vorstellung vom “Polizeistaat” schon zu festgesetzt. Die Sprecher bei der Kundgebung machten das aber wieder wett.
Die Rufgesänge waren zum Teil auch etwas “seicht” – erfüllten aber ihren Zweck, die Aufmerksamkeit der umliegenden Bewohner zu bekommen. Wahrscheinlich muss das einfach so sein.
Einige Eindrücke der Demo:
Weitere Fotos, Berichte und Meinungen im Netz:
michael-stuff.de (Fotos), freiheitblog.wordpress.com (Rede) & (Impressionen), tomswochenschau.wordpress.com (Bericht), heise.de (Meldung mit Fotos), blogger-for-freedom.org(Bericht), dauerfeuerverarsche.de (Bericht), flickr.com (Fotos), ra-blog.de (Bericht),
Ich habe gerade 4 Stunden lang meine (Auto-)Schlüssel gesucht. Vier lange Stunden habe ich jeden Zentimeter meiner 12 Quadratmeter umgedreht, im zweiten Durchgang Gegenstände Stück für Stück von einer Zimmerecke in die andere geräumt. Nichts – absolut nichts.
Gestern Abend hatte ich noch fröhlich vor dem Rechner mit ihnen herumgespielt und sie in meiner Erinnerung auf dem Schreibtisch liegen gelassen, wo sie aber ganz offensichtlich nicht mehr lagen. In der Zwischenzeit hatte niemand das Zimmer betreten oder verlassen – mich eingeschlossen. Sogar “Schlafwandeln” schloss ich am Ende nicht mehr aus und ging potenzielle nächtliche Routen im Haus ab. Ohne Erfolg. Mein Auto stand auch nach wie vor an seinem Platz.
Wo konnte ich noch suchen?
Ich probierte alternative Methoden aus:
Mit geschlossenen Augen jeden Teil des Zimmers anvisieren und versuchen die Gegenstände blitzschnell nach dem Öffnen der Augen in sich aufzunehmen. Wenn sich nur irgendetwas Farbiges am Schlüsselbund befinden würde, das einem sofort ins Auge sticht.
Mir fiel das rote Glöckchen ein, das gewöhnlich als Glücksbringer jeden meiner Schritte mit einem Ton begleitet. Ich begann im letzten Durchgang an jeder Kiste, jeder Schachtel und überhaupt jedem möglichen Behälter zu rütteln! Ohne Ergebnis.
Verzweifelt versuchte ich zu meinem akuten Problem etwas Abstand zu gewinnen und holte den Staubsauger aus der Abstellkammer, um die Folgen meiner Suche – zuvor unentdeckte Staubmäuse – zu beseitigen. Der Boden unter meinem Schreibtisch, den ich selbstverständlich gleich zu Beginn abgesucht hatte, bekam ebenfalls meine neu entdeckte Putzwut zu spüren.
Als ich unter dem Heizkörper einen besonders hartnäckigen Fleck auf meinem Parkett bearbeiten wollte, fiel mein Blick auf einen metallischen Gegenstand zu meiner Rechten.
Die Szene war geradezu grotesk: