London Tag 1

9. Juli 2014 09:15 in Modern Life

Nachdem im Eurotunnel ein technischer Defekt unsere Abfahrt verzögert hatte und wir mit nur zwei Stunden Verspätung um 9:30 in London ankamen, wollen wir uns zunächst einen Überblick verschaffen. Mit HopOn-Bus und Schiff haben wir nun die größten Touristen-Magnete bereits von außen gesehen.
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Der Verkehr in der Stadt platzt aus allen Nähten. Zu bestimmen Zeiten kommt kein Bus mehr durch und an den Kreuzungen der Metro bilden sich Menschentrauben, die unter die Erde wollen. Am Mittwoch ist unser Tag der Museen, den wir uns mit Blick auf den anstrengenden Donnerstag etwas ruhiger gestalten wollen. Picknick im Hydepark sofern das Wetter mitspielt.

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Zum Spiel sage ich besser nichts. :-) Nach dem 5. Tor habe ich im Pub ein zweites Strongbow bestellt und heimlich Brasilien die Daumen gedrückt.

Wenn das Android-Handy weg ist

27. Juni 2014 12:10 in Technik

Manchmal passieren Dinge, die man für unwahrscheinlich gehalten hat und die Konsequenzen darum nicht durchdacht hat. In diesem Fall geht es um den Verlust eines Smartphones.

Eigentlich sollte ich es besser wissen – liegt doch bereits mein Nokia 5800 neben einem Feldweg auf Koh PhiPhi. Vor einigen Tagen ist nun mein HTC One S auf mysteriöse Art  und Weise verschwunden. Die  Hoffnung auf einen schnellen Fund bei Freunden kostete 1 – 2 Tage, die ein unehrlicher Finder für seine Zwecke zur Verfügung gehabt hätte.

Beim Versuch mein Handy durch unterschiedlichste Roms aktuell zu halten, habe ich leider den Fehler begangen, die üblichen Zugriffssicherungen wie Muster- oder Zahlencodes zu deaktivieren. Auch die jüngst Einzug gehaltenen Möglichkeiten, sein Gerät per Fernzugriff zu deaktivieren bzw. zu löschen, waren nicht aktiv, da inkompatibel mit meinem System.

Ein Android Gerät speichert in den seltensten Fällen direkt Passwörter für Dienste, sondern hat eine Reihe von Access-Tokens (digitalen Zugangsberechtigungen), mit denen sich das Handy bei Diensten authentifiziert. Diese werden innerhalb ihrer Gültigkeit automatisch verwendet um sich anzumelden. Je nach Anbieter unterscheidet sich die Zeitdauer, bis man die nächste Passworteingabe tätigen muss.

Im Falle des Verlustes sollte man also dringend zwei Dinge parat haben (sofern die Fernsteuerung fehlschlägt):

  • Eine Liste der Dienste/Apps, für die man sich auf dem Handy angemeldet hat.
  • Eine Liste von URLs, bei denen man die Access-Tokens widerrufen kann

Dienste, auf die das Zutreffen könnte sind beispielsweise:

Für Facebook, Instagram & Co gibt es mit Sicherheit ähnliche Service-Seiten die ihr kennen solltet.

Whatsapp benötigt für die Sperrung des alten Handys eine Anmeldung von der Ersatz-Simkarte.

Denkt also – im Gegensatz zu mir – an alle angebotenen Sicherungen, spielt vielleicht schon vorab mit dem Widerrufen von Berechtigungen und lasst euch schlicht nicht das Handy mopsen. :)

Daneben sollte man natürlich die SIM-Karte sperren, damit dort keine Kosten enstehen können und die eigene Identität gewahrt bleibt. Die Ersatzkarte kostet ca. 10 Euro und kommt in wenigen Tagen.

Eine Meldung beim Fundbüro und die Anzeige bei der Polizei, bringt es euch vielleicht sogar zurück. Ein neues Handy ist immer spannend, die Umstände kann man sich nur manchmal nicht aussuchen. :)

Nachtrag:

Ich halte mein altes Handy wieder in den Händen, bin erfreut über meine eigenen Schusseligkeit und kann folgendes berichten:

Das aufwachende Handy strotzte nur so vor Aufforderungen sich neu anzumelden. Gmail speichert bereits erhaltene Emails. Vergessen habe ich Skype, WordPress und Steam, die gleich wieder verbanden.

