Immer wieder wird man im Leben, mit den unterschiedlichsten biologischen Vorgängen konfrontiert. In letzter Zeit habe ich mich von Andrea vor ihren Klausuren in die biologischen Grundmechanismen der Zellen einführen lassen. Also DNA, RNA, Polymerasen und all die anderen Dinge, die damit zusammen hängen und die ich in der kurzen Zeit unmöglich im Detail behalten konnte.
Als Mitglied einer Generation der spielerischen Aufklärung dürfte es mir aber besonders schwer fallen diese zusammenhänge zu behalten. Ich hatte die Möglichkeit regelmäßig bei meiner Oma die Sendung “Es war einmal das Leben” zu sehen. Diese seltenen Fernsehstunden haben sich sehr intensiver in mein Gedächtnis eingebrannt.
Das Problem besteht nun aber darin, dass ich nicht von der Vorstellung loskommen, dass z.B. der menschliche Blut-Kreislauf ein breiter Weg voller braver Lasten-Träger-Männchen ist, die auf ihren Rücken Sauerstoffblasen und Nährstoffe transportieren. Gelegentlich müssen die Weißen-Blutkörperchen-Polizisten eine Gruppe Viren oder Bakterien niederknüppeln und in schlimmen Fällen kommen fliegende Schweber, die mit Drohnen die Angreifer verjagen.
Wie soll ich die komplexe Vorgänge verstehen wie aus Desoxy-Nukleosidtriphosphaten die Desoxyribonukleinsäure entsteht, wenn ich mir vor meinem geistigen Auge automatisch ein Fließband mit Arbeitern vorstelle, die verschiedenfarbige und -förmige Plättchen in einen gelben Strang hämmern.
Keine Chance je Biologie zu studieren – dafür laufen in meinem Körper zu viele kleine Männchen umher. Ich bin “Es war einmal das Leben”-geschädigt.
Nach einem langen Wochenende endlich einige Minuten Zeit, um zu bloggen.
Wie auch Jojo und Ecki habe ich am Freitag natürlich zu Ehren von Douglas Adams feierlich den Towel Day begangen – bin also mit meinem Mottoshirt und blauen Handtuch am Gürtel aus dem Haus.
Ebenfalls am Freitag war auch der Startschuss für das diesjährige Pfingstlager meiner Pfarrjugend. Dies ist gleichbedeutend mit vier Tagen Rund-Um-Die-Uhr-Anstrengung.
Auch wenn der Himmel durchgängig bedeckt war, blieb der Regen genau in den richtigen Momenten aus. Beim “Geländespiel” am Sonntag Morgen war es sogar warm genug, um sich die Becher, Eimer und Luftballons mit lauwarmen Wasser nur so um die Ohren zu pfeffern. Die Wasserschlacht mit uns völlig durchnässten Leitern war am Ende wohl sogar unterhaltsamer, als das grundlegende Spielprinzip, mit dem sie begonnen hatte.
Viel Wasser ist am Zielpunkt nämlich nicht angekommen. Dann noch die Nachtwanderung bei strömendem Regen und unter dem Leuchtfeuerwerk eines ausgewachsenen Gewitters. Bei der Rückreise geht es erfahrungsgemäß immer schön ruhig zu, weil die Teilnehmer schläfrig und geschafft in den Sitzen hängen.
Am Montag konnte ich auch Andrea dazu überreden, sich hinter das Steuer zu setzen und ihre Fahrkünste unter Beweis zu stellen. Ich hab mich bemüht ein guter Beifahrer zu sein und IMO auch ganz gut geschafft. Beim Billardspielen am Abend wollte ich mir deshalb eigentlich ein leckeres Bierchen gönnen, aber die Macht der Gewohnheit machte mir einen Strich durch die Rechnung. Ohne zu zögern bestellte ich mir – wie immer – eine große Cola. Bis in mein Unterbewusstsein sickert, dass ich nicht mehr immer selbst fahren muss, werden noch einige Monaten ins Land ziehen.
