Dieser Kurs hat wirklich Nerven gekostet. Inhaltlich ging es über 11 Kapitel um interne Routing-Protokolle wie RIP, (E)IGRP und OSPF.
Nach den Einführungskapiteln war eigentlich jedes Thema anhand einer Beispielumgebung mit 3 Routern und 5+ Netzen erklärt. Bis man sich da durch die IP-Tabellen und Auszügen aus dem IOS-Interface gewurstelt hat, hat man das eigentliche Kernproblem schon wieder vergessen. Das gleiche Problem bei den Testfragen: 3 Minuten angestrengtes Lesen auf der Suche nach falschen Prozess- oder Area-IDs, um dann irgendwo eine verkehrte Netzwerkmaske zu finden. Und davon gleich 50 Stück im theoretischen Abschlusstest. Ergebnis: 96,x% – da will ich dann doch nicht meckern. =)
So unschön ich die Lernmethode über den E-Learning-Kurs (Flash) + Zwischentests anfangs auch fand, es scheint wirklich zu funktionieren. Nächstes Semester (nach einer willkommenen Pause) geht es mit Switching und VLANs weiter.
Ich zweifel derzeit doch sehr an meiner Entscheidung, zur analogen Spiegelreflexkamera gegriffen zu haben. Inzwischen habe ich 4 Farb- und 1 1/2 SchwarzWeiß-Filme verschossen und entwickeln lassen. Da kann ich ein erstes Resümee ziehen:
Die Hälfte aller Bilder habe ich geschossen, um sicher zu sein, die richtige Kombination aus Blende und Belichtungsdauer erwischt zu haben, wenn mir ein Motiv wichtig war. Der Automatikmodus, den mir Canon in die Hand gedrückt hat, ist nämlich entweder komplett unbrauchbar oder meine zwei Drogeriemarkt-Entwickler belichten zu lange. Vor allem die Schatten treten viel zu stark hervor, was mir besonders bei Gesichtern auffällt. Auf der anderen Seite haftet irgendwie allen Bildern ein gewisser altmodischer Eindruck an, der sich schlecht beschreiben lässt. Entweder sind sowohl der Autofokus als auch mein manueller Fokus immer knapp neben dem Punkt oder die Auflösung des Standardfilmes ist nicht mehr auf Höhe der Zeit.
Vielleicht bin ich durch die automatische Nachbearbeitung der Digicams inzwischen eine Bildschärfe gewohnt, die objektiv gar nicht vorhanden ist, sondern per Software dazu gemogelt wird? Der Bildeindruck meiner Abzüge stimmt auf jeden Fall nicht mit meinen Erwartungen überein.
Dann musste ich auch entdecken, dass die Entwicklung von Schwarz-Weiß-Bildern ordentlich ins Geld geht. Zusammengerechnet hab ich nun schon das erste Viertel einer gebrauchten Spiegelreflex als Abzüge vor mir liegen und ich kann es nicht leugnen … das Digitale scheint mir irgendwie im Blut zu stecken. Mal sehen, was ich mit dieser Erkenntnis anstelle.
Ich würde euch meine Schnappschüsse auch gerne mal präsentieren, aber hier fehlt hier noch eine praktikable Lösung die Digitale Kluft zu überbrücken. (Auf deutsch: kein Scanner in Reichweite)
Ich war so guter Dinge, pünktlich und mit guten Ideen nach Wermelskirchen zu kommen. Leider hatte ich übersehen, dass Opladen heute den Tag über die Schneegrenze zwischen dem Rhein- und Bergischen Land gebildet hat. Hier glänzen die Straßen vor Nässe und 2 km in nord-östlicher Richtung liegen schon 25 cm Neuschnee inkl. Verkehrschaos, ausfallenden Bussen und allem, was dazu gehört. Nach zwei ausdrücklichen Warnungen aus dem WinterWunderland haben wir uns erst gar nicht mehr auf den Weg gemacht. Ein Blick durch die Wermelskirchener Webcam an der Telegrafenstraße (die ich eben erst gefunden habe) ist auf jeden Fall schön Weiß.