 

 

Mallorca im März

20. März 2014 12:53 in Unterwegs

La Victoria Mallorca Panorama

Die Halbinsel Victoria im Nordosten Mallorcas. Wir hatten eine Woche das Vergnügen dabei zusehen zu dürfen, wie die Insel im März ihr Winterfell abwirft. Die Hotels an der östlichen Inselseite teilen sich derzeit leidensfähige Radsportler und ältere Wanderenthusiasten. Wir haben uns bemüht, den Altersschnitt in der zweiten Gruppe etwas zu senken. :)

Ohne die berüchtigte Partymeile im Süden Palmas gesehen zu haben, kann ich jede Begeisterung für die “andere Seite” der Insel vollkommen nachvollziehen.

Humble EA

15. August 2013 11:00 in Internet,Spiele

Ist das Leben nicht furchtbar geprägt von Inkonsequenz? Bei der Veröffentlichung von Mass Effect 3 habe ich noch geschrien, dass mir ein Origin Account gar nicht ins Haus kommt und ein Bauernfänger-Angebot später reiht sich nun das Icon neben Steam und Blizzards neuem Launcher in die Taskleiste.

Das neue Humble Bundle ist aber auch ein merkwürdiges Konstrukt:

  • PayWhatYouWant
  • Das Geld geht komplett an wohltätige (amerikanische) Einrichtungen
  • extrem hochkarätige Spiele
  • erstklassige Promotion für EAs Spieleplattform und trotzdem Steam-Keys für die meisten Spiele.

Da zerreißt es einen ja förmlich vor Manipulation und Propaganda. Die Zielgruppe ist mit Battlefield 3 und Sims 3 zumdem ziemlich klar abgegrenzt. Haha.

Ich kaufe Spiele nur noch, um sie in mein virtuelles Regal zu stellen und starte dann doch Minecraft, um entspannt auf unserem Server zu werkeln. Mit welchem Recht kritisiere ich noch einmal die magische Anziehungskraft des Wortes “Sale” auf Andrea?

Manado, Makassar, Kuala Lumpur, Abu Dhabi, Düsseldorf

25. Juli 2013 17:16 in Indonesien 2013

Vier Flüge an zwei Tagen. Wohlwissend, dass die indonesischen Transportwege mit Vorsicht zu genießen sind, hatten wir 6 Stunden Aufenthalt am Flughafen von Makassar eingeplant, obwohl wir Flüge mit weniger Puffer zur Auswahl hatten. Auf mein Bestreben gaben wir zwar unser Gepäck in Verwahrung, lieferten uns aber nicht ein weiteres Mal den “Taksis” aus, um in die Innenstadt zu fahren. Der Flughafen ist allerdings kein schöner Ort, um dort Zeit zu verbringen. Die kaum vorhandenen Sitzmöglichkeiten sollen wohl abschrecken, zu früh das Terminal zu verstopfen.

Also stromerten wir “Taksi”-Rufe-abwehrend über das Gelände und den Grünstreifen hinter dem Parkplatz, spielten Karten, probierten hier einen Soursop Juice, dort einen vegetarischen Burger. Letzteren wollte man uns in einem A&W zunächst gar nicht zubereiten. Erst als wir etwas enttäuscht in Richtung zur Tür gingen, war er plötzlich doch im Angebot. :P

Root-Beer ist eine feine Sache, wie ich festgestellt habe. Allerdings würde ich gerne einmal eine Sorte trinken, die ihren Geschmack noch in einem traditionellen Herstellungsprozess erhält.