Bis dahin haben sich auch die Rosen wieder aufgestellt, die Andrea an einer Ecke des Vorgarten-Beetes angefahren hat. Diese Stelle ist aber auch wirklich fies zu fahren und genau aus dem Grund nicht groß bepflanzt, weil ich dort früher in schöner Regelmäßigkeit und sogar noch heute gelegentlich beim Rangieren vor dem Haus meine Reifenspuren hinterlasse.
So … ab ins Bett um den Pfingst-Lag(TM) abzubauen.
Via Golem.de
Microsoft forscht derzeit daran, wie sich die Daten von Internetnutzern ausspähen lassen. Bereits jetzt soll es möglich sein, anhand des Browser-Verlaufs das Geschlecht und das Alter des Internetnutzers zu bestimmen. Microsoft erwartet, dass sich später aber auch weitere persönliche Daten in Erfahrung bringen lassen, ohne dass das ausspionierte Opfer dazu seine Zustimmung gibt. [...]
Es wird mir eine Freude sein, mein Surfverhalten wöchentlich auf einen per Zufallsgenerator ermittelten Benutzertyp abzustimmen, um die Statistiken durcheinander zu würfeln. Und sollte ich mir im Hintergrund stundenlang die Musikvideos der aktuellen Charts anhören müssen, um mein ermitteltes Alter zu senken und mich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen.
Das Problem wird nur wieder sein, dass genau die Benutzergruppen das Projekt mit Methoden und Tools torpedieren, welche durch gute Computerkenntnisse und daraus resultierenden Werbeblockern für die Firmen eh keinen Wert haben. Der unaufgeklärte Benutzer verschenkt weiterhin sein Profil.
Wenn man sich dazu den Trend anschaut, dass die großen Internetfirmen nach und nach die Communities auf allen Sektoren aufkaufen, kann man die Gedankengänge dahinter gut nachvollziehen. Hat man nämlich keinen Zugriff auf den Browser der Besucher, muss man sie eben von der anderen Seite beobachten. Je breiter das eigene Sortiment an Webservices da gefächert ist, desto detaillierter und umfassender werden die gesammelten Informationen.
Sofern man sie nicht schon bereitwillig in Registrierungsformulare getippt hat. Die Zahl der Surfer, die sich z.B. regelmäßig auf einer von Google kontrollierten Seite authentifiziert, dürfte sehr hoch sein. Wie praktisch, dass der Werbevermittler im Firmensitz nur eine Tür weiter sitzt.
Andrea hat ihren Führerschein. =) Nach ihrer eigenen Aussage muss es wohl etwas knapp gewesen sein, weil eine Bordsteinkante plötzlich und unerwartet vor den Wagen auftauchte.
Mein Fahrlehrer hat mich nach der Prüfung damals auch gefragt, ob ich ein gutes Gefühl gehabt hätte. Durch die Einbahnstraße musste ich zuvor zweimal fahren und eine plötzliche Rechts-Links Schwäche kurz vor Ende führte zu einem kleinen Umweg. In nachhinein ein gute Frage, warum ich ihn überhaupt bekommen habe.
Rückwärts Einparken kann ich noch immer nicht …
Mein Mobilfunkprovider rief mich gerade an. Sinngemäß lautete die Frage so:
Sagen sie Herr Tausch, ist bei ihnen zu Hause alles in Ordnung? Ich sehe nämlich in meinen Unterlagen, dass sie in letzter Zeit immer weniger über uns telefonieren. Oder liegt es an uns? Wenn ihnen etwas nicht passt, dann reden sie doch bitte bitte mit uns. Diese Beziehung ist uns sehr wichtig. Wir lieben sie noch immer!
*grumpf*
Vor zwei Tagen hatte schon einmal eine freundliche Dame angerufen und wollte sich ebenfalls über meinen Tarif unterhalten. Dieses Gespräch verlief aber noch einseitiger in Form eines auswendig gelernten Gedichtes und ohne die soziale Komponente. Die Worte “Ich werde am Telefon weder jetzt noch zu einem anderen Zeitpunkt Verträge abschließen” werden bestimmt immer mit folgenden Arbeitsvorgängen quittiert:
1. Telefonnummer auf eigener Liste streichen.
2. Telefonnummer an das nächste Callcenter zwecks psychologischer Nachforschungen weiterreichen.
So langsam nervt das.