Das neue Gadget aus dem Hause Apple sieht wirklich interessant aus. Ausgehend von der preiswertesten Variante finde ich es nicht mal übermäßig teuer. Der breite schwarze Rand könnte für meinen Geschmack noch etwas dünner ausfallen. Wäre da nicht die Gängelung durch das große Apple-Paket aus OS, Software und Einschränkungen bei der Benutzung – mein Problem mit dem merkwürdigen Tastaturlayout hat sich ja Technologie-bedingt erledigt – ich würde es jedem Netbook vorziehen.
Für meinen Geschmack hätte es, selbst wenn die “bis zu 10h Laufzeit” realistisch sind, etwas mehr Akku sein können. Dazu ein bis zwei USB-Ports ohne Adapterzwang und ich würde an 60% der FH Tage mein “schweres” Subnotebook zu Hause lassen. Eine freie Wahl des Betriebssystems natürlich vorausgesetzt. Auf Seiten der Anwendungen gibt es derzeit wohl keine Alternativen, die so gut an einen TabletPC angepasst sind – man merkt einfach, dass es Apple finanziell gut geht.
Bis vor 2 Minuten wurde der verwendeten CPU im Wikipedia-Artikel noch ein ARM-Kern zugesprochen, nun ist dort von “universal binaries” für IPhone und IPad die Rede. Ein weiterer Spagat zwischen den Architekturen? Apple durfte auf dem Gebiet ja bereits Erfahrungen sammeln. Was auch immer wirklich hinter dem Touchpad steckt, mit der ARM-Plattform in meiner Bachelorarbeit mache ich schon nichts verkehrt.
Ich hoffe auf reichlich Nachahmer, die sich ebenfalls abseits der x86-Architektur austoben. In der Zwischenzeit kenn’ ich so einige Kandidaten, bei den das Pad kurz nach Verkaufsstart im Rucksack landen dürfte.
Gestern Abend waren wir im Leverkusener Cineplex, um uns Avatar anzusehen. In der 3. Dimension – das erste Mal für mich, wenn man die kleinen Filmchen aus den Vergnügungsparks außen vor lässt. Die erste Hälfte des Filmes war mir noch etwas schwindelig, was sich in der zweiten Hälfte aber gar nicht mehr bemerkbar machte. Modisch sehen die Shutterbrillen auch nicht gerade aus, störender finde ich da schon den recht breiten mittleren Steg, auf dem der Sensor für die Synchronisierung sitzt. Wenn es die Dinger als Kontaktlinsen geben würde, würde ich mir den Kauf ja fast überlegen – wäre das nicht mal ein schönes Anwendungsfeld für die drahtlose Energieübertragung? Außerdem muss ich in Zukunft meine Sitzplatzwahl überdenken, weil der 3D-Effekt schon etwas leidet, wenn ein “nahes” Objekt plötzlich an den Rändern der Leinwand abgeschnitten wird.
Aber kommen wir mal zu Film selbst:
Wahnsinn. Ich bin so dankbar und positiv überrascht, dass sie keinen Jar Jar Binks eingebaut haben. Dieser Film hat er wirklich verdient, für ein paar Jahre alle Umsatzrekorde inne zu haben. Für 4 Stunden habe ich die Menschheit und das Militär im Besonderen abgrundtief gehasst. Dabei wird nicht übermäßig auf die Tränendrüse gedrückt und auch die romantischen Szenen wirken nicht albern. Einzig die “Beschwörungszenen” um die “IhrWisstSchonWelche”-Bäume wirkten auf mich etwas aufgesetzt – die Trance-ähnlichen Zustände passen nicht so recht zu den Na’vi oder hätten zumindest vorher einmal auftauchen müssen. Mit Sorge hab ich auch gelesen, dass Cameron den Film inzwischen als ersten Teil einer Triologie sieht – bitte nicht mit den selben Folgen wie bei Matrix seinerzeit.
Auf jeden Fall reingehen! Ich würd’ ihn mir sogar noch ein zweites Mal ansehen.