2013-07-22 12.52.26Wir jetteten am späten Nachmittag hinüber nach Malaysia und bezogen kurz vor Mitternacht ein modernes Zimmer direkt neben dem größten Einkaufszentrum an der Station Imbi. Am nächsten Tag hatten wir keine Zeit zu vergeuden, denn Andrea hatte noch einige wichtige Dinge auf ihrer Einkaufsliste. Große Einkaufszentren mit Vergnügungspark auf den obersten Stockwerken haben verdammt viele Geschäfte mit fleißigen Verkäufern, die einem auf Schritt und Tritt folgen. Nicht gerade ein Paradies für jemanden, der sich im Baumarkt gerne ohne Hilfe zurecht findet. :)

Das Kaufhaus hat aktuell Jubiläum und dafür im Foyer einen gigantischen Automaten für gefüllte Plastikkugel aufgestellt, aus dem man sich als schneller zahlender Kunde einen Preis ziehen darf. Andrea gewann prompt den Trostpreis: den Eintritt in den Vergnügungspark auf den obersten Etagen für EINE Person. Wir beobachteten das Geschehen und hatten kurz darauf auch die Karte eines anderen Touristen in der Tasche, der sich lieber auf seinen Einkauf konzentrieren wollte. Also begaben wir uns in die 5. Etage und fuhren Achterbahn … in einem Kaufhochhaus. :P

2013-07-22 13.34.20

Die Bimmelbahn war auch durch Personal besetzt, ebenso eine Musikraupe und ein Breakdancer. Der Fallturm war dagegen leider außer Betrieb. Andrea merkte zurecht an, dass die genuschelten Ansagen aus dem Kassenhäuschen und der billige Techno einer Kirmes irgendwie fehlten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits die wichtigsten Dinge der Liste in der Einkaufstüte oder reserviert und zur Abholung bereit. Am Nachmittag sammelten wir unser großes Gepäck im Hotel ein, verstauten die Einkäufe und ließen uns vom Shuttlebus zum Flughafen bringen.

Den Rückflug nach Düsseldorf über das Emirat Abu Dhabi habe ich zu großen Teilen verschlafen. Andrea hat mich am Unterhaltungsterminal übelst in Tetris abgezogen und der neuste StirbLangsam-Film ist in meinen Augen “ganz okay”. Ansonsten hatte mich der Jetlag auch am folgenden Tag noch fest im Griff.

2013-07-22 19.17.48

Vielleicht spreche ich für uns beide, wenn ich darüber freue, dass nun wieder ein geregelter Ablauf die Tage ausfüllt. Unsere Mägen können sich an deutsche Hausmannskost zurückgewöhnen und wir benutzen Verkehrsmittel, die maximal einige Minuten statt Stunden verspätet abfahren.

Dafür vermisse ich das Grün an jeder Ecke und auf freien Flächen, den ewigen Trubel auf der Straße zu jeder Tag- und Nachtzeit, Schüsseln voller Reis und das Orchester aus Tönen, das in den vergangen Wochen den Wecker am Morgen ersetzt hat.

Indonesien (zumindest Sulawesi) ist ein extrem anstrengendes Land, wenn man es auf die Art bereist, die wir gewählt haben. Beim nächsten Mal würden wir uns häufiger ein privates Auto oder gar einen Inlandsflug auf langen Entfernungen gönnen und die Grundlagen der Sprache lernen. Anhand unseres Reiseführers konnten wir beispielsweise keine konkrete Uhrzeit formulieren. In die Reiseapotheke gehört in Zukunft ein Mittel gegen allergische Reaktionen unbekannten Ursprungs und eines gegen bakterielle Infektionen des Verdauungstraktes, falls dies ohne Rezept machbar ist. Sulawesi ist gewöhnungsbedürftig laut: Bassröhren sind in jedem Fahrzeug unter den Sitzen montiert und maximaler Wumms auf dem Trommelfeld König – besorgt euch Ohrenstöpsel, wenn sie nicht im Paket eurer Fluglinie enthalten sind.

Besonders abseits der normalen Wege gibt es viel zu sehen und man trifft auf sehr freundliche Menschen, die in aller Ruhe ihrem täglichen Geschäft nachgehen. Pauschalurlaub auf den Togian-Inseln stelle ich mir absolut himmlisch vor, wird aber wenig mit unseren Erfahrungen im Land gemein haben. Auch die anderen touristischen Kerngebiete wie Rantepao haben auf eine gewisse Weise einen sehr unterschiedlichen Charakter zum Rest des Landes.

Schön war es mit dir Sulawesi, aber jetzt brauchen wir wirklich Urlaub!

 

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