Wieder einmal habe ich ein Schnäppchen in Form eines Industrierechners im 19 Zoll Format gemacht, den ich eigentlich heute in Wuppertal abholen wollte. Die Stunde fahrt plus Benzinkosten hatte ich schon fest eingeplant. Nun telefoniere ich mit dem Anbieter und er eröffnet mir die Möglichkeit, den Rechner evtl. bis vor die Haustür geliefert zu bekomme. Sehr praktisch direkt neben einer schönen Burg zu wohnen, in der heute Abend ein Feuerwerk zur Walpurgisnacht veranstaltet wird, zu dem sich selbst Wuppertaler hingezogen fühlen.
Bald weiß ich, ob ich evtl. einen Parkplatz der Spitzenklasse gegen eine kostenlose Anlieferung tauschen kann.
Auf der PC-Spiele-Seite krawall.de, die ich fast täglich besuche, gibt es zur Zeit in der Download Rubrik eine Umfrage, die mich nachdenklich stimmt. Wahrscheinlich als Lückenfüller wird dort das Ergebnis einer Rechenaufgabe abgefragt:
2 + 2 * 2 = ?
Die Antwortmöglichkeiten: 6, 8 und “keine Angabe”.
Die Frage lautet also: Wer erinnert sich an die Regel “Punkt-vor-Strich“?
Das Ergebnis nach 300 abgegeben Stimmen hat sich bis jetzt (751 Stimmen) nicht groß verändert. Über ein Drittel ist nicht in der Lage diese elementare Rechenregel anzuwenden. Das die Zielgruppe eigentlich in einem Alter sein müsste, in dem die Mathematik durchaus noch präsent sein sollte, macht mir schon etwas Angst. Oder ist nur in der Spielerschaft der Anteil Mathe-Merkbefreiter so hoch? Die gängigste Entschuldigung in den Kommentaren: “Habe draufgeklickt ohne Nachzudenken.”
So dramatisch hab ich die Grundlagen der PISA Studie noch nie in Aktion gesehen.
Meine Badesaison ist heute feierlich mit Obstsalat, Wassermelone und Kuchen eröffnet worden. Das Wasser der Bevertalsperre war zwar noch von gewöhnungsbedürftiger Temperatur – trotzdem habe ich es einige Minuten länger ausgehalten als Andrea, die ich etwas zu ihrem Glück zwingen musste.
Noch mehr Spaß schien die Meute Hunde zu haben, die unablässig die Uferböschung entlang, in den Wald, zum Wasser und ins Wasser galoppierten, um quietschenden Bällen, Stöcken oder einfach Herrchen bzw. Frauchen hinterher zu springen. Das mir eine Taufe marke “tropfnasser Hund” erspart blieb, kann nur purer Zufall gewesen sein. Immerhin war uns so zu keinem Zeitpunkt langweilig – einen Hund gab es immer irgendwo zu sehen, der sich einfach nicht ins Wasser traute und dessen Besitzer sich abmühte, daran etwas zu ändern. Für den nächsten Ausflug muss aber eine Tafel Schokolade mehr ins Gepäck.
Da ahnt man nichts Böses und stellt eines Tages fest, dass man doch unfreiwillig auf eine der gängigen Video-Plattformen gewandert ist. Als Kameramann darf ich dort die leider notwendige Demontage eines Waschbeckens nach einer feuchtfröhlichen Party kommentieren.
Tja, irgendjemand k***t immer ins Waschbecken.
Auch an dieser Stelle schöne Grüße an Henk!
Immerhin bin ich dank Handyvideoqualität nicht wirklich identifizierbar und den Link lass ich auch schnell in den Tiefen des Netzes verschwinden.
Gehen sie weiter – hier gibt es nichts zu sehen
Auf der Rückfahrt von einem netten wenngleich erfolglosen Pokerabend bin ich am neuen Wermelskirchener Kreisverkehr an einer Person vorbei gefahren, die sich wohl nach größerem Alkoholkonsum kaum mehr auf den Beinen halten konnte. In wenigen Sekunden ging mir folgendes durch den Kopf:
Guck dir den an, der hat ja ordentlich einen sitzen.
Man, der fällt bestimmt noch richtig auf die Knie.
Sollte ich ihn evtl. mitnehmen? Der muss bestimmt nach Pohlhausen und das liegt ja am Weg.
Rasierter Kopf. Was das wohl für einer ist?
Der kotzt mir bestimmt noch ins Auto.
Und wenn ich gleich beim Einsteigen das Seitenfenster auf mache?
Stinkt der Wagen trotzdem tagelang nach seinem Abendessen.
Und wenn er sich beim Hinfallen die Knie aufschlägt?
Hm.
Morgen steht dick in der Zeitung: Betrunkener an Kniewunde verblutet.
Vielleicht greife ich aber in einen uralten Prozess ein.
Er wacht Morgen früh mit blutigen Beinen auf und denkt sich: “Scheiß. Nie wieder Alkohol.”
Sonst kann er sich morgen an nichts erinnern und macht fröhlich so weiter.
Huch. Schon bin ich vorbei …
Eine gute Tat für heute getan oder verpasst?